die Fehlsichtigkeit – eine Satire

Es ist allgemein bekannt, dass ältere Leute nicht mehr gut sehen, sie brauchen eine Brille, die sie nicht immer tragen. Da ich nicht vom Fach bin, weiß ich nicht, ob das eine erworbene Kurzsichtigkeit, oder die Alters-Weitsichtigkeit ist. Spielt auch keine Rolle – es kommt auf die Auswirkung des Nicht-Sehens an.

Angenommen, die Hausfrau ist weitsichtig. Daher sieht sie den Fettfleck auf der Arbeitsplatte in der Küche nicht, sie sieht auch die Brösel auf dem Tisch nicht, die sie selber und der Gatte beim Frühstück dort zurückgelassen haben.

Wenn nun der Ehemann kurzsichtig ist, sieht er derartige Mängel in der Sauberkeit genau. Gut – im Sinne der Emanzipation kann der Mann den „Putzfetzen“ in die Hand nehmen, etwas Spülmittel auftragen und das Objekt seines Missfallens selber beseitigen.

Vielleicht sehen der kurzsichtige Ehemann und die weitsichtige Ehefrau (beide) den schwarzen Schimmel nicht, der sich im Badezimmer auf den Fliesen und den Fugen festgesetzt hat. Wenn das erträgliche Ausmaß überschritten ist, wird der Ehemann im Sinne der Emanzipation die Sache selber in die Hand nehmen, eine Sprühflasche mit Essig befüllen, die Fliesen mit dem Essig einsprühen, mit der Nagelbürste (seiner Frau) die Fugen schrubben, mit dem Putzfetzen die Fliesen-Wand trocken-wischen. Dann ist alles hygienisch sauber, und das Bad riecht angenehm nach Essig 😉

Im Sommer sehen die Eheleute das Unkraut im Garten und entlang der Gartenmauer nicht. Das ist keine Fehlsichtigkeit, das ist die geistige Ignoranz der Unordnung. Niemand tut etwas. Der Mann sollte das Unkraut entlang der Gartenmauer ausreissen, doch der hat ein Problem mit seinem Bierbauch, wenn er sich hinunterbeugt, da wird ihm übel, Platzmangel bei Leber und Gedärm. Vielleicht sollte der Sohn das Unkraut ausreissen, doch der hat keine Zeit, er muss sich mit Freunden treffen. Sollte etwa die Schwiegertochter das Unkraut ausreissen? Die ist aber schwanger und kann sich nur schwer hinunterbeugen. So wird die Frau ihren ganzen Willen aufbringen, das Unkraut zu jäten, obwohl sie defekte Gelenke wegen Arthrose hat. Eine Zumutung!

Lösungsansatz:
Die Chemische Keule – bekommt man im Baumarkt und im Lagerhaus. Eine Packung Glyphosate besorgt, in Wasser angesetzt, das Unkraut damit begossen, zaubert dieses Problem hinweg – ganz einfach!

Die gleiche Vorgangsweise auf dem Friedhof; rund um das Grab wächst das Unkraut hartnäckig. Etwas Roundup löst das Problem. Der nächste Friedhof-Besucher nimmt die kontaminierte Gießkanne, holt Wasser vom Becken und wässert damit seine Grab-Blumen. Kurze Zeit später sind diese vernichtet, und er kann gleich in den Gartenmarkt fahren, um sich neue Pflanzen zu besorgen. Damit ist der Kreis zum Gartenmarkt geschlossen 😉

So ist der Lauf der Dinge – so ist es nun mal! Warum sollte man sich darüber aufregen 😉

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die Fehlsichtigkeit – eine Satire

2 Gedanken zu “die Fehlsichtigkeit – eine Satire

  1. Der Malachit schreibt:

    Brille mit Konvexlinsen. Die Kurzsichtigkeit ist angeboren. Der Augapfel ist zu lang und deshalb entsteht das Bild vor der Netzhaut. Um das auszugleichen braucht man eine Brille mit Konkavlinsen.
    Der Malachit.

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