Anarchie und Bürgerkrieg

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Im Jahr 2014 kam es in der Ostukraine zur Proklamation der Volksrepubliken Donezk und Lugansk. Die Regierung in Kiew wollte diese Abspaltung nicht hinnehmen und mit militärischer Gewalt verhindern. Im Verlauf dieser militärischen Operation brach die öffentliche Sicherheit zusammen – die Sicherheitskräfte konnten und wollten ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen.

Die dort stationierten Armee-Einheiten blieben inaktiv und liefen teilweise zu den Separatisten über.
Die Polizisten griffen in den Konflikt nicht ein und setzten sich ab, soweit das Vertraute der Zentral-Regierung in Kiew waren.

Die österreichische Bank Raiffeisen International hat in der Ukraine zahlreiche Bankfilialen, auch in der Region Donbass. Während dieser Zeit wurden viele der Bankfilialen überfallen und ausgeraubt. Ein Bankmanager hatte gesagt: „Da drückst du den Alarmknopf – aber die Polizei kommt nicht mehr!“ Unter diesen Voraussetzungen wurden die Bankfilialen im Donbass geschlossen und auch nicht mehr neu eröffnet.

Da beschweren sich die Bewohner, wenn der Bankomat kein Geld mehr ausspuckt. Aber zum Funktionieren des Bankensystems ist notwendig, dass die Polizei die Sicherheit gewährleistet.

Das sollten sich die Leute vor Augen halten, wenn sie die derzeitige staatliche Ordnung in Zweifel ziehen und eine Anarchie fordern (wenngleich man unter diesem Begriff ganz unterschiedliche Zustände verstehen kann).

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