Endstation Afrika

Medinawurm 1

Vor vielen Jahren lebte ein junger Mann in Innsbruck und war in Ausbildung zum Goldschmied. Das war verwunderlich, weil er aus einer Famile der Sozialen Unterschicht stammte. Sein Vater war Zuhälter, seine Mutter kam mit dem Rest der Familie gerade so über die Runden. Gegen Ende der Ausbildung geriet er in die Drogenszene und arbeitete nicht mehr viel, Beschaffungskriminalität war seine Hauptbeschäftigung.

Einige Jahre später verschlug es ihn nach Zentralafrika. Die Ansteckung mit Parasiten ist in diesen Ländern leicht moeglich.

Er fühlte sich zunehmend krank und abgeschlafft, irgendwie gelang ihm die Rückkehr nach Oesterreich. Er konsultiere einen Arzt nach dem Nächsten, eine Klinik nach der Anderen. Die Ärzte sahen zwar seinen schlechten Zustand, konnten seine Symptome aber keiner bekannten Krankheit zuordnen. Deswegen bekam er ausser Antibiotika und Schmerzmittel keine passenden Medikamente.

So litt er jahrelang dahin – es wurde immer schlimmer. Zu seinen koerperlichen Beschwerden kamen auch noch Depressionen.

Schließlich setzte er seinem Leben mit Gift ein Ende. Bei der Obduktion brauchten die Pathologen nicht lange suchen. Seine gesamten Eingeweide waren von Würmern zerfressen.

Dann sagten sie: „Gut – der hätte ohnehin nicht mehr lange gelebt !“

Ergänzung am 11.06.2017

Das ist der Herzwurm vom Hund, er kann den Menschen auch befallen. Allerdings ist der Mensch ein Fehlwirt, die Microfilarien des Herzwurmes sammeln sich anderswo, etwa in der Lunge, dort bilden sie Einschlüsse bis 2 cm Durchmesser. Sie sind in der Lunge verkapselt und werden nicht operativ entfernt.

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