Haben Sie Feinde ?

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Wer uns angreift – hat schon verloren !

Vor einigen Jahren schlief meine Frau (in Thailand) gemeinsam mit ihren Söhnen im 1. Stock ihres Hauses, im Erdgeschoß schlief die Oma.

Da wurden sie von einem lauten Geschrei geweckt. Rund um das Haus brüllten einige Männer: „Wir bringen euch alle um, wir stechen euch ab, wir lassen keinen entkommen, wir werden euer Haus abfackeln!“

Sie rissen auch an den Fensterläden und an den Türen. Da kam Sveng – der Älteste meiner Frau – auf eine gute Idee, er füllte den Wasserkocher und heizte das Wasser auf, dann schüttete er es auf einen der Angreifer hinunter, der schrie laut auf.

So schnell sie gekommen waren, verschwanden die Männer auch wieder.

Nächsten Morgen fuhren meine Frau und ihre Söhne zur Polizei in der Bezirksstadt Wang Thong.

Die erste Frage des Polizisten an meine Frau war: „Haben Sie Feinde ?“

So ein Glück, dass ich nicht dabei war, bei mir lehnt die geladene Schrotflinte hinter der Tür.
Glück für mich – oder Glück für die Mafia ?

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Haben Sie Feinde ?

Warum kommen so viele Ausländer in die EU ?

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Eine Antwort ist schnell gefunden. Sie glauben, in das Schlaraffenland zu kommen, wo die Sozialtöpfe für alle gut gefüllt sind. Sind sie erst einmal da, so holen sie so viele Angehörige wie möglich nach.

Nun – diese Aussage ist richtig, aber das ist nicht ihr einziges Motiv.

Wir Europäer sind teilweise selber schuld und überlassen den Türken oder den Bosniern kampflos viele Arbeitsplätze. Viele Europäischen Eltern würden es gar nicht gut finden, wenn ihr Sohn den Beruf eines Maurers, Zimmermannes oder Dachdeckers wählen würde. Diese Berufe sind zwar extrem wichtig für eine Volkswirtschaft, jedoch will sie niemand ausüben, weil sie anstrengend und gefährlich sind, außerdem kann man sich schmutzig machen.

Das ist die Chance für Migranten-Kinder, einen gutbezahlten Beruf zu ergreifen, der auch stark nachgefragt ist.

Hingegen drängen viele Kinder der Alt-Europäer in die AHS (Gymnasium), obwohl manche davon nicht genug Begabung oder nicht genug Fleiß haben. So liegen sie dem Staat und den Eltern auf der Tasche, nach dem Abschluss (oder dem Schulabbruch) finden sie nur ganz schwer eine Arbeit.

Gewiss gibt es auch viele anspruchsvolle Büroarbeiten (bei einem Anwalt, bei einer Versicherung oder einer Bank), aber das reicht längst nicht aus, um alle Mittelschul-Abgänger zu beschäftigen.

Die Folge ist, viele studieren irgendwas, obwohl es sie gar nicht interessiert. Damit ist das Problem der Arbeitslosigkeit nur hinausgeschoben.

Auf diese Weise werden viele Sozialhilfe-Empfänger (H4) herangezüchtet, obwohl es eigentlich viel Arbeit im manuellen Bereich gibt.

Ob es uns gelingt, diese Einbahnstraße zu unterbrechen ?

Warum kommen so viele Ausländer in die EU ?

die Seelsorge

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Sich um das Seelenheil der Menschen zu kümmern, ist die wichtigste Aufgabe der Religionen, der sie auch gut nachkommen.

Ich bin innerhalb der Katholischen Kirche aufgewachsen, daher kenne ich deren Rituale gut. Der Mensch wird von der Geburt bis zum Tode umsorgt.

Durch die Taufe erfolgt die Aufnahme des Säuglings in die Gemeinschaft.

Dir Firmung ist das Ritual zur Aufnahme als Erwachsene.

Die Heirat besiegelt den Bund zwischen Mann und Frau, wobei sie ihre Absicht vor aller Öffentlichkeit erklären.

Der Tod eines nahen Angehörigen ist für jeden Menschen eine dramatische Angelegenheit. Die Verabschiedung aus der Gemeinschaft hilft darüber hinweg. Noch dazu, wo ein Weiterleben der Seele nach dem Tode versprochen wird.

Der wöchentliche Gottesdienst soll die Gläubigen jede Woche neu auf die Gemeinschaft einschwören. Dem kommen heute nur mehr wenige Leute nach.

Da gibt es noch die Ohrenbeichte, so was ist in anderen Religionen weitgehend unbekannt. Interessanterweise benutzt auch die moderne Psychotherapie das Gespräch zwischen Patient und Therapeuten, wobei ein Fehlverhalten des Patienten aufgedeckt und seine Irrtümer aufgeklärt werden. Das führt zur Heilung des psychisch Kranken.

Alle Religionen haben auch ein Gesetz, nach welchem die Menschen leben sollen (sollten). Die Einhaltung dieser Gesetze (Gebote, Verbote) soll das Zusammenleben der Menschen erleichtern und auf diese Weise Leid verhindern.

Als Ansporn für ein Gottgefälliges Leben, wird nach dem Tode das Paradies versprochen (bei den Christen, Juden, Muslimen), während der Buddhismus die Wiedergeburt verspricht. Je nach den Taten im Leben, wird eine Seele als bevorzugter Mensch oder als schlechter Mensch wieder geboren. Ganz schlechten Menschen wird die Wiedergeburt lange verweigert, sie müssen als Teufel in der Unterwelt ihr Dasein fristen, bis sie auf diese Weise ihre Sünden abgebüßt haben.

die Seelsorge

die Geschichte der Goten

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In der Zeit nach 500 schrieb der Geschichtsschreiber Jordanes die Geschichte der Goten nieder, seine Quellen waren die mündliche Überlieferung (es handelt sich also um eine Sage), möglicherweise hatten vorher auch schon andere Autoren (Cassiodorus) versucht, diese Geschichte niederzuschreiben.

Um die Zeitwende kam es im heutigen Schweden (in Gotland) zu einer Hungersnot, die Bevölkerung – die Wikinger – hatten sich zu stark vermehrt. So wurde entschieden, dass ein Teil des Volkes das Gebiet verlassen muss. Diese Leute ruderten auf Schiffen über die Ostsee nach Polen, wo ein anderer Germanenstamm, dessen Namen ich nicht kenne, seinen Lebensraum hatte (möglicherweise lebten dort die Burgunder).

Gemeinsam mit Leuten aus dem örtlichen Germanenstamm zogen sie auf der Weichsel weiter südwärts, wo sie auch auf slawische Völker stießen, die ebenfalls mit ihnen mitzogen. Ihre Boote zogen sie auch über Land, wenn gerade kein Fluss auf dem Weg vorhanden war.

Wahrscheinlich haben einige Gruppen einen Weg weiter östlich eingeschlagen. Der Sage nach wurden sie durch Sümpfe aufgehalten und wollten deshalb den Dnjepr überschreiten. Dabei zerbrach die Bootsbrücke und die Boote wurden vom Fluß mitgerissen. Nun war das Volk geteilt, die eine Hälfte hatte den Fluß noch überschreiten können, die andere Hälfte musste sich einen Weg im sumpfigen Gelände suchen. So wurde das Volk in Ost- und in Westgoten getrennt (aber das ist nur eine Sage).

Jedenfalls sind beide Volksteile bis tief in den Süden vorgedrungen, sie erreichten auch das Schwarze Meer.

Um 370 begann das Reitervolk der Hunnen in den Raum der Ostgoten einzufallen. Die Goten waren der neuen Kriegstechnik unterlegen, wurden geschlagen und mussten sich den Hunnen unterwerfen.

Die Westgoten suchten Schutz im Römischen Reich, führten aber bald gegen dieses Krieg. Schließlich konnten sich die Westgoten und die Römer doch einigen, und eine Westgotische Söldnertruppe stand im Dienste der Römer.

Der Hunnenkönig Attila drang 451 gemeinsam mit einem germanischen Heer, dem auch die Ostgoten angehörten, bis nach Frankreich vor. Dort musste er sich mit seinen Verbündeten nach der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern zurückziehen.

Als er 453 starb, war das Ende des Hunnenreiches eingeleitet. Bereits 454 konnten die Ostgoten die Herrschaft der Hunnen abschütteln. Sie lebten in Pannonien (ebenso wie die Burgunder) und kamen auch in das Gebiet von Österreich, wo die Römerherrschaft zusammengebrochen war.

In den Geschichtsbüchern ist zu lesen, dass die Burgunder direkt von der Ostsee in das Rheinland gezogen sind, und weiter südwestlich nach Frankreich in das Gebiet Burgund. In der Nibelungen-Sage werden aber die Burgunder und nicht die Goten mit den Hunnen in Zusammenhang gebracht. Wer von den Autoren sich da geirrt hat, kann man heute nur mehr schwer nachvollziehen.

Eine Hypothese – von mir selber erstellt:

Eine Gen-Analyse von mir ergab als Ergebnis die männliche y-Haplogruppe R1a1, vom Untertyp, der dem Urvolk der Wikinger zugeordnet wird. Nachdem die Wikinger selber niemals bis nach Österreich vorgedrungen sind, behaupte ich, dass sich die Ostgoten, welche teilweise von Wikingern abstammen, in Österreich und möglicherweise auch in Bayern niedergelassen haben (nach dem Ende der Römerherrschaft). Wenn meine These richtig ist, könnte das eine weitere Herkunftslinie der Bayern sein, deren Herkunft ohnehin im Dunkeln liegt.

Damit das weiter abgesichert oder widerlegt werden kann, wäre es erforderlich, in Bayern und Oberösterreich weitere Gentests durchzuführen und das Ergebnis zu interpretieren.

die Geschichte der Goten

die Ausbreitung des Modernen Menschen 3

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Dieser Artikel ist sehr lang, sehr trocken und daher nur für sehr geduldige Leser geeignet.
Dabei beschreibe ich die Verbreitung der einzelnen mt-Haplogruppen (die weiblichen Linien) auf der Welt. Den Weg dorthin konnte ich kaum nachvollziehen.

die Ausbreitung des Modernen Menschen 3

Vor etwa 150.000 Jahren – es könnte auch vor 200.000 Jahren gewesen sein, hat in Ostafrika die genetische Eva gelebt. Sie war nicht alleine, aber die Nachkommen aller anderen Frauen dieser Gruppe sind ausgestorben.

Die Nachkommen dieser Eva sind in Zentralafrika – im heutigen tropischen Regenwald und dem Savannengürtel herumgezogen. Wenn man der Eva die Haplogruppe L0 zuordnet, hat es die Mutationen L1, L2 und L3 innerhalb von Afrika gegeben.

Vor etwa 60.000 Jahren ist es einer Menschengruppe aus der mt-Haplogruppe L3 gelungen Afrika Richtung Arabischer Halbinsel zu verlassen. Die Zahlenangabe ist relativ ungenau. Bald darauf sind in Asien die Nachfolgegruppen M und N entstanden.

So kommt die mt-Haplogruppe M heute noch in Indien mit mehr als 50 % sehr häufig vor.

Aus der mt-Haplogruppe N sind fast alle Europäischen mt-Haplogruppen entstanden. Als Zwischenglied entstand die Gruppe R, von der sich relativ bald die Gruppe U (Urmutter Ursula) abspaltete.

Nach den neueren Angaben hat die Urmutter Ursula in Westasien gelebt, weil Nachkommen von ihr nicht nur in Europa, sondern auch am Kaukasus, in Indien, im Arabischen Raum und in Nordafrika vorkommen. Früher wurde angenommen, dass die Ursula vor 45.000 Jahren in Griechenland gelebt hat.

Jedenfalls haben Menschen mit der Untergruppe U4 – der ich selber auch angehöre – schon während der letzten Zwischeneiszeit (vor 40.000 bis 20.000 Jahren) Europa besiedelt, wobei sie ziemlich sicher auch Kontakt mit den letzten Neandertalern gehabt haben.

Ebenfalls von der Gruppe R stammt auch die Gruppe HV ab, von der wiederum die Gruppen H (Urmutter Helena) und V (Urmutter Velda) abstammen. Frühere Ergebnisse nahmen als Ursprung der Gruppe H Südfrankreich an. Neue Erkenntnisse zeigen aber, dass sie wahrscheinlich in Asien entstanden ist, weil auch in Westasien viele Menschen dieser Gruppe angehören. In Europa hat sie einen Anteil von 50 %. Hingegen ist die Gruppe V doch in Spanien entstanden, wobei die Basken einen höheren Anteil der Gruppe V aufweisen, ebenso die Niederländer.

Eine weitere Gruppe die auch von der Gruppe R abstammt ist die Gruppe J (Urmutter Jasmin), ihr Ursprung ist der vordere Orient. Früher wurde ein Alter der Gruppe von 10.000 Jahren angegeben. Neuere Ergebnisse weisen auf ein wesentlich höheres Alter dieser Gruppe hin (Alter bis 40.000 Jahre ?), diese Gruppe ist in Europa weit verbreitet mit um die 10 % Anteil.

Auch die Gruppe K stammt von der Gruppe R ab, ihr Alter wird mit 20.000 Jahren angegeben. Ein Häufungspunkt dieser Gruppe ist Oberitalien und das Gebiet um die Alpen, so hatte z.B. der Eismann Ötzi die mt-Haplogruppe K1. Bei den aschkenasischen Juden hat die Gruppe K mit 32 % den größten Anteil. Als Herkunftsgebiet nahm man früher Oberitalien an, aber das ist wahrscheinlich eher das Rückzugsgebiet dieser Gruppe aus Europa während der letzten Eiszeit.

Ausgehend von der Gruppe M, die in Indien einen Häufungspunkt hat, sind weitere Gruppen entstanden.

Die Gruppe C kommt sowohl in Sibirien als auch bei den Indianern vor.

Die Gruppe D kommt ebenfalls in Sibirien und bei den Indianern vor.

Hingegen ist die Gruppe E von Südostasien ausgehend nach den Inseln von Indonesien und auf die Philippinen weitergezogen.

Die Gruppe G kommt in geringer Anzahl in Ostasien vor.

Die Gruppe Q findet sich in Neuguinea und Melanesien.

Aus der sehr alten Gruppe N sind in Asien weitere Gruppen entstanden.

So die Gruppe A, die ebenfalls schon sehr alt ist, sie kommt in Sibirien, bei den Eskimo und bei den Indianern vor.

Hingegen ist die Gruppe I eine Abspaltung, die sich westlich ausgebreitet hat und in Europa mit geringer Häufigkeit und auch im Nahen Osten anzutreffen ist.

Die Gruppe W stammt ebenfalls von der Gruppe N ab und ist in geringer Dichte in Südasien weit verbreitet.

Die Gruppe X (Urmutter Xenia) ist in Europa in geringer Dichte verbreitet, in Osteuropa häufiger, auch im Kaukasus, bei den Drusen in Israel, sogar bei den Indianern findet man noch die Gruppe X.

Es gibt noch 2 Nachfolgegruppen der Gruppe R, von der sonst fast alle europäischen Frauen abstammen.

Die Gruppe B ist weit verbreitet in Ostasien und Südostasien, aber auch auf den Inseln südlich davon, sie kommt auch in Tibet und in der Mongolei vor, auch bei den Indianern.

Die Gruppe F ist häufig in China und Japan.

Die Zeitangaben über die Entstehung einer Gruppe habe ich oft weggelassen, weil sie sehr ungenau sind. Diese Angaben werden mit Hilfe der Wahrscheinlichkeitsrechnung ermittelt, wobei angenommen wird, dass im Mittel alle 10.000 Jahre eine Abspaltung aus einer Gruppe erfolgt.

Jeder der schon mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung gerechnet hat, der weiß, dass dieses Ereignis schon nach 5.000 Jahren eintreten könnte, genau so gut könnte es aber erst nach 15.000 Jahren eintreten.

Weiters wurde bei der Berechnung die Größe eine Gruppe nicht berücksichtigt. Meiner Meinung nach tritt bei einer Gruppengröße von 100.000 Personen eine Mutation 10 mal häufiger auf, als bei einer Gruppengröße von 10.000 Personen.

Sehr genau wäre eine Untersuchung nach der C14-Methode, dazu muss man ein gut erhaltenes Skelett finden, bei dem die mt-DNA noch bestimmt werden kann. Das Alter der gefundenen Gruppe muss also älter sein, als das Alter dieses Skelettes.

Aus der Logik ergibt sich, dass eine Gruppe jünger sein muss als die Gruppe aus der sie hervorgegangen ist.

Indem bei den Aborigines in Australien die mt-Haplogruppe M oft vorkommt, dürften Frauen von diesem Typ die Begleiterinen der C-Männer gewesen sein. Ebenso kommt dort mt-Gruppe B vor, diese ist aber weit entfernt von M und dürfte somit von einer weiteren Einwanderungswelle aus Ostasien stammen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass Asien der Angelpunkt in der Ausbreitung des Modernen Menschen gewesen ist. Wann eine bestimmte Gruppe einen bestimmten Weg in ein anderes Gebiet eingeschlagen hat, wird versucht zu ermitteln. Die Institution National Geographics hat auch schon entsprechende Landkarten mit den Routen gezeichnet. Aber es ist noch sehr umstritten.

die Ausbreitung des Modernen Menschen 3

die brave und die schöne Frau

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Vor etwa 50 Jahren lebte ein Bauer in Oberösterreich, er und seine Frau hatten keine Kinder, deshalb hatten sie einen Neffen auf den Hof geholt, welcher den Hof einmal erben sollte. Der junge Mann war auch guter Dinge, denn der Besitz eines großen Bauernhofes war damals noch eine großartige Sache.

Er lernte eine Bauerntochter aus dem Nachbardorf kennen und lieben. Sie war groß und kräftig, bestens geeignet, um eine Bäuerin auf einem anderen Hof zu werden. Sie wurde auch bald schwanger, das behagte dem Altbauern xyz gar nicht, und er erlaubte auch die Heirat der jungen Leute nicht, denn er wollte seinen Hof noch lange behalten.

So gebar die junge Frau eine Tochter, und der Altbauer musste Alimente dafür zahlen, weil der Hoferbe kein eigenes Geld hatte, der bekam von ihm nur ein Taschengeld. Die junge Mutter bot dem Altbauern xyz an, bei ihm als Dirne (im Sinne von Bauernmagd) zu arbeiten, aber auch das nahm er nicht an, weil da gleich das nächste Kind kommt!

Schließlich kamen die Eltern der jungen Mutter zum Altbauern xyz – offiziell um von ihm eine Kalbin (auf deutsch eine Färse) zu kaufen – bei dieser Gelegenheit redeten sie ihm ins Gewissen und appellierten an seinen Anstand, möglicherweise stellten sie auch eine hohe Mitgift für die Braut in Aussicht. Da stimmte der Altbauer doch zu, und die beiden jungen Leute konnten heiraten.

Am Anfang war die Ehe auch glücklich, sie bekamen der Reihe nach mehrere Kinder, die beiden waren auch fleißig und tüchtig, so mehrte sich der Wohlstand auf dem Hof beträchtlich.

Szenenwechsel:

Auf einem anderen Bauernhof der Gemeinde verlief die Ehe der Bauersleute nicht so glücklich. Die Bäuerin hatte schwarze Haare, war sehr hübsch und hatte eine tolle Figur. Sie war aber nicht standesgemäß und entstammte einer Arbeiterfamilie, sie hatte von ihrem Vater keine Mitgift bekommen, weil dieser kein Geld hatte. Ihr Mann hatte sie deswegen nicht anschreiben lassen, sie war also nicht als Mitbesitzerin im Grundbuch eingetragen.

So fühlte sie sich zurückgesetzt und weigerte sich, im Stall zu arbeiten, sie beschränkte sich mehr auf den Haushalt und die Kindererziehung. Glücklicherweise hatte der Bauer rst eine unverheiratete Schwester und einen Onkel, die auch auf seinem Hofe wohnten und mit ihm die Stallarbeit verrichteten.

Bei einer Tanzveranstaltung machte nun die Bäuerin rst dem Bauern xyz schöne Augen, mit Erfolg, und so begannen beide eine Affäre. Der Liebhaber suchte fortan jede Gelegenheit, um seine Geliebte zu treffen.

Der gehörnte Bauer rst wollte seine Frau keineswegs hergeben und stellte sich seinem Nebenbuhler in den Weg. Beide hatten einen VW-Käfer und fuhren manchmal auf den Güterwegen aufeinander los, wie es einst die Ritter auf ihren Rössern auch getan hatten.

Der Bauer rst war einmal mit einem Verein für eine Woche im Ausland, diese Gelegenheit wollte sein Rivale nützen, um seine Geliebte jeden Tag zu „besteigen“, allerdings hinderten ihn die Verwandten des Bauern rst daran und bewarfen ihn mit Holzscheitern (Brennholz), das kann schmerzhafte blaue Flecken verursachen.

Im Wirtshaus sagte der Bauer xyz: „Ich habe eine brave Frau, aber der rst Bauer hat eine schöne Frau!“

Alle Leute wussten schon von der Affäre, auch seiner Frau kam das zu Ohren, doch sie konnte das zuerst gar nicht glauben.

Mit der Zeit musste sie aber erkennen, dass sie ihren Mann eigentlich schon verloren hatte. Sie fiel in tiefe Schwermut und wurde vor lauter Gram krank. Schließlich bekam sie Krebs (eine Frauensache), das Leid zerstörte sie völlig, und sie starb.

Wie die Geschichte weiterging, weiß ich nicht. Ich war in der Zwischenzeit anderswohin gezogen.

die brave und die schöne Frau