Die Betelnuss

Betelnuss 27

In Indochina und Indien wird gerne die Betelnuss gekaut. Es ist der Samen der Betel-Palme, die Frucht ist etwa so groß wie eine Zwetschke, verwendet wird der Kern.

Die Betelnuss ist eine Droge – enthält Alkaloide – und ist giftig. Die Konsumenten bekommen davon einen milden Rauschzustand – es ist aufputschend, verdrängt die Müdigkeit und dämpft den Hunger.

Meine Schwiegermutter kaut das Zeug von früh bis spät. Sehr schädlich kann es nicht sein – immerhin ist sie 87 Jahre alt – aber sehr dünn – nur Haut und Knochen.

Zubereitung:

Auf ein Pfefferblatt (vom Betelpfeffer) kommt eine paprika-rote Kalkpaste, etwas Kautabak und die zerstampfte Betelnuss. Diese Zubereitung wird in dem Pfefferblatt eingerollt und gekaut. Der Speichel und die Zähne werden davon rot gefärbt.

Es schmeckt grauenvoll, deswegen ist es unwahrscheinlich, dass Europäer davon süchtig werden.

Die darin enthaltenen Stoffe haben nicht nur eine anregende und stimmungsaufhellende Wirkung – stärker als Kaffee, sie greifen auch das Zahnfleisch und die Zähne an.

Leute, die das jahrzehntelang gekaut haben, weisen ein ruiniertes Gebiss auf.

Anmerkung: die Betel-Früchte werden an Tiere als Medizin verfüttert, soll gegen Darmparasiten schützen.

Anmerkung 2: in Thailand wurden ~6000 Jahre alte Betelbissen gefunden. >Verwendung schon seit der Jungsteinzeit.

die Frucht der Betelnuss – von der Betelnuss-Palme

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Die Betelnuss

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