bemerkenswert

Fukushima ORF Bild

Wie ich aus den Medien erfahren konnte, befinden sich in Fukushima Japan 6 Reaktorblöcke. Davon wurden 4 durch das Erdbeben und den nachfolgenden Tsunami mehr oder weniger schwer beschädigt. Hingegen haben 2 Reaktorblöcke der Naturkatastrophe weitgehend standgehalten, sodass die Betreiberfirma gedenkt, diese wieder in Betrieb zu nehmen.

Dieses Vorhaben möchte ich nicht bewerten.

Es ist aber bemerkenswert, dass es eine Bauart für ein Atomkraftwerk gibt (vom Gebäude, vom Reaktor selbst und der Ausstattung für die Notabschaltung), die sogar ein schweres Erdbeben übersteht.

So gesehen sind die 6 Atomreaktoren von Fukushima ein Lehrbeispiel für Reaktorsicherheit.

bemerkenswert

Energie sparen

Fukoshima 1

undichter Wasserhahn

Wasserhahn

Angesichts der Ereignisse der letzten Wochen in Japan und anderswo müssen wir uns auf einen Verzicht im Energieverbrauch einstellen.

Ich habe jetzt schon einen Vorgeschmack davon. Derzeit habe ich ein Zimmer in einem alten Hotel in Thailand. Es ist von der Außentemperatur abhängig, ob es warmes Wasser im Bad gibt oder nicht.

Im einfachsten Fall ist auf dem Dach des Gebäudes ein großer Wassertank für das Warmwasser. Es nimmt die Umgebungstemperatur an, das ist für viele Tage im Jahr ausreichend, wenn es entsprechend heiss ist.

Ich bezweifle, ob es so was wie Sonnenkollektoren gibt, die in Mitteleuropa das Warmwasser bereiten. In guten Hotels haben sie auch eine Elektroheizung dafür, doch die ist anscheinend ausgeschaltet.

Derzeit ist es ungewöhnlich kühl und regnerisch in Thailand, so wie bei uns mäßig warmes Sommerwetter mit Tagestemperaturen von 16 bis 25 °C. Normalerweise müsste die Tageshöchsttemperatur im März und April um etwa 10 °C höher sein.

Noch eine Energieeinsparung: die Leute schalten auch die Klimaanlagen bei diesen Temperaturen aus.

Die Thai haben auch schon eine Erklärung dafür. Die Reaktorkatastrophe in Japan ist schuld am kalten Wetter. Wir kennen den Begriff „Nuklearer Winter“, der nach dem Einsatz von Atomwaffen auftritt.

Das Ereignis in Japan ist aber weit entfernt davon, solche Auswirkungen auslösen zu können.

Energie sparen

von zwei Seiten gesehen

boat people 1

Derzeit stehen wieder einmal zehntausende Menschen im Mittelmeerraum bereit, um nach Europa einzuwandern. Das veranlasst mich, einen blog Eintrag darüber zu schreiben und meine Sicht der Dinge darzustellen.

Es wird immer wieder kritisiert, dass der Westen reich ist, und die Länder ausserhalb sind arm. Diese Tatsache ist auch der Grund dafür, dass so viele Menschen unter allen Umständen nach Europa und in die USA einwandern wollen.

Wie kommt es nun zu so einem Ungleichgewicht an Wohlstand? Vereinfacht dargestellt könnte man sagen, wir leben auf Kosten der dritten Welt gut. Die Zusammenhänge sind aber nicht so einfach zu verstehen.

Zu Beginn werden viele Waren in annehmbarer Qualität in einem Land erzeugt und exportiert. Wegen der niedrigen Löhne und der billigen Währung dieses Landes haben diese Waren einen sehr günstigen Preis, und verdrängen die Waren aus den Importländern. In der Folge müssen Fabriken in diesen Ländern geschlossen werden. Die Arbeitskräfte verlieren dort ihren Arbeitsplatz.

Auf diese Weise wird Reichtum bzw. Wohlstand in dieses Exportland umverteilt. Derzeit ist China in der Phase als wichtiges Exportland. Vor 30 bis 40 Jahren waren Japan und Westeuropa in dieser glücklichen Lage.

Auch der Export von Rohstoffen und Energie (Erdöl, Erdgas) bringt viel Geld, allerdings profitiert meist nur eine kleine Gruppe davon. Manchmal betrachtet das ein Diktator (oder König,…) überhaupt als sein Privateigentum. Er hat vergoldetete Wassserarmaturen in seinem Bad, und das gewöhnliche Volk hat kaum genug Geld, um sich Brot zu kaufen.

Die wirklich armen Länder erzeugen kaum Waren, die sich auf dem Weltmarkt gut verkaufen lassen. Auch der Tourismus ist dort unbedeutend, weil die Sicherheit für Ausländer nicht gegeben ist.

Die Währungen Euro, Dollar und einige andere der Nachbarländer haben einen hohen Wert. Deshalb können die Leute dort billig Lebensmittel und andere Sachgüter einkaufen. Jedoch können sich Prokukte aus der Landwirtschaft und auch Industrieprodukte dieser Länder nur schwer auf dem Markt durchsetzen. Eine starke Währung hat also nicht nur Vorteile. Anmerkung: Auch im Dollar- und Euro-Raum werden noch viele hochwertige Waren erzeugt und exportiert.

Falls jemand einen Kommentar dazu schreiben will, würde mich folgendes besonders interessieren:

Wäre es möglich, diese Zustände zu ändern?

Wie (welche Maßnahmen)?

Welche Konsequenzen hätte das für die Bevölkerung in den betroffenen Ländern?

von zwei Seiten gesehen

das abgewohnte Hotel

Viele Dinge, die ein Mensch gebaut hat, bleiben nicht im Original stehen, sondern werden gebraucht und somit verbraucht.

Betritt man das Bad bzw. die Toilette in einem alten Hotel in Thailand, kann man das deutlich sehen. Die schweren Armaturen waren im Neuzustand verchromt. Durch das tägliche Putzen mit einem Scheuermittel wurde das meiste Chrom abgerieben, jetzt glänzt es in goldigem Messingglanz.

Das würde weiters nicht stören, wenn die Armatur dicht wäre. Jeder kennt den Ärger mit dem tropfenden Wasserhahn. Anscheinend kann das nicht mehr abgedichtet werden, ein Hauswart für diese Arbeit wäre im Hotel vorhanden. Das Gleiche gilt für die Wellenabdichtung der Spindel und für die Spülvorrichtung der Toilette, überall tritt Wasser aus.

Auch die Klimaanlage ist ein leidiges Problem. Aber hier reagieren die Hotelgäste empfindlich, wenn die Kühlung nicht funktioniert oder so laut ist, dass es den Schlaf stört. Sie wollen in so einem Zimmer nicht bleiben, daher wurden schon Geräte ausgetauscht und sind jetzt in einem guten Zustand.

Für die Beleuchtung werden meist Energiesparlampen verwendet. Hier ist es einfacher, mit dem Fortschritt zu gehen. Hingegen sind die Steckdosen oft ausgeleiert. Wegen der Vielzahl der weltweit verwendeten Systeme ist es ohnehin problematisch, einen europäischen Stecker in so eine Steckdose zu stecken. Eine Verteilersteckdosenleiste ist empfehlenswert, manchmal wird auch noch ein Adapter benötigt.

Natürlich sind auch die Möbel stark abgenützt. Oft sind sie aus sehr hartem Tropenholz gefertigt, die halten schon was aus. Aber es stehen auch Stühle mit abgebrochenem Bein herum, welches einfach wieder angenagelt wurde, das ist nicht stabil und zum Draufsetzen nicht zu empfehlen.

Besonders störend sind alte Spinnweben, die dem Anschein nach viele Wochen nicht entfernt worden sind. Anscheinend war das Zimmermädchen kurzsichtig und hat das nicht gesehen. Das wäre eine Arbeit mit dem Besen für eine Minute, und weg sind sie.

Was bewegt die Touristen überhaupt, in so einem Hotel abzusteigen? Es ist der Preis. In dieser Kategorie wird ein Zimmer manchmal schon um 10 Euro pro Tag für 2 Personen angeboten. Im Vergleich dazu kostet das in einem neuen Hotel etwa das dreifache.

das abgewohnte Hotel

Thai Verhältnisse

Isaan Haus 1

In Thailand ist es ganz schwierig, einen passenden Arbeitsplatz zu finden, noch schwieriger als bei uns in Europa.

So arbeitete ein Mann bei einem Arbeitgeber, der wegen seiner schlechten Zahlungsmoral bekannt war, aber er fand keine andere Arbeit.

Eines Tages brauchte er dringend Geld, weil ein Familienmitglied krank wurde. Der Dienstgeber zahlte aber den Monatslohn nicht, er hatte selber kein Geld. Er sagte ihm, er solle in seinen Wald gehen, einige Bäume umschneiden und das Holz verkaufen.

Darauf ließ sich der Dienstnehmer nicht ein, er wusste, dass der Wald nicht dem Arbeitgeber gehörte. Ein weiteres Angebot, er solle einige alte Sachen, die bei seinen Häusern herumliegen, nehmen und verkaufen.

Der Arbeiter ersuchte nun einen guten Freund, mit dem Auto seiner Mutter zu kommen, um die alten Sachen abzutransportieren. Sie luden nun drei Fuhren Altmaterial (Reste von einen Blechdach,…) auf und verkauften den Schrott einem Altstoffhändler.

Der zahlungsunwillige Chef änderte nun seine Meinung, ging zur Polizei und gab an, die Männer hätten ihm die Sachen gestohlen. Der Arbeiter und sein Freund mussten ins Gefängnis.

Schließlich musste die in Europa lebende Mutter mehrere hundert Euro für das „Diebesgut“ und für die Polizeistrafen bezahlen, um ihrem Sohn einen längeren Gefängnisaufenthalt zu ersparen.

Thai Verhältnisse

Reaktorsicherheit

Fukushima 2

Strahlen 1

Das Erdbeben in Japan hat mehrere Reaktorblöcke schwer beschädigt. So wie es scheint, hat die Notabschaltung noch funktioniert.

Allerdings wird auch nach der Abschaltung noch Energie freigesetzt, die durch Kühlung abgeführt werden muss. Für die Kühlung muss Kühlwasser durch den Reaktor gepumpt werden. Nachdem nicht nur ein Kraftwerk ausgefallen ist – sondern viele – war es schwierig, den Strom für den Betrieb der Notkühlung bereitzustellen.

Die Batterien waren bald erschöpft. Falls es ein Notstromaggregat gegeben hat, hat es auch nicht lange genug Strom für die Notkühlung geliefert.

Stunden nach dem Ausfall kam es zu einer Explosion von Wasserstoffgas, welches nach dem Unfall freigesetzt worden ist. Dadurch wurde auch die Reaktorhülle beschädigt, und eine erhebliche Menge radioaktiver Stoffe wurde freigesetzt.

Nach den neueren japanischen Gesetzen müssen die Teile der Atomreaktoren eine größere mechanische Belastung aushalten, ob deren Umsetzung die Beschädigung durch das Erdbeben verhindert hätte, wage ich zu bezweifeln.

Die Betreiber der Atomkraftwerke müssen sich geeignete Maßnahmen einfallen lassen, um einen solchen Störfall zu beherrschen. Für die Gegner der Kernenergie – und es werden wieder mehr – stellt sich dieses Frage nicht. Sie fordern die Abschaltung der Atommeiler, woher der Strom kommen soll, darüber machen sie sich weniger Gedanken.

Weg mit dem Teufelszeug – ist ihr Motto!

Reaktorsicherheit

die Energiefrage

Fukoshima 1

Die schwere Beschädigung mehrerer Reaktorblöcke nach dem Erdbeben in Japan hat uns in Erinnerung gerufen, wie sehr wir von der Energie-Bereitstellung abhängig sind.

In den Industrieländern sind viele Atomkraftwerke im Einsatz, besonders Frankreich, Russland, Japan erzeugen einen erheblichen Teil an Strom mit diesem Kraftwerkstyp.

Die Japaner sind bekannt für ihre Genauigkeit bei der Arbeit und für ihren hohen technischen Standard. Wie man sieht, waren die Vorkehrungen in den Atomreaktoren für den Fall eines schweren Erdbebens nicht ausreichend.

Dieser Unglücksfall veranlasst viele Leute darüber nachzudenken, ob wir unseren Hunger nach Energie überhaupt ohne Atomkraftwerke decken können.

Die Alternativen:

Wasserkraftwerke sind sauber und liefern erneuerbare Engergie. Jedoch sind die Möglichkeiten für einen weiteren Ausbau begrenzt. Ihr Anteil an der Gesamtenergieerzeugung nimmt daher ab.

Einen großen Anteil liefern die kalorischen Kraftwerke, welche vorwiegend mit Erdgas und Öl betrieben werden. Wir sollten aber nicht vergessen, dass diese Engergieträger auf der Erde begrenzt vorhanden sind, und wir einen wertvollen Rohstoff einfach verheizen. Es sind noch große Kohlevorräte weltweit verfügbar, jedoch ist das Verheizen von Kohle sehr umweltbelastend.

Wenn wir durch das Land fahren, sehen wir viele Windräder zur Stromerzeugung. Je nach Windstärke fällt die Engergie ungleichmäßig an, nicht unbedingt dann, wenn sie benötigt wird.

Ähnlich ist das bei den Foto-Voltaik-Anlagen, welche nur in sonnigen Stunden Strom erzeugen.

Insgesamt liefern die alternativen Formen der Stromerzeugung einen eher kleineren Anteil am Gesamtaufkommen, der möglicherweise nicht beliebig erhöht werden kann.
Neben der Erzeugung von Strom wird Energie noch für viele andere Zwecke, wie Gebäudeheizung und für Fahrzeuge benötigt. In diesen Bereichen spielt Strom (noch) keine große Rolle.

Ich bin gespannt, welche Lösungen für die offenen Fragen in der Engergieerzeugung uns die Techniker anbieten, und welche die Politik überhaupt zulässt. Immerhin wollen wir nicht auf die Annehmlichkeiten des modernen Lebens verzichten.

die Energiefrage