M und Marianne 2

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Vor vielen Jahren – wir waren in der 4. Klasse Hauptschule – gab es einen Skandal. Die Schüler in unserer Schule kamen aus mehreren Gemeinden, die selber noch keine Hauptschule hatten. Diese Schüler kamen am Morgen mit dem Autobus und fuhren am späten Nachmittag mit diesem wieder in ihre Wohnorte zurück.

In unserer Klasse war der Junge M, er war ziemlich groß, ein sehr guter Schüler und ein Liebling aller Mädchen. Er war unser Anführer, unser Idol, unser King. Seine Favoritin war aber nicht aus unserer Klasse, sondern im Jahrgang unter uns, in der 3. Klasse.

Ihr Name war Marianne, sie war großgewachsen, schlank, aber ihre Formen waren schon betont weiblich, sie hatte tolle Brüste und einen schönen Po. Ihre mehr als schulterlangen dunkelblonden Haare waren leicht gewellt. Sie war noch nicht 14 Jahre alt.

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Die beiden waren in der Freizeit unzertrennlich und waren unsterblich ineinander verliebt. Ja – sie wollten es miteinander tun, doch sie hatten keine Gelegenheit. Sowohl ihre Eltern, als auch seine Eltern würden es niemals dulden, dass die beiden in eines ihrer Elternhäuser kommen und womöglich noch zusammen im Schlafzimmer verschwinden.

Niemals!

Da hatten sie eine geniale Idee. Der Junge M würde seinen Eltern sagen, er würde bei seinem Schulfreund schlafen. Die Marianne würde Ihren Eltern sagen, sie wolle bei einer Schulfreundin über Nacht bleiben. Genau so wie geplant, zogen sie es auch durch.

Am Abend – nachdem ihr Schulbus abgefahren war – gingen sie zu einer alten Scheune, die sie als Liebesnest auserkoren hatten. In der Scheune war Heu gelagert, sie war aber gut versperrt, und die beiden konnten das Vorhangschloss nicht knacken. Es war ohnehin keine gute Idee – das Heu piekst auf der nackten Haut. Es hätte auf dem nackten Arsch und auf dem Rücken furchtbar gekratzt. Sie hätten zumindest 2 Bettlaken gebraucht.

Deshalb zogen sie weiter zum Waldsportplatz, der war von außen nicht gut einsehbar, daneben stand noch ein kleines Haus, welches als Umkleidekabine diente. Hier gelang es ihnen, die Tür aufzubrechen. Sie traten ein, aber machten kein Licht. Hier war es sehr unbequem, sie mussten sich auf den blanken Fußboden legen.

Jetzt wollten sie miteinander schlafen, sie zogen ihre Kleider aus, kuschelten aneinander, tauschten Zärtlichkeiten aus und versuchten es, aber es ging nicht! Vielleicht war sie zu trocken, oder sie war zu verkrampft. Möglicherweise stellten sich beide nur ungeschickt an. Ja – die Umgebung war auch nicht gerade einladend.

So verbrachten sie eine lange Nacht auf dem harten, kalten Fußboden. Nächsten Morgen ging zuerst die Marianne auf der Straße in Richtung Schule (Ladies first). 10 Minuten später machte sich der Junge M auf den gleichen Weg.

Wie es der Teufel haben will, wohnte genau an dieser Straße der Englisch-Lehrer, der blickte aus dem Fenster, als die Marianne unten vorbei ging, und er wunderte sich sehr. Als 10 Minuten später der Junge M vorbeikam, wunderte er sich nicht mehr sondern kombinierte völlig richtig.

Der Lehrer hätte eigentlich ein Verständnis für die beiden haben müssen, denn er war selber ein Single-Mann und ein unverbesserlicher Frauenheld, er hatte auch bereits uneheliche Kinder mit mehreren Frauen. Doch er hatte nichts besseres zu tun, als sofort zum Direktor der Schule zu rennen und über seinen Verdacht zu berichten.

Der Direktor war ein weiser Mann und ließ die beiden, den Jungen M und die Göre Marianne, in die Direktionskanzlei holen. Er unterzog die beiden einem peinlichen Verhör, in dem sie alles gestanden. Weiters rang er ihnen ein Versprechen ab, dass sie es niemals mehr miteinander tun würden, jedenfalls nicht solange sie noch in die Schule gehen. Was sie versprochen hatten, war glatt gelogen! Auf eine Anzeige bei der Polizei verzichtete er (sehr großzügig von ihm)!

Einige Wochen später war das Kirchweih-Fest in einer Nachbargemeinde. Dort konnten sich die beiden unauffällig treffen. Sie gingen allerdings nicht zu den Schießbuden oder den anderen Verkaufsständen – nein – sie gingen in den Wald und sie liebten einander, diesmal ist es gelungen.

Was ist aus den beiden geworden? Der Junge M erlernte einen guten Beruf, er wurde Bürokaufmann, heiratete sehr jung (aber nicht die Marianne), seine Frau bekam 2 Kinder. Bald wurden sie wieder geschieden und M war wieder frei.

Die Marianne traf ich 20 Jahre später noch einmal, sie war Bankangestellte in einer Bank neben der Donau, sie wechselte mir Schilling in DM-Banknoten aber sie erkannte mich nicht. Übrigens – sie trug keinen Ehering 😉

 

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