eine Jungfrau als Braut

Thai wedding 2 2230

Ein Italiener war schon im Ruhestand, 65 Jahre alt, eher kleinwüchsig und schmächtig. Er verbrachte viele Monate in Pattaya. Die Barfrauen kannten ihn schon und klopften ihn immer wieder ab, ob da nichts geht mit Dauerfreundschaft oder Heirat.

Er sagte immer: „Wenn ich (noch) einmal heirate, muss es schon eine Jungfrau sein.“ In Thailand ist vieles käuflich, so hatte eine Barfrau ein passendes Angebot für ihn. Ihre Schwester sei noch sehr jung und noch unschuldig, sie sagte ihm auch, wie viel ihn das kosten würde.

Der Italiener und die Bar-Dame machten sich auf den Weg zu ihrer Familie. Der alte Mann war von dem jungen Ding auch sehr angetan, das Mädchen stimmte auch zu.

Daraufhin organisierten sie eine Hochzeit mit allem Drum und Dran. Die Brautmutter bekam den Brautpreis – 100.000 Baht (แสนบาท)

Nach der Hochzeit wohnten sie im Dorf, nicht weit von ihrem Elternhaus. Die Ehe stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Es war nicht nur der Altersunterschied, sie hatten einander nichts zu sagen. Er sprach kein Thai, sie sprach kaum Englisch.

Den ganzen Tag fernsehen ist auch fad, so ging sie oft zu ihrer Familie. Im Bett scheint es anfangs noch funktioniert zu haben, nach 1 Jahr bekamen sie einen Sohn. Der war aber behindert.

Die Leute im Dorf sagten: „Ist ja klar – der Samen von einem so alten Mann taugt nichts mehr!“ Die Eheleute entfremdeten sich immer mehr, tagsüber ging sie zu Bekannten, am Abend ging sie in ein Gastlokal oder auf eine Party, er musste alleine zu Hause bleiben und sich um das Kind kümmern. Er war darüber sehr traurig, so hatte er sich das nicht vorgestellt.

Nach einigen Jahren starb der kleine Sohn. Der Italiener hielt es im Dorf nicht mehr aus und zog in eine Wohnung in Pattaya. Seine Frau folgte ihm widerwillig. Obwohl es dort jede Menge Unterhaltung gibt, gefiel es ihr dort nicht. Einen Geldgeber hatte sie schon, und die jungen hübschen Männer sind doch nicht so leicht zu haben.

Deshalb ließ sie ihren Mann alleine in Pattaya zurück und fuhr in ihr Heimatdorf zurück. Der Italiener lebte einige Jahre in der Stadt, die Schwermut machte ihm sehr zu schaffen. Die vielen Weiber konnten ihn auch nicht mehr aufheitern.

Eines Tages wurde seine Leiche in seiner Wohnung gefunden, das war Wochen nach seinem Tod, es hatte ihn niemand vermisst.

eine Jungfrau als Braut

die Entstehung der Bajuwaren

Goten Fibel 1 530_530_0024342661-0053983326

Während der Römerzeit haben die Geschichtsschreiber über die Kelten und mehrere Germanenstämme berichtet, teilweise führten die Römer auch Kriegszüge gegen diese, teilweise wurden nur die Namen der Stämme und ihr Stammesgebiet erwähnt.

Von den Bajuwaren findet man nichts in den Büchern der Römer. Daraus folgt, dass die Ethnogenese der Bajuwaren erst nach der Römerherrschaft erfolgt ist. Um 600 hat ein Langobarden König eine Bajuwaren Prinzessin geheiratet. Somit ist das Zeitfenster für die Entstehung dieses Volkes eingegrenzt.

Schon der Name Bajuwaren verlangt eine Erklärung. Die letzten Soldaten der Römer in der Provinz Noricum waren schon eine germanische Söldnertruppe aus dem Gebiet nördlich der Donau (Böhmen?) und wurden möglicherweise Baiovarii genannt.

Um 490 hat der Ostgoten König Theoderich ausgehend von Ungarn die Römer (und Odoaker) besiegt und die Römischen Provinzen bis zur Donau unter seine Kontrolle gebracht.

Die „echten“ Römer hatten das Gebiet vorher schon Richtung Italien verlassen. Für die zurückgebliebene Keltische Bevölkerung begann eine schlimme Zeit – es gab kein Recht mehr – nur mehr das Faustrecht. Möglicherweise sind die Überlebenden in die Wälder und in das Gebirge geflüchtet.

Die zurückgebliebenen Besatzungstruppen (Germanenstämme – Markomannen) bekamen keinen Sold mehr und mussten sich selber „versorgen“, sie waren wahrscheinlich ein Machtfaktor (oder auch Räuber und Wegelagerer) vor dem Eintreffen der Goten.

König Theoderich siedelte zunächst seine eigenen Leute aber auch Alemannen und versprengte Germanenstämme in dem Gebiet an (Goten, Vandalen, Langobarden, Burgunder, Markomannen ?….)

hier ein Link zu diesem Thema:
http://www.landkreis-landshut.de/Landkreis-Einrichtungen/DerLandkreisLandshut/Geschichte/VondenBajuwarenueberdieHunnenzudenGoten.aspx

Wer hat eine andere Meinung zu diesem Thema ?
Wer hat Hinweise, Quellen, archäologische Befunde zu diesem Thema ?

Ergänzung am 11.01.2016 um 9:00:

Aus heutiger Sicht „generierten“ sich die Bajuwaren zu mindestens 50 % aus der zurückgebliebenen keltischen Bevölkerung mit unterschiedlichen Wurzeln (diverse Indogermanen, Abkömmlinge der Neolithiker und der alteuropäischen Urbevölkerung). Weiters drangen Germanenstämme in das Land (Alpenvorland) ein, oder sie waren schon da. Das sind die Rugier, die Heruler, Skiren, Ostgoten, Gepiden. Deren Nachfahren sind heute an der Y-DNA R1a1 zu erkennen – das ist ostgermanisch.

Zu einem späteren Zeitpunkt unterwarfen die Franken die Bajuwaren, und es kamen fränkische Siedler in das Land. Es gibt zahlreiche fränkische Ortsnamen, aber man kann die Masse der Einwanderung nicht quantifizieren. Aus der heutigen DNA-Analyse kann man das nicht ableiten, weil wohl die Franken die Y-DNA R1b1a2 hatten – das ist westgermanisch – aber ein Teil der Kelten hatte auch diese DNA-Variante.

Ergänzung am 04.05.2016:

Nach Ansicht der Historiker wurde der Hauptanteil der Ostgotischen Streitmacht in Italien bei den Kämpfen gegen die öströmischen Truppen aufgerieben. Sie konnten die Langobarden nicht mehr aufhalten. Die gotischen Familien sind wohl in Italien geblieben und sind in der Bevölkerung aufgegangen. Die anderen Völker, die mit den Ostgoten verbündet waren, fühlten sich den Ostgoten nicht mehr verpflichtet, sie hatten sich in den ehemals römischen Gebieten nördlich der Alpen angesiedelt. Sie gerieten unter den Einfluss der Franken und waren fortan nicht mehr unabhängig.

Ergänzung am 16.08.2016

Bei meiner AncestryDNA Analyse wurden beachtliche 26 % Anteil von den Britischen Inseln festgestellt (keltisch). Da muss es eine erhebliche Einwanderung gegeben haben. Es würde mich interessieren, ob das nur den Raum Passau betrifft oder auch andere Regionen in Bayern.

http://dna.ancestry.com/public/ethnicity/4b8b9375-1096-452c-81b7-091488116b60/df817bf9-9eb0-40a9-b10d-477272031b30

Ich würde die Leser ersuchen, diesen Test bei sich durchführen zu lassen, das kostet derzeit 165 Euro und ist erschwinglich. Bitte das Resultat in einem Kommentar einzufügen.

 

die Entstehung der Bajuwaren

frühreif

T-Shirt 2 18

Vor vielen Jahren erfuhren die Eltern eines Schulmädchens, dass ihre Tochter schwanger ist. Weil sie noch viel zu jung war, ließen sie im Krankenhaus eine Abtreibung vornehmen.

Der Verführer des Mädchens wurde nicht öffentlich bekannt, das wäre ein Fall für den Staatsanwalt gewesen.

Die Göre war gar nicht schüchtern, sie war oft auf dem Bahnhof, auf dem Sportplatz und im Freibad zu sehen, dort war sie auch in Kontakt mit Männern geraten.

In den Ferien vor der letzten Klasse der Pflichtschule traf sie sich oft mit einem gleichaltrigen Jungen aus dem gleichen Dorf. Die beiden hingen gemeinsam herum und gingen auch gerne in die Donau-Auen.

Dort hatte die Göre den Jungen in die Geheimnisse der Liebe eingeführt. Immerhin war sie schon erfahren, ihr Verlangen war schon geweckt.

So wurde sie wieder schwanger. Ihre Eltern waren wütend und warfen ihr vor, sie hätte vom ersten mal nichts gelernt.

Sie sagten zu ihr: „Du bist also groß genug zum Ficken, dann bist du auch groß genug, um ein Kind zu kriegen!“ Sie musste die Schwangerschaft austragen und gebar einen Sohn.

Der junge Kindesvater ließ den Kopf hängen und schämte sich sehr, denn die Leute zeigten mit dem Finger auf ihn und lachten.

Mittlerweile sind alle Beteiligten erwachsen und sind in die Normalität zurückgekehrt. Anscheinend hat es ihnen nicht geschadet.

frühreif

ein Schwarzafrikaner in Holland

Burkina faso 2

ein Beispiel:

1 Neger von der Elfenbeinküste ist um 1500 n.Chr. nach Holland gekommen und hatte dort männliche Nachkommen, deren Linie bis heute andauert. Der Mann hatte die y-Haplogruppe E1a, seine direkten männlichen Nachfahren haben natürlich auch E1a.

Indem seine männlichen Nachfahren immer wieder mit Holländischen Frauen Kinder hatten, sind seine Gene, mit Ausnahme des y-Chromosoms, nahezu vollständig verschwunden.

So ein direkter männlicher Nachfahre mit der y-Haplogruppe E1a schaut aus, wie die anderen Holländer auch, blond und blauäugig. Seine sonstigen Eigenschaften sind ebenso, wie die der Holländer.

Das sollte zur Einschätzung ausreichen.

ein anderes Beispiel:

Heute haben 77 % der Holländer die y-Haplogruppe R1b (Kelten und andere Westeuropäer). Daraus folgt, dass die Holländer vor 500 Jahren auch schon einen annähernd gleich hohen Anteil von dieser Haplogruppe hatten. Der Volks-Charakter hat sich in den letzten 500 Jahren nicht verändert, weil ziemlich sicher auch die Frauen die gleichen Gene hatten, wie die Männer (außer dem y-Chromosom).

ein Schwarzafrikaner in Holland

die Wicha und ihre Töchter

Familie 11 9126448_c0c788811b

Vor mehr als einer Generation lebte ein Mann mit seiner Ehefrau und einer kleinen Tochter in einem Dorf mitten in Thailand. Der Mann war groß, gutaussehend und tüchtig, er war aber wie viele Thai Männer hinter den Weibern her.

So verliebte er sich in die Wicha, die war auch groß aber sehr schlank. Anscheinend war sie im Bett so gut, dass der Mann die Nächte nur mehr mit ihr verbrachte. Sie wollte die Affäre nicht mehr fortsetzen und zog weit weg in ein anderes Dorf.

Er konnte aber nicht von ihr lassen und reiste ihr nach. Nach einigen Monaten ließ ihm seine Ehefrau eine Nachricht zukommen, er solle doch zurückkommen, seine Geliebte könne er auch mitbringen und als Nebenfrau (Mia noi) nehmen.

So kam er wieder zurück und lebte fortan mit 2 Frauen. Die Wicha bekam der Reihe nach viele Kinder – zunächst nur Mädchen.

Wegen seiner Tüchtigkeit wurde er auch Bürgermeister in dem Dorf und gewann rasch an Ansehen. Seine Tätigkeit erschloss ihm auch neue „Einkünfte“, sodass er für die Wicha und die gemeinsamen Töchter ein weiteres Haus bauen konnte.

Die beiden Ehefrauen – die Mia luang und die Mia noi – stritten oft miteinander, das belustigte ihn und er spielte eine gegen die andere aus.

Die Wicha bekam im Laufe der Jahre 8 Kinder, darunter auch 2 Söhne. Seine älteste Tochter von der ersten Frau heiratete über Vermittlung einen Norweger.

Obwohl er immer gesund war, starb der Mann im besten Alter an Herzversagen. Nun begann eine schlimme Zeit für die ganze Familie, der Ernährer war gestorben. Der Norweger konnte und wollte auch nicht die ganze Großfamilie finanzieren.

Die älteste Tochter von der Wicha geriet nach ihrem Vater, sie war intelligent und tüchtig. Über Vermittlung durch eine andere Thai Frau heiratete sie einen Deutschen, der war bald entsetzt über die Geldforderungen seiner Frau und drohte ihr mit der Scheidung.

Doch seine Frau dachte nur an die Not ihrer Mutter und an die Geschwister. Als sie selber berufstätig war, überwies sie ihren ganzen Verdienst an ihre Mutter.

Die Wicha konnte aber mit dem Geld nicht umgehen und verspielte gleich einen Teil davon mit der Lotterie.

Die nächste Tochter hatte einen jungen Thai Mann als Freund und wurde bald schwanger, nach der Geburt einer Tochter ließ er sie sitzen. So nahm sie sich wieder einen Freund, mit dem gleichen Ergebnis.

Die ältere Schwester in Deutschland wollte ihr helfen und fand auch einen Mann, der sie zusammen mit ihren beiden Kindern nach Deutschland holen wollte. Doch als der Mann sie besuchte, war sie schon wieder schwanger. So wurde aus dem „Geschäft“ nichts.

Mittlerweile waren die weiteren Töchter auch schon alt genug, nahmen sich Freunde und wurden auch schwanger. So wurde die Familie rasch größer, und der Geldbedarf stieg und stieg.

Eine der Töchter hatte eine Arbeit mit einem bescheidenen Einkommen gefunden. Sie kaufte sich ein neues Moped und musste jeden Monat eine Rate dafür zahlen. Eines Tages verschwand sie mit einem Mann und mit dem Moped, ihre kleine Tochter ließ sie zurück.

Der Fahrzeughändler kam mit der Polizei, weil er keine Ratenzahlungen mehr bekam, und wollte das Moped wieder mitnehmen, doch es war nicht mehr da.

Einige Monate später tauchte sie wieder auf und hatte einen „scheinbar“ guten Mann gefunden, der war im Staatsdienst und hatte sogar ein Auto. Nun war alles eitel Wonne, bald wurde sie wieder schwanger. Ihr Freund hatte aber illegale Geldquellen erschlossen und musste lange ins Gefängnis.

Ihren kleinen Sohn gab sie bei den Eltern ihres Ex-Freundes ab, weil diese keinen Unterhalt zahlen wollten.

Angesichts des finanziellen Desasters kamen die Frauen zur Erkenntnis, dass neue Methoden der Geldbeschaffung unvermeidbar seien.

Eine der Töchter ging nach Phuket und arbeitete dort als Prostituierte. Seither sind dort bis zu drei Töchter im horizontalen Gewerbe tätig. Einen Mann, der sie aus dem Nutten-Dasein erlöst, haben sie noch nicht gefunden.

So leben viele Enkel der Wicha in ihrem Haus, eine der Töchter ist die Ersatzmutter für die vielen Kinder, aber sie wartet auch auf einen guten Mann (auf einen Forlang).

Mittlerweile beenden die ältesten Mädchen die Pflichtschule und werden angehalten, die Karriere ihrer Tanten fortzusetzen.

die Wicha und ihre Töchter

die Vermögenssteuer

Börse 2 intro_boerse_tafel_g

Angesichts der leeren Staatskassen denken die Sozialisten und andere linke Gruppierungen laut über eine Vermögenssteuer nach.

Die wirklich Reichen, die Banken und Kapitalgesellschaften würden in Österreich und Deutschland nicht genug zum Steueraufkommen beitragen.

Es wäre tatsächlich bestechend, vom Gesamtvermögen 1 % als Steuer abzuzweigen.

Die Sache hat aber einen Haken. Damit die Steuer wirklich was bringt, müssten die Freigrenzen niedrig angesetzt werden. Dann würden der Mittelstand, bzw. die Leistungsträger der Gesellschaft ordentlich geschröpft werden. Es würde die Häuslbauer und die Landwirte treffen.

Das kratzt aber einen echten Sozialisten (und einen Proletarier) überhaupt nicht, denn er hat weder ein Haus noch einen Grundbesitz.

Die Landwirte haben ohnehin nur ein niedriges Einkommen und müssten die Steuer von der Substanz zahlen.

Da ist noch das Vermögen in Form von Fabriken und sonstigen Firmen. Falls diese Betriebe einen satten Gewinn abwerfen, wäre das etwa wie die Erhöhung der Körperschaftssteuer, der Eigentümer könnte sich dem nur schwer entziehen.

Falls diese Betriebe nur wenig oder gar keinen Gewinn abwerfen, verstärkt das die Neigung des Besitzers, die Firma zu verkaufen oder im Extremfall zu schließen.

Besonderes Objekt der Begierde sind aber die Finanzvermögen von Personen oder Firmen in Form von Wertpapieren (Aktien, Anleihen, Bankguthaben,…).

Tatsächlich haben manche Personen oder Gesellschaften derart viel angehäuft, dass dem Finanzminister und den Sozialisten die Augen wässerig werden.

Manche von ihnen würden ihren Beitrag zum Steueraufkommen auch leisten – als Gegenleistung dafür, dass sie in einem guten und friedlichen Land leben können, in dem sie sich sicher fühlen und in dem das Umfeld passt.

Andere – besonders sehr reiche Personen – würden das gar nicht einsehen und sofort über eine Verlagerung ihrer Vermögenswerte in das Ausland nachdenken. Geld in ein Land ihrer Wahl überweisen geht ganz schnell. Sie könnten dort auch ein Wertpapierdepot anlegen und die Papiere im Inland verkaufen.

Falls die Finanzbehörden noch immer zu hohe Forderungen stellen, könnten sie sogar ihren Wohnort in das Ausland verlagern. Das würden aber nur wenige wagen, weil sie damit auf ihr angenehmes Dasein hier verzichten müssten.

Da ist noch viel Phantasie der Finanzbeamten und der Politiker notwendig, eine Vermögenssteuer einzuführen, die viel bringt, aber keinen Schaden anrichtet.

die Vermögenssteuer

Germanen oder Kelten ?

http://ulfhednar.org/ausstattung/

Seit 2010 gibt es doch einige neue Erkenntnisse in dieser Frage. Deshalb schreibe ich diesen Artikel neu.

Zu Beginn der Bronzezeit vor etwa 5.000 Jahren sind die Indogermanen mit R1b1a2 über den Donauraum in Mitteleuropa eingedrungen. Anschließend haben sie sich ausgehend von Deutschland aufgeteilt und ganz Westeuropa unterworfen.

Später gab es in Deutschland eine Mutation, die heute als U106 bezeichnet wird. Diese gilt als Marker für Westgermanische Zugehörigkeit. Diese Indogermanen haben sich bis zur Nordsee und weiter westlich bis in die heutigen Niederlande ausgebreitet. Vor etwa 3.000 Jahren sind deren Nachfahren über Dänemark nach Südnorwegen und Südschweden vorgedrungen.

Es müssen auch solche mit R1b1a2 – U106 nach Süddeutschland und Österreich bis zu den Alpen zurückgewandert sein. Der Zeitpunkt ist unbekannt.

Zum Ende der Römerzeit sind die Angeln und die Sachsen in England eingewandert.

Diese Karte zeigt die Westgermanischen Nachkommen in Mittel- West- und Nordeuropa

Jene Gruppe, die zuerst von Deutschland in Frankreich eingefallen ist, hat später die Britischen Inseln und auch Spanien erobert. Das waren die Proto-Kelten. Dort gab es auch eine Mutation L21, die aber nur auf den Britischen Inseln und in der Bretagne häufig ist. Das gilt als Marker für die Keltische Zugehörigkeit, wobei im Großteil von Frankreich diese Variante selten vorkommt.

Diese Karte zeigt die keltische Variante R L21

Von den Römern wurde alle Völker nördlich des Römerreiches als Barbaren bezeichnet, unabhängig von deren Volkszugehörigkeit, Kultur und Sprache.

Vor etwa 3.000 Jahren nahm die Keltische Kultur ihren Ausgang mit der Hallstatt-Zeit und breitete sich von dort aus. Später kam die La Tene Zeit mit einer weiteren Ausdehnung dieser Kultur. Sie umfasste Süddeutschland bis zu den deutschen Mittelgebirgen und einen Sektor östlich vom Rhein bis zur Nordsee.

Man kann das so formulieren. Die dortigen Bewohner hatten eine germanische Abstammung und eine keltische Kultur. Die keltische Kultur war eben nicht an eine bestimmte Abstammung gebunden.

Die keltische Kultur erreichte auch die Britischen Inseln. Das keltische Kernland war aber Gallien während der Römerzeit.

eine Imagination – der Indogermane als Filmfigur

Ergänzung am 12.06.2016

Etwa die Hälfte der R1b1a2 Männer in Deutschland hat den westgermanischen Marker U106; ein geringer Teil hat noch den italienisch-keltischen Marker U152 (=R-S28), besonders in der Region um Freiburg und im Rheinland; die anderen 30 % sind nicht definiert, man kann diese Männer nicht den Kelten oder Gemanen zuordnen.

Verteilung der Nachkommen von R1b1a2 – R-S21 = U106 = westgermanischer Marker

Verteilung der Nachkommen von R1b1a2 – R-S28 = U152 = italienisch keltischer Marker

Ergänzung am 01.03.2017

Folgende Y-DNA Varianten sind bei den Germanen-Völkern häufig:

1 . I1 und I2 = Alteuropäisch – in Deutschland ausgehend von der Schönfelder Kultur

2 . R1b1a2 = Westliche Indogermanen – in Deutschland von Süddeutschland, Westdeutschland bis Norddeutschland (Schleswig Holstein)

3 . R1a1a = Östliche Indogermanen – in Deutschland von Brandenburg bis Ostpreussen (Goten, Burgunder, teilweise die Elbe-Germanen,…) – ausgehend von der Schnurkeramik-Kultur.

ad 2) Etwa die Hälfte der R1b1a2 Männer in Deutschland gehört zur Untergruppe U106; R1b1a2 wird auch mit der Glockenbecher-Kultur in Zusammenhang gebracht, das betrifft aber nur einen Teil von Deutschland.

———————————————————————-

Bei den R1a1 Varianten und deren Nachkommen ist die Zuordnung zu einzelnen Völkern nicht so leicht möglich. Die R1a1a M458 = Western Slavic ist auch in Nord-Ost-Deutschland stark vertreten. Das ist Slawisch und Ost-Germanisch. R1a1a – Z280 = Baltisch verteilt sich auf das gleiche Gebiet – etwas mehr östlich (Baltikum). R1a1 – L664 = vorwiegend Skandinavisch und vorwiegend Germanisch.

Das ist R1a1 – Z280 = Baltic Carpathian – Ostsee-Germanen und Balten

r1a1-baltic-carpathian-25


der Vollständigkeit halber belasse ich den ursprünglichen Artikel hier zum Vergleich:

Germanen 4

Auf der ganzen Welt wurden schon viele Tests nach der genetischen Abstammung der Menschen durchgeführt. In Westeuropa dominiert die männliche y-Haplogruppe R1b, welche vorwiegend den Kelten zugeordnet wird. In Nord- und Osteuropa hat die y-Haplogruppe R1a einen hohen Anteil. Das sind die Germanen und Slawen.

Die weiblichen mt-Haplogruppen sind über ganz Europa verteilt, wobei es schon auch Häufungspunkte der einzelnen Variationen gibt. Jede mt-Haplogruppe unterteilt sich wieder in viele Untergruppen, sodaß nur mehr ein Biologe sagen kann, ob ein Testergebnis den Germanen oder den Kelten zugeordnet werden kann.

Die Ergebnisse in Deutschland sind paradox. So wird, abgeleitet von den weiblichen Gruppen, etwa 50 % germanische Abstammung festgestellt. Hingegen haben nur 15 % der deutschen Männer die germanische y-Haplogruppe R1a, wobei noch ein Teil davon den Slawen zugeordnet wird. Allerdings haben 25 % die Haplogruppe I, das sind Wikinger Nachfahren, also auch Germanen.

Die y-Haplogruppe R1b kommt in Deutschland mit 45 % sehr häufig vor. Die Humangenetiker der Firma Igenea leiten davon 45 % keltische Abstammung ab.

So stand nun in einer Zeitung zu lesen: Deutsche Frauen sind deutscher als deutsche Männer. (unten der link dazu)

http://www.bild.de/BTO/news/2007/11/25/gen-analytiker/deutsche-frauen.html

Es ist wirklich so, dass in der Westhälfte von Deutschland die Gruppe R1b deutlich überwiegt.

Es stellt sich nun die Frage, waren die Völker zwischen Rhein und Elbe germanisierte Kelten (mit germanischer Sprache), oder gilt in diesem Fall die Zuordnung zu den Kelten nicht, weil das eine Fehlinterpretation der Humangenetiker ist.

Weiters gibt es noch wilde Spekulationen zu diesem Sachverhalt. So hätten die germanischen Männer infolge der vielen Kriege und der Völkerwanderung eine kurze Lebenserwartung gehabt, wodurch die germanischen Witwen eben andere Männer nehmen mussten. Diese Interpretation gefällt mir gar nicht, weil in diesem Fall die Keltischen Männer auch in den Krieg gezogen und ebenfalls nicht mehr zurückgekommen wären.

Eine andere Möglichkeit wäre, die Kelten zwischen Rhein und Elbe hätten öfters Germanenstämme besiegt und deren Frauen mitgenommen (was ist wohl dabei mit den Germanen Männern passiert?).

Ich bin neugierig, welche Antworten es in Zukunft zu diesem Thema gibt, und was die blog Leser dazu sagen.

Anmerkung vom 10.09.11: Mit dem heutigen Wissensstand würde ich diesen Eintrag nicht mehr schreiben. Heute weiß ich, dass an der Ethnogenese der Germanen mehrere Volksgruppen (Völker) beteiligt waren. Das sind die alteuropäischen Leute mit I1 und I2b, welche vorwiegend nördlich der deutschen Mittelgebirge lebten, weiters die Indogermanischen R1b Leute, die ausgehend vom Donauraum bis an die Nordsee vorgerückt sind, ebenso die Indogermanischen R1a Bewohner an der Elbe und an der Ostsee, auch im Gebiet von Polen.

Preisfrage: Woher stammt die Deutsche Sprache?

Germanen oder Kelten ?