Thesen des Jürgen Stark

Jürgen Stark 1

Das ehemalige Mitglied der EZB – Jürgen Stark – verurteilt die EZB Vorgangsweise wegen der progressiven Ausgabe von billigen Krediten an die Banken der EURO Zone.

Dezember und Februar wurden gesamt etwa 1000 Milliarden EURO neues Geld an die Banken ausgegeben. Stark befürchtet eine erhebliche Inflationsgefahr.

Meiner Ansicht nach war das notwendig, um die Finanzsituation von Italien und Spanien zu stabilisieren. Diese beiden Länder sind zu groß, als dass sie von irgendeinem Rettungsschirm aufgefangen werden koennen.

Fuer Griechenland waere es besser, aus der Euro Zone auszuscheiden, sonst kommen sie aus dem Loch nicht mehr heraus. Fuer diesen Fall befuerchte ich einen Domino-Effekt. Griechenland wuerde Italien, Spanien und Portugal mit in den Abgrund ziehen.

So gesehen sind die Massnahmen der EZB + Rettungsschirm richtig. Die Finanzmaerkte und Boersen in Europa haben sich schon beruhigt. Langfristig schaut es freilich nicht so gut aus. Eine milde Inflation von etwa 5 % wuerde nur das kleinere Uebel sein.

Thesen des Jürgen Stark

Der Falll Kampusch – Nachlese

Kampusch 1

Der Fall Kampusch – Nachlese

Ich möchte hier nicht die ganze Geschichte aufrollen – die ohnehin jeder kennt.

Fakt ist:

Die Frau Kampusch hat in den Jahren ihrer Gefangenschaft viel vom Herrn Prikopil gelernt. Sie hat ein Niveau – das einem Abiturienten nicht viel nachsteht.

Die Frau Kampusch hat in den Jahren ihrer Sklaverei – in der Auseinandersetzung mit ihrem Sklavenhalter eine gereifte, starke Persönlichkeit entwickelt.

Sie hatte ein Gefühl der Überlegenheit ihrem Peiniger gegenüber – der hatte eine labile Persönlichkeit – und er hat sich selbst gerichtet.

Ich habe Respekt vor ihr – und die Verschwörungstheoretiker sollten sie endlich mit ihren Unterstellungen in Ruhe lassen.

Der Falll Kampusch – Nachlese

2 Arbeiter in Ofen verbrannt

fire goddess 1

In Lend – Salzburg – sind gestern 2 Arbeiter in einem Vorheizofen der Aluminium-Schmelze bei Wartungsarbeiten verbrannt.

Ich habe selber als Schichtmeister in der Chemischen Industrie gearbeitet. Auch bei uns musste oft ein Mann in einen Kessel einsteigen. Für solche Tätigkeiten musste eine umfangreiche Prozedur an Sicherungsarbeiten durchgeführt werden.

1) Der Meister erteilt den Arbeitsauftrag und stellt einen Freigabeschein aus – wo alle Bedingungen angeführt sind

2) Alle Zuleitungen abgeblindet, Rührwerk abgesperrt, Sicherungen gezogen, Sicherungsposten anwesend, Leinensicherung + Frischluftzufuhr notwendig,…

3) Der Arbeiter steigt in den Kessel ein, der Sicherungsposten muss vor der Kessel Öffnung stehenbleiben und die Arbeit überwachen.

4) Wenn die Arbeit beendet ist, werden die Sicherheitsvorkehrungen zurückgebaut, nach Kontrolle durch den Vorarbeiter erteilt der Meister die Anweisung zum Anfahren.

In dem vorliegenden Fall haben die Arbeiter überhaupt keine Sicherungsvorkehrungen getroffen.

1) Sie haben die Ofentür nicht mechanisch blockiert.

2) Sie haben den Hauptschalter nicht abgesperrt.

3) Mängel in der Befehlskette, Informationsmängel,…

4) Ein Staplerfahrer schließt die Ofentür ohne Kontrolle und heizt ein.

2 Arbeiter in Ofen verbrannt

Geschichte der Goten 2

R1a1

Nach dem römischen Geschichtsschreiber Tacitus lebten an der Südlichen Ostseeküste an den Ufern der Weichsel die Gotonen.
Aus dem Namen lassen sich Wurzeln in Schweden ableiten – Gotland und Göteborg.

Nach der Zeitwende wanderten die Goten wegen Übervölkerung und drohender Hungersnot Richtung Südosten aus. Wie weit noch andere Völker mit ihnen mitzogen, wie viele von ihnen zurückblieben, ist Spekulation. Jedenfalls müssen sie auf ihrem Weg auch Slawisches Siedlungsgebiet durchquert haben, ebenso das der Burgunder und Markomannen.

Bereits um 200 n.Chr dürften sie in der Ukraine bzw. an der Schwarzmeerküste gesiedelt habe, dort hatten sie Kontakt mit den örtlichen Reitervölkern.

Um 370 drangen die Hunnen in das östliche Siedlungsgebiet der Goten ein und besiegten diese. Die Kriegstechnik der Hunnen mit Reitern, Pfeil und Bogen, war den Gotischen Kriegern überlegen. So wurden die Ostgoten zu Vasallen der Hunnen und mussten sie in deren Kriegszügen begleiten.

Die Goten im westlichen Siedlungsgebiet flüchteten vor den Hunnen, drangen in das Römerreich ein und wurden Verbündete der Römer. Auf diese Weise entstanden die Westgoten. Später siedelten sie im südlichen Frankreich.

Der Hunnenkönig Attila zog mit den verbündeten Ostgoten und anderen Vasallenvölkern im Donauraum nordwestwärts ebenfalls nach Frankreich. Die Schlacht auf den Katalaunischen Feldern konnte er nicht für sich entscheiden. So musste sich sein Heer zurückziehen.

In der Folge siedelten die Hunnen und Verbündete in Ungarn, wo deren König Attila bald starb. Nach kurzer Zeit konnten die Gepiden und Ostgoten die hunnische Herrschaft abschütteln und drangen ihrerseits mit ihrer Streitmacht in Italien ein. Nach langen Kämpfen besiegten sie Odoaker und errichteten 488 das Ostgotenreich auf römischem Gebiet.

In der Folge siedelten die Ostgoten und deren Verbündete (Reste der Hunnischen Streitmacht) von Italien und nördlich der Alpen bis zur Donau. So gesehen sind sie auch Vorfahren der Baiern und Österreicher.

Anmerkung: das Ostgotenreich endet um 550 – sie gerieten unter Kontrolle der Franken – aus Italien wurden sie von oströmischen Truppen vertrieben. Und das Grab des Gotenkönigs Theoderich in Ravenna ist leer.

Der Römische Geschichtsschreiber Jordanes hat die Geschichte der Goten – die Getica – aufgeschrieben, doch ist unklar, wie weit er selber dazugedichtet hat. Jedenfalls stammten seine Informationen aus der mündlichen Überlieferung und sind somit eine Legende. Vorlage für ihn waren Bücher von Cassiodorus, die aber nicht erhalten sind.

Ein Vergleich – die Bibel:
In der Genesis und Exodus ist auch der Werdegang der Israeliten beschrieben. Und die weit zurück liegenden Begebenheiten sind eine Legende (Sintflut, ägyptische Plagen,…)

Geschichte der Goten 2

Kath kauen

Kath 1

Im Jemen und in Ostafrika wird gerne Kath gekaut. Die grünen Blätter des Kath Strauches sind eine Droge. Die darin enthaltenen Wirkstoffe verleihen ein übersteigertes Selbstbewußtsein und machen aggressiv, bzw. verleiht ein allgemeines Wohlgefühl und Fröhlichkeit.

Die Wirkstoffe sind Cathin ein Amphetamin und Norephedrin,…

Wegen der hohen Preise pflanzen die Bauern lieber Kath an, als andere Agrarprodukte. Die Bewässerung verschlingt viel Wasser. Im Jemen müssen deswegen viele Lebensmittel eingeführt werden.

In den meisten Ländern Europas ist es verboten, aber es wird immer wieder versucht, mit dem Flugzeug einige Tonnen der grünen Blätter etwa nach Holland zu bringen, von dort wird es in die Abnehmerländer geliefert, Käufer sind Migranten aus Ostafrika.

Nach Islamischen Recht sind alle Drogen nicht erlaubt, so ist es in Saudi-Arabien verboten (haram). Die anderen Länder haben das zurechtgebogen und den Genuss gerechtfertigt.

Kath kauen

Die Betelnuss

Betelnuss 27

In Indochina und Indien wird gerne die Betelnuss gekaut. Es ist der Samen der Betel-Palme, die Frucht ist etwa so groß wie eine Zwetschke, verwendet wird der Kern.

Die Betelnuss ist eine Droge – enthält Alkaloide – und ist giftig. Die Konsumenten bekommen davon einen milden Rauschzustand – es ist aufputschend, verdrängt die Müdigkeit und dämpft den Hunger.

Meine Schwiegermutter kaut das Zeug von früh bis spät. Sehr schädlich kann es nicht sein – immerhin ist sie 87 Jahre alt – aber sehr dünn – nur Haut und Knochen.

Zubereitung:

Auf ein Pfefferblatt (vom Betelpfeffer) kommt eine paprika-rote Kalkpaste, etwas Kautabak und die zerstampfte Betelnuss. Diese Zubereitung wird in dem Pfefferblatt eingerollt und gekaut. Der Speichel und die Zähne werden davon rot gefärbt.

Es schmeckt grauenvoll, deswegen ist es unwahrscheinlich, dass Europäer davon süchtig werden.

Die darin enthaltenen Stoffe haben nicht nur eine anregende und stimmungsaufhellende Wirkung – stärker als Kaffee, sie greifen auch das Zahnfleisch und die Zähne an.

Leute, die das jahrzehntelang gekaut haben, weisen ein ruiniertes Gebiss auf.

Anmerkung: die Betel-Früchte werden an Tiere als Medizin verfüttert, soll gegen Darmparasiten schützen.

Anmerkung 2: in Thailand wurden ~6000 Jahre alte Betelbissen gefunden. >Verwendung schon seit der Jungsteinzeit.

die Frucht der Betelnuss – von der Betelnuss-Palme

Die Betelnuss