der europäische Sommermonsun

Tiefdruckgebiet

Gewöhnlich kommt im Juni in Mitteleuropa und westlich davon eine Regenzeit von ungefähr dem 10. Juni und dauert bis Mitte Juli. Oft kommen in rascher Abfolge Tiefdruckgebiete aus dem Atlantik über die Britischen Inseln herein und führen zu Dauerregen, der nur durch kurze Schönwetter-Phasen unterbrochen wird.

Auch in der Statistik erscheint der Juni als der regenreichste Monat im Jahr.

Wenn die intensiven Regenfälle bis Ende Juni andauern, ist die Wahrscheinlichkeit schon groß, dass es zu einem verregneten Sommer kommt. In diesem Fall kann die Regenzeit bis in den August andauern, wodurch die Bauern große Schäden beim Getreide erleiden.

Da gibt es die Wetterregel: Regnet es am Siebenschläfer-Tag, der Regen 7 Wochen nicht weichen mag (ist am 27. Juni).

Häufig kommt es zur Schafskälte. Das ist ein Kaltlufteinbruch meist Mitte Juni, der im Gebirge Schneefall bis unter 2.000 Meter bringen kann. Dann stehen die Schafe auf den Almweiden im Schnee, daher der Name. Das kann mehrere Tage andauern.

Die Regenzeit kann durch mehrere sonnige und heiße Tage unterbrochen sein. Es können heftige Gewitter auftreten.

Seit dem Klimawandel ist der Witterungsverlauf nicht mehr so regelmäßig, Abweichungen sind möglich. Aber nur selten ist der gesamte Juni heiß und trocken.

Vergleich mit den Tropen:
In Thailand ist Regenzeit von Mai bis November. Das heißt aber nicht, dass es dauernd regnet. Manchmal regnet es 2 oder 4 Wochen lang gar nicht. Ein andermal regnet es 2 Wochen durch. Das ist langfristig nicht vorhersehbar. Die heftigsten Regenfälle sind im September und Oktober mit Unwettern und Überschwemmungen. Im Atlas sind Temperaturen von 30 bis 35 Grad angegeben. Das ist nur ein Mittelwert. Bei sonnigem Wetter kann es bis zu 40 Grad heiß werden, bei Regen fällt die Temperatur unter 30 Grad.

Manchmal kommt es zu einem trüben Wetter, wobei kaum sichtbare Wolken zu sehen ist. Das könnte auch eine Zone mit schlechter Luft aus Industrie, Autoabgasen, Müllverbrennung sein, die hin und wieder im Großraum Bangkok zu sehen ist. Die schlechte Luft riecht man auch.

Ergänzung vom 03.06.2016

Seit einem Jahr ist der Witterungsverlauf in Mitteleuropa anders, als wir es gewohnt sind. Normal ziehen die Tiefdruckgebiete vom Atlantik herein. Seit einem Jahr ist zu wenig Bewegung im Wetterablauf. Die Phasen mit Hochdruckgebieten und Trockenheit dauern zu lange. Über dem Atlantik befanden sich im Winter mächtige Tiefdruckgebiete, die nicht nach Europa abgedriftet sind. Derzeit liegt ein flaches Tiefdrucksystem über weiten Teilen Europas, das auch seine Lage kaum ändert. Wegen sehr feuchter Luft und labiler Luftschichtung kommt es zu Starkregen und heftigen Gewittern. Normal ist für den Juni ein langdauernder Landregen ohne Gewitter. Aber was ist heute noch normal?

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