Die Y-Haplogruppen in Europa

Die Y-Haplogruppen in Europa:

Ein sehr bekannter Rassentheoretiker hat eine Auflistung dieser Gruppen in Europa erstellt, mit der ich nur teilweise einverstanden bin. Deshalb schreibe ich meine eigene Liste nach meinem Wissenstand 2012.

I1 Alteuropäer Schon vor der letzten Eiszeit in Europa anzutreffen, haben sich nach der Eiszeit als Erste wieder nach Norden verbreitet und sind heute vorwiegend in Skandinavien und Norddeutschland anzutreffen, aus dem restlichen Europa wurden sie verdrängt (bis auf einen geringen Anteil).

I2a Abspaltung aus I1 auf der Balkanhalbinsel während/nach der letzten Eiszeit, auf dem Balkan (Illyrer?) und in Russland

I2b Abspaltung aus I1 im Raum von Norddeutschland.

R1a Indogermanen in der Osthälfte von Europa. Slawen und Germanen, die rund um die Ostsee gesiedelt haben, auch in Skandinavien, während der Völkerwanderung sind dortige Stämme nach Mittel- West- und Südeuropa eingewandert (Goten,..).

R1b Indogermanen in der Westhälfte von Europa. Kelten, teilweise Romanen, teilweise Germanen (in Westdeutschland).

G2a Kaukasier im Kaukasus, Türkei, in den Alpen, Sardinien. Armenier, Georgier, Türken (alt-anatolisch).

J2 Orientalide (nördilche Gruppe) Iraker, Kurden, Syrer, Juden

J1 Orientalide (südliche Gruppe) aus der arabischen Halbinsel kommend. Araber, Jordanier, Juden.

E1b1b Nordafrikaner, Phönizier, teilweise Juden. Sind während der Jungsteinzeit über den Balkan (Griechenland, Albanien) nach Mitteleuropa eingewandert, erste Ackerbauern in Europa. (*)

Ich würde gerne mit euch die Aussagen dieser Tabelle diskutieren.
Manches ist noch unklar, vieles ist umstritten. Es kommen aber auch noch neue Erkenntnisse dazu.

Anmerkung: die weiblichen Linien sind genau so wichtig, sind definitionsgemäß in dieser Tabelle nicht enthalten. Etwa 80 % der weiblichen Linien waren bereits vor der letzten Eiszeit in Europa vorhanden und sind also alteuropäisch.

Anmerkung vom 02.05.2017

Die E1b1b-Nachfahren sind bereits im Mesolithikum auf den Balkan vorgedrungen (heute Griechenland und Albanien). Das war bald nach der letzten Eiszeit – und das waren noch Jäger und Sammler. Als erste Ackerbauern in Europa gelten heute die G2a Abkömmlinge aus Anatolien. Wahrscheinlich vermischten sich diese Ethnien im Verlauf der Jungsteinzeit, aber das ist bislang nicht nachweisbar. Es wird weitere Auswertungen der alten Skelette geben, wodurch die Autosomale DNA aufgeklärt wird. Das lässt gewisse Rückschlüsse auf die Vermischung der Ethnien zu.

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