die Indogermanen

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(*)

indogermanen

Eigentlich handelt es sich dabei um eine Sprachfamilie, unabhängig von der genetischen Abstammung. Fast alle europäischen Sprachen gehören dazu, weiters einige asiatische Sprachen (im Iran und Indien,…). Die Sprache der Hethiter vor 3.000 Jahren in Kleinasien wird ebenfalls dazugerechnet.

Die Sprachwissenschaftlerin Marija Gimbutas schlug folgende Theorie vor, die Kurgan Kultur im Süden Russlands sei Ausgangspunkt dieser Sprachfamilie gewesen.

Heute wird vor allem das Vordringen der R1a1 Männer im Zusammenhang mit der Ausbreitung der Indoeuropäischen Sprache diskutiert. Für die Osthälfte Europas dürfte das auch zutreffen.

Nach dem heutigen Wissenstand ist die männliche y-Haplogruppe R1a1 in Südasien entstanden und hat sich nach dem Ende der letzten Eiszeit nördlich ausgebreitet. Die Kurgan-Kultur in Südrussland könnte also eine Zwischenstation auf dieser Reise gewesen sein. Von dort sind sie weiter nordwärts bis nach Skandinavien gezogen.

So gesehen könnten die slawischen und germanischen Sprachen ursprünglich von den R1a1 Männern ausgegangen sein.

Es sind aber auch die West- und Südeuropäischen Sprachen indogermanisch. Bis vor 1700 Jahren war dieser Raum aber weitgehend frei von R1a1 Männern, die heute dort lebenden R1a1-Männer sind vorwiegend ein Ergebnis der Völkerwanderung, bzw. stammen von den germanischen Stämmen ab, die in das Römische Reich eingedrungen sind.

Somit ist es sehr wahrscheinlich, dass auch die R1b1a2 Männer eine indoeuropäische Sprache mitgebracht haben. Die R1b Untergruppe R1b1a ist vor maximal 9.000 Jahren in Osten von Kleinasien (heutige Kurdistan) entstanden. Später haben sie den Kaukasus überschritten und sich an der nördlichen Schwarzmeerküste ausgebreitet. Vor 5.500 Jahren sind sie über den Donauraum nach Mitteleuropa vorgedrungen, von dort haben sie ganz West- und Südeuropa unterworfen.

Die Humangenetiker haben inzwischen genung DNA-Analysen von Skeletten und von heute lebenden Männern, dass sie die Karte oben zeichnen konnten. Sie zeigt die Wanderung von R1b.

Ausgehend von dieser Theorie sind Griechisch, Latein und Nachfolgesprachen sowie Keltisch von den R1b Männern ausgegangen. Baskisch ist der letzte Rest von der Alteuropäischen Sprache in Westeuropa. Das waren urspünglich Männer mit der y-Haplogruppe I.

Diese Aussagen sind durch archäologische Befunde kaum zu beweisen. Erst seit der Erfindung der Schrift und den beschrifteten Tontafeln ist eine gesicherte Zuordung möglich. Die Sprachforschung stützt sich auf die heutigen Sprachen, wobei von Keltisch kaum was übrig geblieben ist.

Sollte jemand eine andere Meinung bzw. neue Informationen darüber haben, würde mich ein entsprechender Kommentar freuen.

Ergänzung am 30.05.2016

Hier geht es nicht um die Sprache sondern um die genetische Abstammung der Indoeuropäer/Indogermanen. Mittlerweile sind eine Reihe von Skeletten dieser Gruppe (R1a und R1b) genau ausgewertet. Und es wurde dabei festgestellt, dass diese Männer schon damals stark vermischt waren. Sie hatten etwa 35 – 50 % Gene der westeuropäischen Jäger und Sammler, etwa 40 % von Prehistoric Northern Eurasia, etwa 4 % von Südasien (Indien), die jüngeren Skelette hatten auch ~25 % DNA von den Ackerbauern aus dem Orient. Das geht aus dem Bild unten hervor.

Indogermanen europa - stark vermischt

*) ist das Indogermanisches Aussehen? Das ist die Tschechin Alena Martanovičová – ein Model. Ich klassifiziere sie als Pontid. So könnten die Steppe-Bewohner einst ausgesehen haben, meist werden sie etwas „kräftiger“ dargestellt.

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