der IS verliert Gelände im Irak und in Syrien

Das Institut ISW STUDY OF WAR hat eine neue Karte über den Einfluss des IS im Irak und in Syrien gezeichnet.
* schwarz sind die unter IS Kontrolle stehenden Gebiete
* rotbraun sind unter Einfluss des IS befindliche Gebiete weitgehend ohne Kampfhandlungen
* rot sind die umkämpften Gebiete unter Beteiligung des IS
(zum Vergrößern auf die Karte klicken)

Im Irak haben vor allem die Kurden Gebiete vom IS zurückerobert, die Gewinne der irakischen Streitkräfte sind bescheiden.

In Syrien haben auch die Kurden dem IS Gebiete abgenommen. Hingegen hat der IS in der Mitte von Syrien eine starke Position um Palmyra aufgebaut.

Seit den russischen Luftangriffen auf Gegner der Assad-Truppen haben die Regierungstruppen in der Region Homs, Hama, Latakia, Idlib und Aleppo Gebiete von diversen Rebellen zurückerobert. Diese Geländegewinne sind in der Karte (oben) nicht eingezeichnet, weil das Gebiet der anderen Rebellen nicht markiert ist.

Für die Bewohner dieser Regionen ist es schon ein Fortschritt, sie konnten teilweise in ihre Häuser und Städte zurückkehren.

Die rot markierten Bereiche – umkämpfte Gebiete – zeigen nicht, wie stark der IS dort noch präsent ist. Das kann man in einer Übersichtskarte nicht darstellen.

Manche Gebiete in Syrien und im Irak sind Wüste – dünn besiedelt – und haben für die Kriegsparteien wenig Bedeutung, diese sind neutral markiert.

Ich hoffe, dass bald eine Detail-Karte über die umkämpften syrischen Gebiete gezeichnet und veröffentlicht wird. Besten Dank an ISW, dass sie die Informationen in das Internet stellen.

http://www.understandingwar.org/publications

SPON meldet auch – der IS schrumpft.
Die Karte im Link zeigt wenig Veränderung:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/islamischer-staat-der-is-schrumpft-zwischenbilanz-der-luftschlaege-a-1068081.html

Ergänzung am 10.02.2016 um 16:45:

Diese ISW-Karte mit Graphik zeigt die aktuelle Lage im Irak. Demnach hält der IS nicht mehr so viele Gebiete, wie in alten Graphiken zu sehen ist. Hier wird detailliert unterschieden, welche Kurden – Gebiete in Kurdistan halten, welche Gebiete von schiitischen Milizen dominiert werden und welche Gebiete von der Irakischen Armee kontrolliert werden.

http://www.understandingwar.org/sites/default/files/Iraq%20Blobby%20map%2009%20FEBRUARY%202016.pdf

http://www.understandingwar.org/backgrounder/iraq-control-terrain-map-february-9-2016

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der IS verliert Gelände im Irak und in Syrien

3 Gedanken zu “der IS verliert Gelände im Irak und in Syrien

  1. Der Malachit schreibt:

    Schlimm ist, dass uns zugemutet wird, uns damit beschäftigen zu sollen. Ich bin gewiss kein Diktator, aber Saddam Hussein hätte mit dem Pack aufgeräumt und der von allen Seiten attackierte Assad in Syrien auch, wenn man ihn nicht seitens der mit uns verbündeten Amerikaner, … daran hindern würde. Was wären aber die Folgen?
    Die Folgen wären Millionen weniger Flüchtlinge, die in ihren Ländern wenigstens ein einigermaßen vernünftiges Leben führen könnten. Und Libyen? – Arabischer Frühling – dass ich nicht lache! Chaos und Krieg und nichts als Tote. Warum funktioniert es denn in Ägypten wenigstens einigermaßen? – Weil Assisi dort eine neue Diktatur installiert hat. Ohne die demokratisch gewählten Moslembrüder von Alla´s Gnaden. – Ende!
    Afghanistan? Das ist jetzt ein sicheres Herkunftsland in das die Flüchtlinge zurück geschickt werden. Hoffentlich müssen die in Kabul nicht neue Wolkenkratzer bauen, denn der Rest des Landes wird von den Taliban kontrolliert. Wie hieß das doch gleich? Ach ja, – Friedenspolitik!
    Der Malachit.

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  2. Das würde ich nicht so sehen. Ich habe mir das Video angesehen. Da sind Ereignisse miteinander vermengt, die nicht viel miteinander zu tun haben.

    Die Ereignisse in den Oststaaten kann man überhaupt ausklammern. Afghanistan hat damit zu tun, weil es ein kaputter Staat ist und viele Leute deswegen auswandern wollen.

    Ein Hauptgrund für die Entstehung des IS ist der letzte Irak-Krieg der USA. Dabei wurde die Saddam-Administration zerschlagen, aber dessen Geheimdienst und die Militärs blieben im Untergrund aktiv. Daraus ist der IS entstanden.

    Die syrischen Oppositionellen wollten zuerst auch nur am Arabischen Frühling teilhaben und das Assad Regime verjagen. Das ist ihnen nicht gelungen. Nach wenigen Wochen haben sich die Türkei und Saudi-Arabien mit Waffen und Geld eingemischt und so den Bürgerkrieg entfacht..

    Seither haben wir dort 4 Jahre Bürgerkrieg mit 250.000 Toten und 10 Millionen Flüchtlingen. Niemand konnte bisher den Krieg für sich entscheiden. Der Obama und die westlichen Staaten wollten nicht mit Bodentruppen eingreifen. Deswegen ist es so – wie es eben jetzt ist.

    Die Bombenangriffe der Russen ohne Bodentruppen werden auch nicht großartig was dran ändern.

    Für mich ist das ein beinahe unlösbares Problem. Mal sehen – wie sich die Mächtigen entscheiden. Ich muss es nicht wissen – es ist nicht meine Aufgabe, dafür einen Lösungsansatz zu finden.

    Jedenfalls halte ich die im Vidieo gezeigte Rolle der USA als übertrieben dargestellen und kaum zutreffend.

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