vom Schlag getroffen

(*)

Mit diesem volkstümlichen Ausdruck wird der Schlaganfall bezeichnet. Üblicherweise ist das eine Durchblutungs-Störung im Gehirn, wobei ein Blutgefäß platzt und Blut im Gehirn austritt (Gehirnblutung), es gibt auch Fälle, bei denen eine Arterie durch einen Pfropfen verstopft (Thrombose) und das anliegende Areal im Gehirn nicht mehr durchblutet ist.

Bei diesem Aufsatz muss ich weit ausholen, damit ich die Zusammenhänge bildhaft darstellen kann, daher ist dieser Aufsatz etwas langatmig.

Ein älterer Schichtarbeiter hatte allerhand gesundheitliche Probleme, sein Haupt-Leiden war die Arteriosklerose und der hohe Blutdruck. Der Mann war aber nicht fettleibig, weil er körperlich hart gearbeitet hatte. Er lief von einem Arzt zum nächsten, weil der Blutdruck nicht in den „Grünen Bereich“ kam. Der Chefarzt bewilligte ihm ein teures Medikament als Diuretikum – die Wirkung war unzureichend ; der Schichtarbeiter oder seine Krankheit – waren therapieresistent.

Was die Ärzte nicht wussten, seine Arbeitskollegen haben es geahnt. Er aß zur Jause viel fettes Schweinefleisch und fette Wurst. So haben sich die Bauern vor 60 Jahren ernährt. Eine derart fette Nahrung hält der Mensch nur aus, wenn er täglich hart arbeitet und dabei 3.000 Kalorien verbrennt. Der Mann konnte nichts dafür, seine (sehr dominante) Ehefrau hatte ihm die Jause eingepackt.

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Schauplatzwechsel:

Der Schichtarbeiter und seine Ehefrau besaßen eine Kleinlandwirtschaft, die ihnen viel Freude machte. Die Ehefrau und Bäuerin versorgte die Kühe und den Widder, mistete den Stall aus. So war sie den ganzen Tag neben der Hausarbeit beschäftigt.

Eines Tages – sie war schon knapp an der Schwelle zum Pensionsalter – erlitt sie einen Schlaganfall, war fortan teilweise gelähmt. Nun konnte sie die Kühe und den Widder nicht mehr füttern. Der Schichtarbeiter kam in Bedrängnis, weil sein Haupt-Erwerb die Tätigkeit als Industriearbeiter war. Ich weiß aber nicht, wie er sich entschieden hatte (im Normalfall muss er sich von allen Haustieren trennen).

http://www.nervenzentrum.at/schlaganfall_bild.jpg

Ein anderer Fall – es war aber ein Herzinfarkt:

In der gleichen Fabrik arbeitete ein weiterer Schichtarbeiter. Er aß stets eine fette Wurst zur Jause, die Meter-Wurst und die Kabanossi waren seine Lieblingswürste. Vermutlich hatte er auch eine Arteriosklerose, aber er wusste nichts von seiner Krankheit. Er war schlank und im Alter von 47 Jahren. In der Nachtschicht fiel er im Labor um, und war auf der Stelle tot. Der Notarzt wurde noch gerufen, aber er konnte den Mann nicht mehr reanimieren. Er hatte einen Herzinfarkt erlitten. Das wird auch manchmal als „Schlag treffen“ bezeichnet, auch wenn nicht das Gehirn betroffen ist.

Ein weiterer Fall: Ein Mann im Alter von 76 Jahren aß noch zu Mittag. Er sagte zu seiner Frau, ihm sei übel. Sie beschloss, ihn zum Arzt zu bringen und ging in die Garage voran. Aber ihr Mann kam nicht mehr, er ist neben der Haustür zusammengebrochen. Die Santiäter kamen zusammen mit dem Notarzt, sie konnten ihn nicht mehr reanimieren. Es war der „Plötzliche Herztod“ – was man immer darunter versteht!

*) Im Bild oben ist eine halbseitige Gesichtslähmung zu sehen. Aber diese ist nicht die Folge eines Schlaganfalles sondern eine Nervenlähmung wegen anderer Ursache.

 

 

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