der Beziehungsstatus

 

Ich habe Kontakte zu Personen aus allen möglichen Ländern über Internet und diverse Plattformen.

Die Leute leben in Nord- und Südamerika, in Japan, Korea, China, Philippinen, Thailand, Indonesien, Indien – in Europa auch Osteuropa, Türkei, seltener in Afrika.

Mir geht es primär um Zeitvertreib, für andere Leute gibt es auch andere Motive.

Eine Frau (in einem europäischen Land lebend) – Mitte 30 Jahre – war für mich eine interessante Chat-Partnerin. Sie hatte einen Sohn im Teenager-Alter und war niemals verheiratet. Sie schrieb, es sei ganz leicht, in den entsprechenden Lokalen, einen geeigneten Mann zu finden und mitzunehmen. Auf diese Weise lebte sie freizügig und musste auf den Sex nicht verzichten, obwohl sie nicht in Partnerschaft lebte.

Irgendwann lernte sie doch einen passenden Mann kennen und lieben. Sie war ganz hingerissen, es war eine Fernbeziehung. Dann habe ich Jahre nichts mehr von ihr gelesen.

Vor kurzem ist mir an ihrem Profil etwas aufgefallen. Eine Aussage,…

So habe ich ihr Profil geöffnet, da stand unter Martial Status zu lesen: divorced

Ja so ist es. Da hat Frau einen passenden Partner gefunden – einen begehrenswerten Mann – das ist schon schwierig genug. Aber noch schwieriger ist es, diesen Mann über mehrere Jahre zu halten.

Es ist doppelt schlimm, wenn sie sogar geheiratet hat, und jetzt nach kurzer Zeit schon wieder geschieden ist.

Heutzutage sind die Ehen nicht mehr für die Ewigkeit gemacht, Beziehungen schon überhaupt nicht.

Ich möchte da niemand kritisieren. Steht jedem/jeder frei, sein Leben passend zu gestalten.

Auf dem Land tun sich die Frauen nicht so leicht damit. Sie können nicht einfach in ein Lokal gehen und von dort einen beliebigen Mann zwecks Vergnügen mitnehmen. Aber es gibt auch auf dem Land Frauen, die gerade an keiner Beziehung interessiert sind, weil ihre Lebensplanung das nicht zulässt (Studentin). Diese Frauen kennen meist einige Männer, die für ein kurzes Vergnügen zu haben sind. Da trifft man sich bei einer Tanzveranstaltung und sieht bald – ob sich da was ergibt.

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der Beziehungsstatus

4 Gedanken zu “der Beziehungsstatus

  1. christahartwig schreibt:

    Die Kontaktmöglichkeiten im und durch das Internet sind einerseits durchaus zu begrüßen, andererseits aber mit Vorsicht zu genießen. So kenne ich inzwischen mehrere Paare, die sich über Online-Plattformen kennengelernt haben und einige meiner besten Freunde habe ich selbst im Netz gefunden, aber es wird auch viel Schindluder getrieben. Gerade gestern erzählte mir meine Tochter, dass eine junge Frau bei Facebook ein Studio-Foto von ihr als eigenes Profilfoto ausgegeben hat. Auf die Aufforderung des Fotografen hin hat sie das Foto zum Glück sofort von ihrem Profil entfernt. Trotzdem fragt man sich, wie oft falsche Tatsachen vorgetäuscht werden.

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    1. Ich kenne nur einen Fall, wo sich die Eheleute über Internet kennengelernt haben. Aber das war keine Dating-Seite, sondern eine professionelle Partnervermittlung. Der Mann ist ein wenig seltsam – Österreicher (ein Nerd), die Frau ist eine hübsche junge Thai-Frau. Die Eltern der beiden heutigen Eheleute haben das arrangiert und die Kosten bezahlt. Heute sind sie (nicht ganz) glücklich verheiratet und haben ein Kind. Sie ist mit ihm nicht zufrieden – wegen seinem seltsamen Verhalten.

      Ich kenne mehrere Geschichten, wo Männer über das Internet Frauen in anderen Ländern alles mögliche versprochen haben. Vor der Übersiedlung der Frau in das Ausland hat sich der Mann anders entschieden. Er hatte eine andere Frau in seiner Umgebung gefunden.

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      1. christahartwig schreibt:

        Die im Netz gestarteten Beziehungen aus meinem Bekanntenkreis sind allesamt nicht auf Dating-Seiten und auch nicht durch mehr oder weniger seriöse Partnervermittlungen zustande gekommen, sondern gemeinsamen Interessen und diesbezüglichen Aktivitäten im Netz zu danken. Und da ist eine gewisse Basis schon mal gegeben. Gemeinsame Interessen und eine kompatible Weltsicht sind m.E. unabdingbar für das Funktionieren einer Partnerschaft. Und gerade weil das so ist, denke ich, das Internet bietet gute Möglichkeiten des Kennenlernens – vorausgesetzt, jeder präsentiert sich wie er/sie ist.

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      2. Das würde ich auch so sehen. So werden viele Beziehungen im „Real Life“ geknüpft, über gemeinsame Interessen, ob das der Sportverein oder der Kirchenchor ist, sogar am Arbeitsplatz. Da können sich die Leute in neutraler Umgebung genau „beschnuppern“ und merken dann, dass die andere Person Interesse zeigt. Das läuft langsam an, ist keine spontane Entscheidung.

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