Die Entstehung Europas in der Geologie

Der erste Teil von Europa war der Urkontinent Baltica. Das ist heute ein Teil von Europa im Norden und Osten. Davon befindet sich noch die Baltische Platte an der Erdoberfläche. Westlich davon ist diese Landmasse von Sedimenten überschichtet.

Im Zeitabschnitt Silur des Paläozoikums kam es zur Kollision von Laurentia und Baltica und als Folge davon zur Kaledonischen Gebirgsbildung. Das sind in Europa die Gebirge in Irland, Schottland, Norwegen. Auf der Westseite der Kaledonischen Gebirge befand sich die Landmasse vom heutigen Nordamerika.

Die kaledonischen Gebirge wurden abgetragen. Es lagerte sich auf dem Tiefland ein roter Sandstein ab, weiter östlich waren das Meeresablagerungen im Flachwasser. Das ist der nördliche Teil von Mitteleuropa bis an die Küste.

Die Landmasse vom Mikrokontinent Avalonia hatte sich bereits im Ordovizium an Baltica angelegt, das war später West und Mitteleuropa.

Im Zeitabschnitt des Devon lagerte sich der Mikrokontinent Armorica an das südliche Laurussia an. Dieser war Teil des Hun-Superterran, welcher sich in früheren Zeiten von der Landmasse Gondwana abgetrennt hatte. Das umfasst heute ein Gebiet vom Atlantik in Westeuropa über das südliche Mitteleuropa bis auf den Balkan.

Im Zeitabschnitt des Karbon prallte der Urkontinent Gondwana auf den Urkontinent Larussia, und es entstand das Variszische Gebirge in Mitteleuropa, – es wurde aufgefaltet. Nun waren alle Landmasen zum Superkontinent Pangaea vereinigt. Damals gab es eine Eiszeit, und die Polkappen waren vergletschert, besonders ausgeprägt rund um den Südpol. Deswegen war der Meeresspiegel tief. Auf dem Flachland entstanden Sümpfe, wo die Steinkohle-Wälder wuchsen. Das ist heute das Gebiet vom Ruhrgebiet bis England und Wales.

Das war im Unterkarbon vor 356 Millionen Jahren, die Landmassen von Europa lagen damals in der Nähe des Äquators.

Auch das Variszische Gebirge wurde abgetragen, die Sedimente wurden im Tiefland abgelagert und von den Flüssen in das Meer transportiert, die Küstenabschnitte zugeschüttet. Südlich von Larussia (hier ist das Gebiet südlich von Europa gemeint) befand sich das Paleo-Tethys-Meer.

Während dem Zeitabschnitt Jura im Mesozoikum bildeten sich mächtige Ablagerungen von Kalkstein im Tethys-Meer, bestehend aus den Kalkschalen von Meerestieren, den Korallenstöcken, weiters setzte sich Kalkstein als chemisches Sediment ab. Das passiert, wenn sich die Kohlensäure im Wasser vermindert.

In der Kreidezeit prallte die Afrikanische Platte erneut auf das Festland von Europa. Es kam zur Auffaltung der Alpen, die über das Tertiär und bis heute andauert. Die Kalk-Sedimente aus dem ehemaligen Tethys-Meer wurden auf das Festland geschoben, wo sie heute die Alpen überlagern. Unter diesen Kalk-Gebirge liegen deutlich jüngere Sedimente.

http://www-sst.unil.ch/research/plate_tecto/alp_tet_main.htm#Introduction

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Im Zeitalter des Perm waren alle Landmassen zu Pangaea vereinigt. Teile des heutigen Europa sind etwa in der Mitte des Bildes unter dem Namenszug PANGEA verborgen.

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http://pin.it/QmWe7co

pangaea-26

Quelle: Pinterest

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