die R1a1 Männer

Die letzten 5 Jahre hat es neue Erkenntnisse gegeben, deshalb schreibe ich auch diesen Aufsatz neu.

R1a1

Central Eurasian – Usbekistan

Central Asian 1

Hier ist eine Karte der Germanischen Stammesgebiete – grob abgeschätzt – man kennt deren DNA nicht. Aber jene Stämme, die südlich der Ostsee gesiedelt haben, dürften mit einiger Wahrscheinlichkeit Träger von R1a1 gewesen sein.

Germanen Gebiete 2

Männer mit der Y-Haplogruppe R1a1 sind die zweitstärkste Gruppe in Europa, ihr Verbreitungsgebiet reicht von Tschechien bis Zentralasien, von Skandinavien bis Indien (auch ausserhalb von diesem Gebiet). Ein Häufungspunkt von R1a1 ist Polen mit einem Anteil von 57 % !

Wo R1a1 entstanden ist, ist nicht endgültig geklärt. Jedenfalls hat ein große Gruppe R1a1-Abkömmlinge vor 8.000 Jahren in der Steppe – heute Russland/Ukraine (Donezk) gelebt. Von dort haben sie sich in mehrere Richtungen ausgebreitet. Dazu hat Eupedia eine neue Karte gezeichnet.


die Karte zum Vergrößern anklicken.

http://www.eupedia.com/europe/Haplogroup_R1a_Y-DNA.shtml#distribution

Es gibt neue Hinweise über den Urspung der Y-Haplogruppe R*. Vor etwa 25.000 Jahren haben Mammut-Jäger in Sibirien gelebt, das war in der letzten Zwischeneiszeit. Von diesem Stamm wurde ein Skelett gefunden, das R* zugeordnet werden kann. Während der letzten Phase der Eiszeit mussten diese Leute in den Süden auswandern und sind wohl über Afghanistan nach Indien gezogen.

Daraus muss R1a1 in den Ländern Indien, Afghanistan oder Iran entstanden sein. Zeitrahmen von 20.000 bis 12.000 Jahre vor der Gegenwart.

Nach der Eiszeit sind die R1a1-Männer wohl nach Zentralasien vorgedrungen, weiter in die Pontische Steppe.

Es wird ein Zusammenhang mit der Ausbreitung der Indoeuropäischen Sprachfamilie diskutiert, ebenso wie bei dem Vordringen der Gruppe R1b1a2 nach Mitteleuropa und Westeuropa, welche ursprünglich vom Gebiet der heutigen Türkei abstammt.

Früher wurde auch ein Zusammenhang mit dem „nordischen“ Menschen gesehen. Dieses Merkmal – blond, blauäugig – ist wahrscheinlich im Ostseeraum entstanden, möglicherweise in Norddeutschland. Es gibt Hinweise dafür, dass die blonde Haarfarbe bei den Menschen im Ostseeraum schon vorhanden war, bevor die Indogermanen dort angekommen sind.

Die ersten Vertreter einer bestimmten Haplogruppe werden zwar ein bestimmtes Aussehen gehabt haben. Jedoch ist das Aussehen nicht an das Y-Chromosom gebunden, diese Informationen sind auf anderen Chromosomen gespeichert.

Beweise sind selten in diesem Wissensgebiet. In den Gräbern von Eulau (Sachsen-Anhalt) wurden aber einige männliche Skelette gefunden, etwa 4.400 Jahre alt, welche die y-Haplogruppe R1a1 hatten. Somit ist bewiesen, dass sie vor 4.400 Jahren schon bis dorthin (Mittteleuropa) gekommen sind.

Gräber von Eulau

Indogermanen europa - stark vermischt

Der erste Eintrag in dieser Graphik betrifft wahrschein die Skelette von Eulau (nicht dezitiert angegeben). Dieser Indogermane hatte 40 % DNA von den Jägern und Sammlern (Alteuropäer), 34 % DNA hatte er von den Ackerbauern der Jungsteinzeit, 23 % DNA hatte er von Asiaten (Nord Eurasien + Sibirien), nur 3 % DNA hatte er von Südasiaten (Indien).

 

Ich bin selber auch ein R1a1-Mann. Meine DNA wurde bei Igenea getestet, zuerst y-DNA 12, dann erweitert auf y-DNA 67, das sollte eigentlich eine genaue Zuordnung zu einer bestimmten Gruppe ermöglichen.

Die Humangenetiker der Firma Igenea haben meine y-DNA den Ostsee-Anrainern zugeordnet. Das wird wohl zutreffen. Nach meinem heutigen Wissensstand haben meine Vorfahren vor 2.000 Jahren noch an der südlichen Ostsee-Küste gesiedelt – und sind im Verlauf der Völkerwanderung nach Mitteleuropa ausgewandert. Der Weg kann nicht nachvollzogen werden. (Zwischenaufenthalt am Schwarzen Meer ist möglich).

ein link zu einer russischen Haplotree Site:
http://www.r1a.org/2.htm

Ergänzung am 18.02.2016 um 14:50:

Ich habe eine Rekonstruktion einer Frau der Jäger und Sammler aus dem Mesolithikum aus Schweden gesehen, die hatte schon blonde Haare. Wenn das zutrifft, waren die blonden Haare schon vorhanden, bevor die Indogermanen angekommen sind.

Ich habe keine Sammlung von Bildern der heutigen Schweden, würde aber meinen, dass da nicht so viel Unterschied zu dieser Jägersfrau und Sammlerin besteht, welche vor 8.000 Jahren in Schweden gelebt hat (ich meine die Rekonstruktion).

Im Vergleich dazu ein altes Bild eines Sami aus Norwegen, hier ist kein großer Unterschied zu der Jägerin aus dem Mesolithikum.

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das war der ursprüngliche Aufsatz:

Central Eurasian – Usbekistan

Central Asian 1

central eurasian

Hier ist eine Karte der Germanischen Stammesgebiete – grob abgeschätzt – da könnt ihr selber darüber nachdenken, welche davon R1a-Germanen und welche davon R1b-Germanen waren 😉

Germanen Gebiete 2

Männer mit der y-Haplogruppe R1a1 sind die zweitstärkste Gruppe in Europa, ihr Verbreitungsgebiet reicht von Tschechien bis Zentralasien, von Skandinavien bis Indien (auch ausserhalb von diesem Gebiet). Ein Häufungspunkt von R1a1a ist Polen mit einem Anteil von 57 % !

Nach meinem neuesten Informationsstand ist diese Gruppe in Südasien entstanden, das kann von den Varianten der Untergruppen von R1a1 abgeleitet werden, die auch heute noch dort anzutreffen, sind. Das Alter wird mit 10.000 bis 18.000 Jahren eher ungenau angegeben, die letzte Eiszeit war etwa vor 20.000 bis 12.000 Jahren.

Früher wurde der Ursprung in Zentralasien (oder Westasien) angenommen. Während der letzten Eiszeit war in Zentralasien wahrscheinlich eine menschenleere Grassteppe oder Tundra, sodass diese Annahme eher unwahrscheinlich ist.

Ausgehend von der Entstehung in Südasien kann angenommen werden, dass sie nach dem Ende der Eiszeit über das Gebiet von Afghanistan, Iran nördlich vorgedrungen sind und auf diesem Weg Zentralasien, Kaspisches Meer, Schwarzes Meer erreicht haben. Der weitere Weg wird wohl in der Osthälfte Europas, bis in den Ostseeraum und nach Skandinavien geführt haben.

Es wird ein Zusammenhang mit der Ausbreitung der Indoeuropäischen Sprachfamilie diskutiert, ebenso wie bei dem Vordringen der Gruppe R1b1b2 nach Mitteleuropa und Westeuropa, welche ursprünglich vom Gebiet der heutigen Türkei abstammt.

Früher wurde auch ein Zusammenhang mit dem „nordischen“ Menschen gesehen. Dieses Merkmal – blond, blauäugig – ist wahrscheinlich viel später vor etwa 5.000 Jahren im Ostseeraum, möglicherweise innerhalb der Gruppe R1a1 entstanden.

Die ersten Vertreter einer bestimmten Haplogruppe werden zwar ein bestimmtes Aussehen gehabt haben. Jedoch ist das Aussehen nicht an das y-Chromosom gebunden, diese Informationen sind auf anderen Chromosomen gespeichert.

Beweise sind selten in diesem Wissensgebiet. In den Gräbern von Eulau (Sachsen-Anhalt) wuden aber einige männliche Skelette gefunden, etwa 4.400 Jahre alt, welche die y-Haplogruppe R1a1 hatten. Somit ist bewiesen, dass sie vor 4.400 Jahren schon bis dorthin (Mittteleuropa) gekommen sind.

Ich bin selber auch ein R1a1-Mann. Meine DNA wurde bei Igenea getestet, zuerst y-DNA 12, dann erweitert auf y-DNA 67, das sollte eigentlich eine geaue Zuordnung zu einer bestimmten Gruppe ermöglichen.

Die Humangenetiker der Firma Igenea haben meine y-DNA den Wikingern (Ostsee-Anrainer) zugeordnet. Ich habe die Werte auch in die Russische Datenbank eingetragen. Die russischen Fachleute stellten aber fest, dass meine y-DNA zu keiner der neueren europäischen R1a1-Linien passt. Sie ordneten meine y-DNA als „central-eurasian“ ein.

Wie ist mein Vorfahre wohl in den Donauraum gekommen ? Da sind mehrere Varianten möglich. Im Verlauf der Völkerwanderung sind Stämme von der südlichen Ostseeküste nach Mitteleuropa eingewandert. Ebenso sind die Ostgoten von der Schwarzmeerküste nach Mitteleuropa eingewandert, die ursprünglich ebenfalls von der Ostsee gekommen sind.

ein link zu einer russischen Haplotree Site:
http://www.r1a.org/2.htm

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die R1a1 Männer

12 Gedanken zu “die R1a1 Männer

  1. Hallo
    Ich bin auch ein Mann aus der Y-DNA R1a1 Gruppe.
    Mein Vater war Türke.
    Dessen Vater (Mein Großvater) ist in Bulgarien geboren.
    Habe auch über Iginea den Y-DNA 12 Test machen lassen.
    Werde aber noch weitere machen lassen.
    Interessant ist,das das Aussehen wirklich nichts damit zu tun hat.
    Mein Großvater und Vater sahen Kaukasisch aus.Als ob es Männer aus den Kaukasischen Stämmen wären (Georgier etc…)
    Ich selber sehe Eurasisch aus,total anders.
    Wurde von Pakistanern auch schon als Usbeke aus Pakistan verwechselt.
    Könnte sehr gut in Zentral Asien leben.Man würde mich als Zentralasiatisch-Russischer Abstammung einstufen.
    Ich hatte auch als Baby den sogenannten Mongolenfleck.

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  2. Ich bin dafür, dass die DNA-Daten zur Kriminalitätsbekämpfung gespeichert werden, falls diese von der Polizei, den Gerichten oder anderen Behörden erhoben werden.

    Jene DNA-Daten zur Aufklärung der Abstammung sind rechtlich Privateigentum von Personen. Sie sind auch nicht ausreichend für oben genannten Zweck.

    Für kriminaltechnische Untersuchungen sind autosomale STR, bzw. Microsateliten Untersuchung der DNA wichtig. Für genetische Aufklärung wird hingegen die mt-DNA (mütterliche Linie) und die Y-DNA bestimmt.

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  3. Ich weiß schon – dass Polen einen sehr hohen R1a1a Anteil hat – 57 %.

    Aber die Ergebnisse und Zuordnungen sind derzeit in Überarbeitung. Einige Experten vermuten jetzt bei mir eine Abstammung von den Rugiern – wie gesagt, das ist nur eine Vemutung.

    Einige sehr genaue Tests über meine Y-DNA laufen derzeit, ein Ergebnis ist etwa in 2 Monaten zu erwarten.

    Übrigens spreche ich nicht Polnisch, ein wenig Russisch 😉 kak delo ?

    gruss decordoba

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  4. Hi,

    kleiner update, die Germanen wohnten mehrheitlich auf heute Osteuropäischem Gebiet. M458 ist überall verbreitet und wohl etwas älter, wanderung zum pontus in den Yamnahorizont, mögliche nähe auch zum orient, vielleicht waren die mitanni näher damit verwandt.

    Älteste linie ist 4750 Jahre alt. Die noch ältere vom Balkan existiert wohl nicht mehr oder vielleicht noch irgendwo in den versteckten bergecken.
    Ableger sind wohl die polnische/baltische/slawische Z280 die um 2000 BC entstand und Z284 die Skandinavier (Svear, Dänen). Sie kommen aus der dt. Tiefebene, Schnurkeramiker. Ein Teil assimiliert in LBK.
    Die russisch/polnischen Zuordnungen als Slawisch sind ein Witz, deine vorfahren waren warscheinlich sueben, vandalen, drevanen (die waren auch mal Germanen) oder gothen.
    Slawen gibt es erst seit 600 AD. Echte Skythen haben andere Mutterlinien. Krasnojarsker Kurgane, das waren wohl Verwandte.
    Polen, Balten, Slawen, Bulgaren, Vinca, Varna das ist im Prinzip ein kontinuum R1a + I, ca. vor 11.000 Jahren gemeinsam aus Anatolien über den Balkan eingewandert.
    Von dieser Balkan-Urlinie stammen wohl auch die Indoarier ab. Sehr unmoralisch aber ist nunmal so.

    das ist also ne alteuropäische linie, hat die Kuh und ne Menge Haustiere nach europa gebracht, aber keinen Weizen.
    Die hatten längst ne Sprache, höchstwarscheinlich ein protogermanischer vorläufer mit lithauer akzent, sowas in der art.
    ob es überhaupt je indoeuropäischen mischmasch gab ist eher unwarscheinlich. ist mehr der moderne multikulti-glauben.
    die kelten waren wohl sehr kriegerisch, die LBK-ötzis sind jedenfalls massiv reduziert worden und varna kultur ging auch mit drauf.

    Keine urheimat in der Ukraine/pontus, die Ukrainer sind genauso alt wie alle anderen.

    Dann von einwandernden LBK (Ötzi) verdrängt (die ihrerseits von den Kelten verdrängt wurden). Wanderung nach Ost und wieder zurück um 1500-1300 BC, kleine schlacht an der tollense.

    Inzwischen waren die kelten da, seitdem ist alles was sie finden keltisch, weil die Steppencowboys sind mal durch europa gelaufen sind..lol.

    R1a & I haben Stonehenge gebaut. (ist auch nicht „urkeltisch“). Daneben liegt nen Bogenschütze aus den Alpen. Offensichtlich hatten die sich vor den LBK massiv über Europa ausgebreitet.

    empfehle Haarmann: Donauzivilisation um mal nen einblick in das niveau zu bekommen.
    Aber man darf das durchaus kritisch sehen.
    die nordausdehnung wurde da leider nie berücksichtigt.

    ps: dein Vikinger müsste grüne augen haben, dann stimmts. Blau sind offenbar R1b. R1a sind die grünen.

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  5. Der Ursprung von Stonehenge dürfte auf die La-Hoguette Kultur zurückgehen, das sind jene Leute die von Afrika kommend über Spanien, Frankreich zur Zeit der Bandkeramiker vorgedrungen sind. Die hatten auch Ackerbau, jedoch dürfte die Viehhaltung eine größere Bedeutung gehabt haben, als die der LBK.

    Ich habe keine Anhaltspunkte darüber, welche Y-Haplogruppen diese Leute mitgebracht haben.
    R1a Leute waren sicher keine dabei.

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  6. Ich habe keine neuen Erkenntnisse bezüglich meiner R1a1a Linie. Die letzten info waren von Spezialisten aus Polen. Sie haben im R1a1 Projekt eine neue Gruppe eröffnet, bestehend aus 3 Personen (ich selber und 2 Männer aus den USA, welche aus Ungarn abstammen).
    = Austrian/Hungarian Cluster.

    Es wurde auch die Herkunft aus Gebieten an der Ostseeküste diskutiert, weil eine hohe Ähnlichkeit zum Prussian/Pommerian Cluster besteht.
    möglicherweise Rugier, sie kamen von dort und waren gegen Ende des Römerreiches schon in Österreich.

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  7. Mein letzter Informationsstand über meine Y-DNA

    Die Russen haben meine Y-DNA der Gruppe Baltic-Karpathian zugeordnet, ebenso die beiden US-Amerikaner, die von Ungarn abstammen.

    Wenn man sich die Verteilung auf der russischen Karte anschaut, sind Personen mit dieser DNA vorwiegend auf die südliche Ostseeküste, Polen, auch das Baltikum verteilt, einige in Finnland, Tschechien, Österreich, Weißrussland, Ukraine.

    https://www.google.com/maps/d/viewer?ll=56.059372%2C28.850391&spn=26.919549%2C76.420312&ptab=2&hl=en&oe=UTF8&msa=0&source=embed&ie=UTF8&mid=1k-I2y1R3BcarumPvDSOeMFu1jIE

    Somit besteht kein Widerspruch zur Einschätzung von Igena als Wikinger-Abstammung. Die Wikinger von England und Schottland sind aus Dänemark, bzw. aus dem Ostseegebiet gekommen. Das war um 1000 n.Chr. – aber 1000 Jahre vorher hatten sie dort auch schon die gleiche Y-DNA – so wie die Wikinger später.

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