die R1b Männer

Eintrag vom 29.12.2015 um 6:30:

Mittlerweile sind 5 Jahre vergangen, und es hat neue Erkenntnisse gegeben. Deswegen schreibe ich den Eintrag neu.

http://ulfhednar.org/ausstattung/

Vor gut 8.000 Jahren lebten im Grenzgebiet (heute Iran, Irak, Türkei) Indogermanen der Untergruppe R1b1a als Rinderhirten. Sie überschritten den Kaukasus und verbreiteten sich nördlich vom Schwarzen Meer.

Vor 5.500 Jahren zogen eine Gruppe Indogermanen mit der Untergruppe R1b1a2 (Rinderhirten) aus dem Schwarzmeergebiet über den Donauraum nach Mitteleuropa und unterwarfen im Laufe der Jahre gesamt West- und Südeuropa.

Man kann sich vorstellen, dass diese Invasion oder Völkerwanderung dramatisch für die altansässige Bevölkerung verlaufen ist. Die männlichen Linien wurden in einem hohen Ausmaß ausgetauscht.

Da bestehen mehrere Möglichkeiten. Die Männer wurden im Kampf erschlagen. Die Überlebenden wurden an der Fortpflanzung gehindert. Die Leute wurden versklavt. Die neuen Stammesführer nahmen sich mehrere Frauen, so haben sie die alten männlichen Linien weitgehend verdrängt.

Nachdem die R1b1a2 Männer Rinderhirten waren, müssen das starke und robuste Männer gewesen sein, ansonsten hätten sie die Stiere nicht bändigen können. Dementsprechend brutal werden sie auch mit fremden Menschen umgegangen sein.

Diese Völkerwanderung fällt zum Teil mit der frühen Bronzezeit zusammen. Also hatten diese Männer bereits eine gute Bewaffnung aus Kupfer oder Bronze.

Hier ist eine neue Karte über die Ausbreitung von R1b…. von Eupedia

zum Vergrößern das Bild anklicken

Anmerkung 1: die R1b1b2 Untergruppe wurde in R1b1a2 umbenannt. Die Wissenschaftler haben das so entschieden, es ist verwirrend und für Laien unverständlich. Überhaupt sind die derzeitigen Erkenntnisse nicht in Stein gemeißelt, das könnte sich wieder ändern 😉

Ergänzung: Aus heutiger Sicht ist die Untergruppe R1b1a2 U106 nicht in Österreich entstanden, sondern irgendwo in Deutschland. Das ist die westgermanische Untergruppe. Diese Leute haben sich von Deutschland (später) nach Skandinavien und England ausgebreitet. Es sind auch welche nach Österreich bis zu den Alpen zurückgewandert.

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Conan der Barbar – eine Filmfigur,
eine Imagination – wie die indogermanischen Barbaren ausgesehen haben könnten 😉

Barbaren 29
Conan der Barbar

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hier ist der ursprüngliche Text:

Steinzeit 1

Heute leben in Europa 110 Millionen R1b Männer mit der Untergruppe R1b1b2 – das ist die männliche Abstammung (y-Haplogruppe R1b1b2).

Vor 9.000 Jahren war noch kein einziger da, weil diese Untergruppe maximal 9.000 Jahre alt ist.

Vor 5.500 Jahren waren sie schon in Mitteleuropa, damals ist im Raum von Süddeutschland oder Österreich schon eine neue Untergruppe entstanden (U106 das ist die y-Haplogruppe R1b1b2g – die ist heute typisch für Deutschland und einige Gebiete rundherum).

Somit ist das Zeitfenster für die Invasion der R1b Männer in Mitteleuropa und Westeuropa etwas eingegrenzt. Ursprünglich stammen sie aus dem Gebiet der Türkei, dort ist heute noch die größte Vielfalt der R1b Abkömmlinge vorhanden.

Es gibt noch 2 Theorien für das Vordringen der R1b Männer nach Europa:

* ein Zusammenhang mit dem Vordringen der Indoeuropäischen Sprache

* ein Zusammenhang mit den ersten Ackerbauern in Mitteleuropa – den Bandkeramikern

Für mich ist die erste Theorie eher glaubhaft. Möglicherweise haben die R1b Männer die Bandkeramik-Kultur gewaltsam beendet. (Bsp: Massaker von Schletz).

Möglicherweise sind sie ohne Frauen gekommen und haben sich Frauen aus der örtlichen Bevölkerung genommen. Die Söhne sind dann Richtung Westen weitergezogen. So wurden die ursprünglich vorhandenen Gene der R1b Männer mit jeder Generation weiter verdünnt, bis an der Atlantikküste kaum mehr eine Gemeinsamkeit im Aussehen erkennbar ist. So sind die Spanier heute oft schwarzhaarig, während die Holländer oft blond und blauäugig sind (in beiden Ländern ist der Anteil an R1b hoch).

Warum die R1b Männer so erfolgreich waren, ist ungeklärt. Hatten sie schon bessere Waffen? Jedenfalls haben sie die ursprünglich vorhandenen Männer (mit der y-Haplogruppe I) teilweise verdrängt. Allerdings haben sich in Deutschland beachtliche 25 % I-Männer gehalten, die müssen dem Ansturm der R1b Männer aus dem Donauraum und dem Ansturm der R1a Männer aus dem Osten wacker standgehalten haben.

Faustkeil 1

Auf dem Bild ist ein schwarzer Stein zu sehen, der als Faustkeil gedient haben könnte. Oben ist eine Ausnehmung für den Handballen der rechten Hand eingearbeitet, die Ausnehmung für den Daumen auf der linken Seite ist auf diesem Foto nicht erkennbar.

Der Besitzer dieses Steines war auf das schöne Stück offensichtlich sehr stolz, denn er hat ihn geschliffen und Einkerbungen auf den helleren Schichten eingeritzt. Das ist auf dem Foto gut zu sehen.

Die R1b Männer hatten aber schon bessere Waffen, möglicherweise schon aus Metall (Kupfer ?)

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die R1b Männer

7 Gedanken zu “die R1b Männer

  1. Ich befasse mich intensiv mit der genetischen Abstammung der Europäer. Ich weiß – dieser Stoff ist den meisten Leuten eher unbekannt oder eher uninteressant.

    Aber einer meiner Großväter war auch ein R1b Mann (mütterlicherseits), somit stamme ich zur Hälfte von den Kelten ab (oder auch Germanen).

    Der andere Großvater, mein Vater, ich selber und meine Söhne haben aber die y-Haplogruppe R1a1, und zwar eine Untergruppe, die skandinavisch ist, so wie die Wikinger.

    Es würde zu weit führen, alles zu erklären. Danke aber für dein Interesse.

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  2. Das Aussehen eines Menschen kann man nicht von irgendeiner Haplogruppe ableiten. Das Aussehen ist nicht an das y-Chromosom gebunden.

    So ist das nordische Aussehen wahrscheinlich südlich von der Ostsee innerhalb der Gruppe R1a1 entstanden und hat sich erfolgreich über die Nordhälfte von Europa ausgebreitet. Auch die R1b1- und die alteuropäischen Gruppe-I Leute haben dieses Aussehen angenommen.

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  3. Meine Güte, eine Wissenschaft für sich. Skandinavier sind ja oft blond, stimmt. Dagegen die Völker um das Mittelmeer fast durchweg schwarzhaarig. Asiaten, Grönländer, Südamerikaner ab Mexiko und Indianer auch. Komisch. Die blonde Rasse scheint aber durch Vermischung wohl bald auszusterben.

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  4. Ich weis erst seit zwei Wochen,dass ich auch ein R1b1B2-Mann bin.Ich denke,dass der Erfolg ganz einfach daran liegt,dass die Frauen schon immer neugierig auf andere,fremde Männer waren.Sie wollten die einfach ausprobieren. Und das war es dann.Läßt das Interesse nach,wird es bald wieder andere Typen geben.

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