der Messie

 

Das ist eine psychische Störung, bei der ein Mensch seine Wohnung nicht mehr aufräumt, vielmehr nicht mehr ausräumt.

Im Extremfall türmen sich die Müllberge meterhoch in den Zimmern, weil nicht einmal mehr der Müll entsorgt wird.

Häufig ist das in Verbindung mit einer Depression. Die Leute sind interesselos, antriebslos, haben keine Kraft und keinen Willen mehr, die eigene Umgebung in Ordnung zu halten. Hin und wieder geraten Drogensüchtige in diesen Zustand, es interessiert sie nur mehr der Stoff, den es zu beschaffen gilt. Der Hausmüll wird auf dem Balkon deponiert, bis dort kein Platz mehr ist.

Manchmal kommen die Sozialarbeiter und holen den Messie aus diesem Dasein heraus und bringen ihn in eine betreute Einrichtung (Altenheim, soziale Wohngemeinschaft, psychiatrische Klinik,…). Es dauert tagelang, die Wohnung auszuräumen und zu putzen, damit dort ein Nachmieter hausen kann 😉

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Es gibt noch andere Sammler, bei denen es nicht eindeutig krankhaft ist. Die Leute heben die alten Sachen auf, weil sie glauben, dass sie später noch einmal Verwendung finden. Sie können sich von den Objekten nicht trennen. Das ist die Babykleidung von den Kindern, die schon längst aus dem Haus sind, das sind alte Töpfe, die nie mehr zum Einsatz kommen, das sind die Weckgläser für das Kirschenkompott, obwohl seit 10 Jahren keines mehr eingemacht wird. Manche Personen sammeln hunderte Einweg-Flaschen (Wein, Spirituosen,…), das wäre wirklich nicht nötig, das Abfallzentrum ist nicht weit weg.

Da liegt massenhaft Spielzeug in den Schachteln, Lego-Bausteine, Modelleisenbahn, Puzzle, Funkgeräte. Die Kinder haben selber schon Kinder, aber das Zeug ist immer noch da.

Das ist der Amiga-Computer aus längst vergangenen Zeiten, samt Software, Festplatte und Disketten. Die Teile wären sogar hundert Euro auf dem Flohmarkt wert, aber der Besitzer kann sich nicht davon trennen.

Bei alten Leuten, die den Krieg noch erlebt haben, ist diese Neigung aus der erlittenen Not geboren. Solche Personen sammeln fast leere Shampoo-Flaschen, um später die Reste in eine Flasche umzufüllen und aufzubrauchen.

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Vergleich:

Wenn ein Ehepaar in einer 60-Quadratmeter Wohnung lebt, wird ihnen derartiges Verhalten schnell abgedreht. Die Dame des Hauses kauft pro Jahr 10 neue Kleider/Mäntel/Teile und 5 neue Paar-Schuhe. In dem gleichen Ausmaß muss sie Kleider entsorgen, obwohl sie noch wie neu aussehen und wenig benutzt sind. Das erzwingt der Platzmangel im Schrank.

Natürlich gibt es auch unter den Bewohnern der kleinen Wohnungen Sammelwütige. Solche Leute müssen sich eine weitere Garage oder einen Kellerraum mieten, der dann angefüllt wird. Manche bringen die Sachen zur Schwiegermutter, die ein Haus samt Dachboden (Speicher) hat. Diese hat aber auch keine Freude damit.

Fazit:

Es ist eine tägliche Herausforderung, sich von den alten Sachen zu trennen. Das ist aber notwendig, um wieder Platz zu schaffen. Gewiss tut das Herz weh, wenn man sich von Sachen trennen muss, die einmal viel Geld gekostet haben. Vielleicht sollte man bereits beim Einkauf dagegen steuern und keine Sachen kaufen, die man nicht verwendet. Wer das missachtet – füllt sein Haus mit Müll – letzten Endes müssen die Schätze entsorgt werden 😉

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der Messie

5 Gedanken zu “der Messie

  1. Kleiner Figaro schreibt:

    Das ist also Rassismus, wenn mir die „Wohltaten“ unserer „Gäste“ nicht gefallen!
    Das ist die neue Lesart, bald steht darauf ein Verwarnungsgeld!
    UND DIE GEHIRNWÄSCHE GEHT UNVERMINDERT WEITER!
    ABER WIR HABEN GLÜCK, DASS WIR IM FREIEN EUROPA LEBEN DÜRFEN UND UNSERE MEINUNG FREI ÄUßERN KÖNNEN – OHNE ZENSUR, VERSTEHT SICH!

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    1. Ich denke – du hast den falschen Artikel kommentiert 😉
      Dein Kommentar passt besser zu „Köln – sexuelle Übergriffe – Diebstahl“. Dort kannst du den Kommentar noch einmal posten.

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    1. So ist es! Wenn jemand an einer Psychischen Störung leidet, gerät er eher in die Gefahr, derartiges Fehlverhalten zu entwickeln. Stark betroffen sind ADHS Patienten, Depressive, mit Bipolarer Störung. Ich weiß nicht, wie weit man das durch Medikamente ausgleichen kann.

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