Jungsteinzeit in Oberösterreich

Die Jungsteinzeit dauerte – großzügig gerechnet – von 8.000 bis 2.200 v.Chr, wobei die letzten Jahre eigentlich zur Kupferzeit und zur Bronzezeit zählen.

Zur Zeit der Bandkeramiker gab es eine intensive Landwirtschaft, auch eine Herstellung von Tonwaren, Gefäße. Siedlungen nur in den fruchtbaren Lagen im Flachland.

In Oberösterreich gibt es nur wenige Fundstellen:

Ölkam:

Hier wurde eine Kreisgrabenanlage ausgegraben, der äußere Kreisgraben hatte einen Durchmesser von 68 Meter und der Innere 45 Meter. Die Gräben waren 2,5 Meter tief und bis zu 3 Meter breit. Die Funktion der Gräben ist unklar, es wird ein Vieh-Pferch angenommen. Es gab 2 Zugänge. In den Gräben wurde kaum etwas Wertvolles gefunden – Tierexkremente. Eine Figurine aus Ton lag im Graben. Das wurde von den Archäologen als Puppe und Kinderspielzeug eingeordnet, ohne künstlerischem Wert – im Foto oben zu sehen.

Das Bild zeigt die Kreisgrabenanlage Ölkam – nach GeoRadar-Auswertung

http://www.ooegeschichte.at/fileadmin/_processed_/csm_oelkamluftbild_403596d470.jpg

Ebenso in Ölkam wurde der Rest von einer Hütte ausgegraben. Die Umrisse waren an den Pfostenlöchern erkennbar. Darin befand sich eine Feuerstelle, unter dieser wurden 2 Skelette gefunden. Es handelte sich um ein etwa 12-jähriges Mädchen und einen unter 10 Jahre alten Knaben. Offensichtlich waren die Kinder im Winter gestorben und konnten wegen Frost nicht außerhalb begraben werden. Damals wurde die DNA der Skelette noch nicht bestimmt, wäre von Interesse.

Das Bild zeigt das Skelett des Knaben

http://static3.nachrichten.at/storage/pic/import/alfa/standard/131488_1_xio-fcmsimage-20090723162712-006000-4a68734044b88.233838605_1001.jpg

In Steyregg,

…Pulgarn wurde eine Siedlung aus der späten Jungsteinzeit ausgegraben. Die Anlage befand sich auf einem Geländevorsprung, der von 3 Seiten durch steiles Gelände gesichert ist, auf der Ostseite war der Zugang, dieser war durch einen Wall geschützt, der heute noch als Sockel erhalten ist. Dort ist die Kulturschicht schon dünn, darunter befindet sich Weinsberger Granit und dessen Verwitterungsmaterial. In besseren Jahren hätten die Bewohner aus dem Neolithikum niemals so einen Platz für eine Siedlung ausgewählt. Das war schon eher ein Versteck und weist auf eine Bedrohungslage hin. Es wurden viele Tonscherben gefunden, das Material für den Ton stammt aus der Umgebung. Es gab Werkzeuge für Spinnerei und Getreideverarbeitung/Mühle/Reibschale, sie wollen sogar Teile von Bienenstöcken gefunden haben. Gut – niemand kann das Gegenteil beweisen 😉 Metallteile wurden nicht gefunden, gab es damals schon. Skelette wurden nicht entdeckt. In dieser Umgebung – das ist kalkfreier Boden – wird jedes Skelett innerhalb von 100 Jahren vom Regenwasser + CO2 aufgelöst.

In Niederkappel

…wurden nördlich von der Donau (Granithochland) auf einer Terasse mehrere Siedlungplätze aus der späten Jungsteinzeit – Charmer Kultur – aufgespürt. Dort wurden schöne Teile als Streufunde gefunden.

Ein Steinbeil aus Jade – geschliffen und sehr wertvoll

http://oekastatic.orf.at/static/images/site/oeka/20151253/jadebeil.5430006.jpg

http://ooe.orf.at/news/stories/2749874/

Säge aus der Jungsteinzeit

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/32/Ohnerstorf_Steinzeitmuseum_-_Jungsteinzeit_S%C3%A4ge.jpg

links oben eine Pfeilspitze

http://static1.nachrichten.at/storage/scl/import/alfa/muehlviertel/1201636_m3w561h315q80v39697_xio-fcmsimage-20150125170410-006017-54c513faac29b-.9831de83-9c96-4fb1-9e3e-1bb6d92fe1d3.jpg

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