frühreif

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Vor vielen Jahren erfuhren die Eltern eines Schulmädchens, dass ihre Tochter schwanger ist. Weil sie noch viel zu jung war, ließen sie im Krankenhaus eine Abtreibung vornehmen.

Der Verführer des Mädchens wurde nicht öffentlich bekannt, das wäre ein Fall für den Staatsanwalt gewesen.

Die Göre war gar nicht schüchtern, sie war oft auf dem Bahnhof, auf dem Sportplatz und im Freibad zu sehen, dort war sie auch in Kontakt mit Männern geraten.

In den Ferien vor der letzten Klasse der Pflichtschule traf sie sich oft mit einem gleichaltrigen Jungen aus dem gleichen Dorf. Die beiden hingen gemeinsam herum und gingen auch gerne in die Donau-Auen.

Dort hatte die Göre den Jungen in die Geheimnisse der Liebe eingeführt. Immerhin war sie schon erfahren, ihr Verlangen war schon geweckt.

So wurde sie wieder schwanger. Ihre Eltern waren wütend und warfen ihr vor, sie hätte vom ersten mal nichts gelernt.

Sie sagten zu ihr: „Du bist also groß genug zum Ficken, dann bist du auch groß genug, um ein Kind zu kriegen!“ Sie musste die Schwangerschaft austragen und gebar einen Sohn.

Der junge Kindesvater ließ den Kopf hängen und schämte sich sehr, denn die Leute zeigten mit dem Finger auf ihn und lachten.

Mittlerweile sind alle Beteiligten erwachsen und sind in die Normalität zurückgekehrt. Anscheinend hat es ihnen nicht geschadet.

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Ein Gedanke zu “frühreif

  1. Es gibt hin und wieder solche Fälle. In den meisten Fällen erfährt die Öffentlichkeit nichts davon, weil das Problem mit einer Abtreibung aus der Welt geschafft wird. Jene Fälle werden zum Gerede in der Gemeinde, wenn eine 15-jährige ein Kind kriegt. Aufgrund christlicher Einstellung der Eltern kommt eine Abtreibung nicht in Frage. Gleichzeitig bieten Eltern und Großeltern der jungen Mutter Unterstützung, indem sie sich um den Säugling kümmern, während die junge Kindesmutter doch eine Ausbildung macht.

    Eher selten sind Fälle, wo eine Abtreibung nicht professionell durchgeführt wird; ebenso – wo die Ereignisse öffentlich gemacht werden, weil die beteiligten Personen die Kontrolle verloren haben. Das schwangere Mädchen, seine Eltern und die Sozialbehörden werden sich nicht einig, wie mit der Sache umzugehen ist. Früher sagte man: „Ein Fall für das Erziehungsheim!“

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