Hacker – Nepper – Bauernfänger

 

Diese Überschrift habe ich in meinem Sinn aus dem Original abgewandelt.

Der Internet-Betrug, das Ausplündern von Unternehmen und Privatpersonen hat dramatisch zugenommen. Mittlerweile ist die Schadensumme über diese Art von Betrug doppelt so hoch wie der Drogenhandel für die Mafia einbringt.

Vor wenigen Tagen habe ich hier berichtet, dass die österreichische Firma FACC während der vergangenen 50 Tage um 50 Millonen Euro betrogen worden ist. Die Sache ist nicht aufgeklärt, Mithilfe von mindestens einem Mitarbeiter wird vermutet.

Vorgangsweise:
Mehrere Variationen sind denkbar.
Im einfachsten Fall bekommt eine Privatperson oder ein Angestellter in einem Unternehmen ein Mail, das ihn veranlasst, auf den mitgelieferten Link zu klicken.

Vorsicht – dieser Link kann zur Aufnahme von einem Computer-Virus führen. Daher keinen Link aus einem unbekannten Mail anklicken!

Dieser Virus ist dann „Gatekeeper“ für weitere Schadprogramme, die dann zügig abgerufen und installiert werden. Im Extremfall kann das zum Absturz des Computers führen, sodass dieser neu aufgesetzt werden muss. Wenn die Mafia an das Geld dieser Person will, wird sie den Computer nicht lahmlegen, da gehen sie diffizil vor.

Es ist auch möglich, dass die Mafia einen Computer ohne Einfluss von einem Virus hackt.
Es ist auch möglich, dass ein bereits auf dem Computer installiertes Programm gehackt wird, sodass es ein Update oder eine andere Aktion einfordert, wodurch dann die Schadsoftware abgerufen wird.

Hier ein Beispiel – bitte nicht auf den Link klicken:

Bauernfänger - Mail 26

 

Mit solchen Kurzmails werden die User veranlasst, auf den Link zu klicken.

Hinweis:
Ein gutes, professionelles Virenschutzprogramm mit Firewall kann einiges abhalten. Das ersetzt aber die Vorsicht nicht.

Sehr gut ist auch ein Script-Blocker. Allerdings muss man bei gewünschten Seiten diesen Schutz abschalten, weil sonst Java-Script nicht funktioniert. Das gilt für das Internet Banking.

Ergänzung am 23.01.2016 um 15:40:

Ein ukrainischer Hacker wurde über seine Tätigkeit befragt, und er hatte fogendes ausgesagt. Für eine gewöhnliche Tätigkeit in der Urkaine würde er nur wenige hundert Euro monatlich bekommen. Außerdem sei es ungewiss, ob überhaupt ein Arbeitplatz für ihn da ist. Als Hacker „verdient“ er monatlich mehrere Tausend Euro auf Provisionsbasis – was er eben an Gewinn für die Mafia hereinspielt. Unter diesen Umständen hätter er keine Gewissensbisse. Er müsse schließlich auch von was leben. Es würde auch keine Armen betreffen. Nur demjenigen, der (viel) hat, dem kann genommen werden 😉

Das ist Umverteilung – Sozialismus – auf ukrainisch!

 

 

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