VW – die Lösung des Abgas-Problems

Gestern hat VW die Maßnahmen vorgestellt, die bei der Rückrufaktion der betroffenen Autos vorgenommen werden sollen.

Bei den 1,6 Liter-Motoren wird hinter dem Luftfilter ein Plastik-Teil mit einem Gitter eingebaut. Dieser als Luftstrom-Gleichrichter bezeichnete Bauteil soll die Verwirbelung der Luft im Ansaugrohr dämpfen.

Das ermöglicht eine genaue Messung der angesaugten Luftmasse, was für die Motorsteuerung (Regelung) eine wichtige Größe darstellt.

Zitat aus http://www.srf.ch:

Strömungstransformator oder Luftgleitgitter:

Bei der Nachrüstung der 1,6-Liter-Diesel-Motoren soll nach dem Luftfilter ein Luftgleitgitter am Ende eines Kunststoffrohrs angebracht werden. Wie VW mitteilt, wird damit direkt vor dem Luftmassenmesser ein Strömungstransformator befestigt. Das Gitternetz beruhigt den verwirbelten Luftstrom und soll so die Genauigkeit des Luftmassenmessers entscheidend verbessern. Der Luftmassenmesser ermittelt die durchlaufende Luftmasse, die für das Motormanagement ein wesentlicher Parameter für einen optimalen Verbrennungsvorgang darstellt und so den Schadstoffausstoss reduziert.

Weiters wird noch die Software für die Motorsteuerung angepasst, sodass die vorgeschriebenen Abgasgrenzwerte unter den Testbedingungen nicht überschritten werden. Die Parameter für die Motorsteuerung werden geändert (anders gesagt).

Die VW-Techniker versprechen, dass der Verbrauch von Diesel, die Motorleistung und das Drehmoment nur wenig bis gar nicht verändert werden.

Bei den 2 Liter Motoren reicht das Software-Update zur Erreichung der Abgas-Grenzwerte aus.

http://www.srf.ch/news/wirtschaft/nachruestung-mit-luftgleitgitter-erspart-vw-milliardenkosten

Auf SPON wird diese Nachbesserung eher kritisch gesehen:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/vw-abgasskandal-die-schnelle-loesung-weckt-misstrauen-kommentar-a-1064593.html

Wir werden ja sehen, ob die VW-Diesel-Autos nach dem Umbau noch so spritzig und drehfreudig sind 😉

 

Ergänzung am 29.11.2015 um 20:00:

Bei diesen Maßnahmen geht es um die Einhaltung von Stickoxid im Abgas unter Testbedingungen. Diesen Grenzwert werden sie wohl einhalten.

Es gab aber auch Manipulationen beim CO2-Ausstoß. Dieser ist direkt proportional mit dem Kraftstoff-Verbrauch. Wenn man den Motor auf geringen Verbrauch einstellt, sind auch Leistung und Drehmoment niedriger. Von „nix“ wird „nix“! Da werden die VW-Fahrer keine Freude damit haben, wenn die Fahrleistung und Beschleunigung unter geänderten Einstellungen leiden.

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