das Gold der Alpen

 

So ein Gold-Nugget hätte ich gerne.

In den Alpen gab es viel Gold – gibt es auch heute noch. In den Zentralalpen sind manche Berge mit Pegmatit-Gängen durchzogen. Das sind weiße Gesteinsschichten – etwa 10 bis 20 cm dick – mit hohem Quarzanteil

Bei der Entstehung ist die helle Silikat-Schmelze in die Sprünge des umliegenden Gesteines eingedrungen, darin war das Gold schon angereichert. Beim Auskühlen ist das Gold mit seinem niedrigen Schmelzpunkt zuletzt erstarrt und hat sich manchmal in Form von Nuggets abgelagert.

Die ersten Gold-Sucher hatten ein leichtes Spiel. Sie brauchten nur die Pegmatit-Gänge absuchen, obenauf lag an manchen Stellen viel Gold, das Gestein war verwittert, das Gold war liegen geblieben. Das ist eine Bonanza – nur vom wilden Westen bekannt.

Viel Gold wurde auch von den Bächen und Flüssen abtransportiert, ebenso von den Gletschern der Eiszeit. Wegen seiner hohen Dichte hat es sich in manchen Vertiefungen in den Flüssen abgelagert. Das sind die Sekundär-Lagerstätten. Die Flüsse Salzach, Inn, Donau und Rhein wurden in der Vergangenheit schon sehr gründlich danach abgesucht. So wurde der Tassilo-Kelch von Kremsmünster aus gewaschenem Donau-Gold gefertigt.

In den Überschwemmungsgebieten dieser Flüsse liegen sicher noch Tonnen von Gold, aber das ist unter einer meterdicken Schotterschicht verborgen und daher kaum zu finden. Noch dazu liegt der Schotter teilweise im Grundwasser. Ein Gold-Wäscher kommt da nicht heran 😉

Und einen bergmännischen Abbau – so wie am Klondike in Alaska – wollen wir auch nicht – das würde eine Mondlanschaft hinterlassen.

Ich habe auch ein Metall-Spürgerät und wollte eigentlich in meinem Ruhestand in den Tauern nach Gold suchen.

Am Golde hängt doch Alles – dieser Spruch gilt für mich nicht mehr. Mittlerweile ist mir das zu anstrengend geworden 😉

Tassilo Kelch aus Kremsmünster – sehr alt

Tassilo Kelch 1

Gold Nugget 1

Derzeit werden Probebohrungen nach Gold in Rotgülden, Lungau, Salzburg durchgeführt. Allerdings ist das eine Arsenlagerstätte, und ich kann mir nicht vorstellen, wie die das Gold herausholen, ohne das hochgiftige Arsen in der Umwelt zu verteilen.

http://www.salzburg.com/online/7mal24/aktuell/Goldrausch-im-Lungau—8211–Bohrungen-bis-Oktober.html?article=eGMmOI8VfFbZQOk5xIO8CEDKOVlDtaOJCsSa8fn&img=&text=&mode=

Auripigment Arsenerz

Auripigment Arsenerz 1

Tauern Gold Rauris

Gold Rauris Sonnblick 1

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das Gold der Alpen

Ein Gedanke zu “das Gold der Alpen

  1. Ein für mich erfreulicher Blogbeitrag.

    Chemie war in der Schule für mich das Lieblingsfach, und Mineralien sammelte ich (in bescheidenem Maße) auch. Ach ja … Wenn ich eines meiner alten Hobbies wieder aufnehmen sollte, dann am ehesten das hier. (Bierdeckel- und Briefmarkensammeln: diese Zeiten sind für mich vorbei!)

    Einen recht schönen Gruß

    Nobbi

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