die Nachbarschaftshilfe

Am Rande einer Wohnblocksiedlung lebte das junge Ehepaar H.. Beide – Mann und Frau – waren sehr attraktiv. Der Mann war sehr groß, schlank, hatte schwarze gepflegte Haare und einen Schnurrbart, von Beruf war er Bankmanager.

Die Frau war groß, schlank, hatte dunkelblonde lange Haare und war ebenfalls sehr hübsch. Sie war früher als Bürokauffrau und als Einzelhandelskauffrau tätig, jedoch als sie eine Tochter geboren hatte, war sie nur mehr Hausfrau.

Dieses Glück wäre eigentlich perfekt gewesen, jedoch trübte die Untreue des Mannes die Harmonie. Weil er für die Frauen so attraktiv war, bekam er immer wieder eindeutige Angebote, und er konnte nicht immer nein sagen.

Um die Ehe zu retten, beschlossen sie, 10 Jahre nach dem 1. Kind noch eines zu bekommen. Wie gewünscht – wurde die Frau H. rasch wieder schwanger.

Mann und Frau waren wieder ein Herz und eine Seele!

Als die Zeit ihrer Niederkunft nahte, machte sie sich Sorgen um ihre Zimmer- und Balkonpflanzen, um den Haushalt, um ihre Tochter,…

Kein Problem – sagte die Wohnungsnachbarin im Stock darüber – eine gute Freundin des Ehepaares H. – ich mache das alles für dich – keine Sorgen!

So kam die Frau H. in die Klinik nach Linz und gebar einen Sohn. Derweil war ihr Mann und die Tochter alleine zuhause.

Als die Frau H. noch in der Klinik im Wochenbette lag, war Festbeleuchtung im Wohnzimmer der Familie H. Aus dem Hintergrund erschien die Nachbarin vom 4. Stock und wollte offensichtlich die Zimmerpflanzen wässern. Allerdings war sie unpassend bekleidet. Sie hatte ihr T-Shirt über ihre Brüste hochgezogen und war sonst unbekleidet. Sie ging entschlossen auf die Fensterseite zu und setzte sich, so wie sie war, auf etwas (oder jemanden) nieder.

Das war Nachbarschaftshilfe in mehrdeutiger Hinsicht 😉

——————————————————-

Nachtrag 14.10.2016:

Ich sehe die Frau täglich auf ihrem Balkon die Balkonpflanzen pflegen. Mittlerweile ist sie über 60 Jahre alt und sieht noch immer gut aus – sie ist gertenschlank. So lang ich sie kenne, war sie immer nur Hausfrau und war in dieser Zeit nie berufstätig. Ihr Mann fährt noch immer einen BMW – er hat das Geld nach Hause gebracht.

Die Familie genießt das Leben. Man trifft sie auf dem Tennisplatz, die Oma, die Tochter und die Enkelin. Recht haben sie. Man braucht kein Haus und keine Reichtümer – um die angenehmen Seiten des Lebens zu erleben.

Damit kein Missverständnis entsteht, ich meine die Nachbarin, welche die Zimmerpflanzen während der Niederkunft der Frau H. gepflegt hatte.

 

 

Advertisements
die Nachbarschaftshilfe

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s