Herkunft der Österreicher

Vor und während der Römerzeit siedelten die Kelten in Österreich. Das war keine homogene Bevölkerung.

Es wird auch von einer keltischen Oberschicht berichtet (Indogermanen, welche in der Bronzezeit über den Donauraum eingewandert sind). Der Rest waren Nachkommen von Einwanderern aus dem Balkan (Illyrer), von Neolithikern aus der Jungsteinzeit – und von den Mesolithikern, deren Vorfahren schon während der Eiszeit in Südeuropa gelebt haben.

Während der Römerzeit kamen römische Soldaten und eine begrenzte Anzahl von Zivilpersonen, welche sich nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches weitgehend nach Italien zurück gezogen haben. Es fehlte der militärische Schutz und die Versorgung mit Gütern aus Italien (Olivenöl).

Unmittelbar nachher nahmen germanische Völker das Land südlich der Donau in Besitz. Das war kein einheitliches Volk und setzte sich zusammen aus den Ostgoten, den Rugiern, den Herulern und weiteren Völkern im Gefolge der Ostgoten. Die Mehrzahl dieser Zuwanderer sind aus dem Ostsee-Raum gekommen. Sie wurden als Bajuwaren bezeichnet, wobei der Ursprung unklar ist, und wovon dieser Name abgeleitet ist.

Das Land war keinesfalls menschenleer, es wohnten hier die Kelten aus der Römerzeit. Wahrscheinlich haben ihnen neuen Landesherrn die größeren Bauernhöfe weggenommen.

Etwa 100 Jahre später zogen die Slawen in die Osthälfte Österreichs (Wenden). Sie kamen im Gefolge der Awarischen Streitmacht, sie waren möglicherweise verbündet mit den Awaren. Die slawische Sprache hat sich mit der Ausnahme von Kärnten nicht gehalten. Daraus kann man schließen, dass neben den Slawen auch Bajuwaren gesiedelt haben, das war ein gemischtsprachiges Siedlungsgebiet.

Etwa zur gleichen Zeit wurden die Bajuwaren von den Franken zur Gefolgschaft gezwungen (unterworfen). Es ist nicht bekannt, in welchem Ausmaß die Franken auch Bauernhöfe übernommen haben. Es deuten die Maierhöfe und Ortsnahmen auf eine fränkische Landnahme (Frankenburg, Altheim, Ludham).

Während dem Mittelalter wurden einige Urwälder in den hügeligen Gebieten gerodet. Das dürfte an der Bevölkerungs-Zusammensetzung nicht viel geändert haben, weil die Neu-Siedler aus dem Gebiet von Österreich, Deutschland, (Tschechien, Italien?) gekommen sind.

Zusammenfassend kann man sagen, dass sich die Zusammensetzung der Bevölkerung seit dem frühen Mittelalter kaum geändert hat. Erst im letzten Jahrhundert der Kaiserzeit gab es nennenswerte Zuwanderung aus den Kronländern nach Wien.

Diesen Aufsatz habe ich am 08.05.2017 geändert und an meinen aktuellen Informationsstand angepasst.

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