Athen will mehr Frontex Schiffe

Der griechische Außenminister Nikos Kotzias (*) hat weitere 100 Frontex-Schiffe aus der EU angefordert. Bisher sind 15 solcher Schiffe dort eingetroffen.

Der Mann hält uns Mitteleuropäer für blöd und hat erklärt, die derzeit vorhandenen Frontex-Schiffe würden nicht ausreichen, um die schiffbrüchigen, im Wasser treibenden Personen herauszufischen und auf die griechischen Inseln zu bringen.

Mit dieser Aussage impliziert er, dass es die Hauptaufgabe von Frontex ist, die im Wasser treibenden Menschen herauszufischen.

Da habe ich einen anderen Vorschlag: Unter diesen Umständen sollen sie sämtliche Frontex-Schiffe und Boote der griechischen Küstenwache von dort abziehen. Dann könnten die Schlepper ungehindert auf den griechischen Inseln an Land gehen, die Fahrgäste aussteigen lassen und wieder mit dem gleichen Boot in die Türkei zurückfahren. Das spart Zeit und Material, nur wenige Menschen würden ertrinken.

Tatsächlich ist es aber die Aufgabe der Küstenwache und von Frontex, die Schlepperboote abzuweisen, damit sie in die Türkei zurückkehren. Das ist vom Seerecht her erlaubt, die Gutmenschen werden das anders sehen.

Das wissen auch die Schlepper. Deswegen stechen sie in der Nähe der griechischen Inseln mit dem Messer ein Loch in das Schlauchboot, dass es gerade die Insel noch erreicht. Unter diesen Umständen müssen die Fahrgäste und die Schlepper??? von der Küstenwache gerettet werden. Das sind Schiffbrüchige nach dem Seerecht.

*) ein aussagekräftiger Name

Noch eine wichtige Meldung: Frontex-Hilfe auch für Mazedonien?

„Die Kommission unterstütze eine Initiative von Sloweniens Regierungschef Miro Cerar für eine stärkere Unterstützung Mazedoniens bei der Sicherung seiner Grenze zu Griechenland, berichtete die Zeitung „Bild am Sonntag“. Demnach sollen die EU-Staaten Mazedonien mit Geld, Technik und Personal helfen.“

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Mikl Leitner legt ein Schäuferl nach, den Konflikt um die Migranten zu befeuern:

http://static2.nachrichten.at/storage/scl/fotogalerien/politik/2015/dezember/diezitatedesjahres/1394737_t1w747h560q80s1v51999_20151221104923_6nnat6spon7khp98ti.jpg?version=1453619996
Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). Bild: HEINZ-PETER BADER (Reuters)

Sie droht Griechenland mit dem Hinauswurf aus der Schengen-Zone für den Fall, dass die Griechen ihre Aufgabe weiterhin nicht wahrnehmen, die EU-Außengrenze angemessen abzuschotten.
Der Steinmeier hat sich gleich mächtig darüber aufgeregt und hält nichts von diesem Vorstoß. Anscheinend hat er die Imagination, dass sich die Dinge in den dortigen Gewässern auf wundersame Weise regeln werden 😉

http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/aussenpolitik/Griechenland-aus-Schengen-ausschliessen;art391,2093541#ref=rssemarsys

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