Die Prostitution in Thailand

Im Vergleich zu Mitteleuropa ist die Prostitution in Thailand häufiger, das ist allgemein bekannt, wobei die Leute an den Sex-Tourismus denken; die Männer, die dort hin reisen, werden beschimpft und beschuldigt, strafbare Handlungen zu begehen.

Das ist ein emotionales Thema, kontrovers diskutiert von Leuten, die davon keine Ahnung haben. Eigentlich ist es unpassend, einen derartigen Aufsatz zu veröffentlichen, möglicherweise stelle ich diesen Eintrag bald auf privat.

Die in den Touristenzentren arbeitenden Sobini (Prostituierten) sind meist über 25 Jahre alt, haben Kinder und waren schon einmal verheiratet. Sie tragen die Hauptlast im Sex-Gewerbe. Die Sex-Touristen verkehren zu 90 % mit genau diesen Frauen. Der Rest sind Frauen, die nicht professionell als Sobini arbeiten – Putzfrauen, Masseusen, Verkäuferinnen. Manchmal werden Frauen aus dem Hinterland dafür geholt, wenn sie mit einem Ausländer eine Affäre eingehen wollen. Derartige Geschäfte werden von den Kuppelmüttern (Mae Lau) vermittelt.

Im Landesinneren ist es ähnlich, nur sind dort meist Thai-Männer die Kunden der Sobini. In jedem Dorf gibt es einige Hobby-Nutten, meist Single-Frauen mit Kindern, die den örtlichen Bedarf abdecken.

Es gibt schon einige Mädchen über 18 Jahren und junge Frauen, die noch niemals verheiratet waren und doch der Prostitution nachgehen. Sie wurden dazu animiert, weil schon Schwestern und andere Familienmitglieder als Sobini tätig sind. Von diesen Familien wird das nicht negativ gesehen, weil die Mädchen in kurzer Zeit viel Geld verdienen können.

Eine junge Frau ohne Kinder hat es nicht nötig, sich zu prostituieren, sie kann einer geregelten Arbeit nachgehen und ihren Lebensunterhalt damit bestreiten. Wenn sie sich einen passenden Freund anlacht, reicht das aus, um ein behagliches Leben zu führen (Restaurantbesuche, schöne Kleider, Schmuck, Kosmetika, Taxi vorhanden).

Von der Mentalität her wollen die jungen Mädchen mit einem jungen Thai-Mann zusammen sein. Das ist nicht anders, als sonst wo auf der Welt. Ein Dasein als Prostituierte für viele Jahre ist nicht erstrebenswert.

Die Prostitution ist für Personen unter 18 Jahren verboten. Das gilt auch für sonstige sexuelle Handlungen, das ist strafbar, die Altersgrenzen im Gesetz sind ähnlich wie in Europa, die Strafen sind bedeutend höher (monatelanger Gefängnisaufenthalt).

In Kambodscha gibt es sehr arme Familien, die ihre Kinder kaum durchfüttern können, sie verkaufen ein Kind an die Menschenhändler, welche die Kinder versklaven. Diese Kinder werden als Bettler eingesetzt oder sexuell missbraucht. Derartige Geschäfte betreibt die Mafia, die haben mehr Möglichkeiten, strafbare Handlungen vor der Polizei zu verschleiern. Illegal ist bereits der Grenzübertritt nach Thailand, das sind keine Thai-Staatsbürger, sie haben keine ausreichenden Reisedokumente (Schleppertransport). Man kann es kaum abschätzen, ich würde meinen, es ist selten, aber es kommt vor.

Auch in Thailand kommen arme Familien auf die Idee, die heranwachsenden Töchter und Nichten an einen reichen Mann zwecks sexueller Dienstleistung zu verschachern. Die Mädchen werden dabei unter Druck gesetzt, das über sich ergehen zu lassen. Nur selten lässt sich jemand auf ein derartiges Angebot ein, da müsste er ein Idiot sein. Wenn die Bezahlung für dieses „Geschäft“ nicht ausreicht, werden sie den Mann erpressen und ihm mit der Polizei drohen – sie wollen ihn über einen längeren Zeitraum zahlungspflichtig machen – wollen sein Geld mit ihm teilen.

Weiblichen Sex-Tourismus soll es auch geben, darüber wurde in den Medien berichtet. Frauen aus China und Japan, Singapore reisen nach Thailand, um dort Sex zu haben. In Bangkok soll es Lokale und Areale geben, wo die Frauen auf die männlichen Sex-Anbieter treffen. Das sind Studenten oder Männer, die tagsüber einem anderen Beruf nachgehen. Ich habe persönlich keine derartigen Verhältnisse gesehen; ich komme auch nicht dorthin, wo sich die jungen Leute treffen (Disco).

Es gibt schon Gruppen von Chinesen- und Japaner-Mädchen, ebenso Gruppen von älteren Frauen in Pattaya und auf Phuket, aber man kann nicht daraus schließen, sie seien Sex-Touristinnen. Was ich beobachtet habe – Shopping ist deren Hauptmotiv für den Urlaub.

Insgesamt sind diese Informationen nicht gut abgesichert. Das wurde von Leuten erzählt, die selber nicht an derartigen sexuellen Handlungen teilgenommen haben. Daher kann man den Wahrheitsgehalt dieser Meldungen kaum abschätzen. Eine offizielle Statistik gibt es nicht, weil sich diese Vorgänge im Verborgenen abspielen.

Ergänzung:

Es ist auch in Thailand so, dass die Nutten Abscheu vor den Freiern empfinden, besonders dann, wenn sich dieser unhygienisch darstellt. Es geht um das Geld des Freiers und nicht um Lustgewinn für die Nutte. Diese versucht, die Dienstleistung schnell und mit wenig körperlichern Einsatz hinter sich zu bringen. Wenn ihr das gelingt, ist es schnell verdientes Geld.

Es wird als unangenehm empfunden, wenn der Sex ohne sexuelle Stimulation beginnt, weil die Frau nicht erregt ist. Gleichzeitig will sie nicht haben, dass der Mann sie an den Brüsten und an der Pussy berührt.

Unterschiedlich zu anderen Ländern ist, dass die Sobini ein Angebot für Sex ablehnen, wenn der Freier unappetitlich erscheint, das steht ihr frei, sie muss nicht, auch wenn sie eine Barfrau ist.

Etwas besser ist es, wenn Sobini und ein Tourist eine Affäre für den gesamten Urlaub eingehen. Da entsteht eine gewisse Vertrautheit. Sie spielt ihm sexuelle Erregung vor, oft wird es auch so sein, dass es nicht nur vorgetäuscht ist. Besonders dann, wenn sie an einer langen Beziehung mit dem Manne interessiert ist. Andernfalls würde er das Theater merken und das Interesse an ihr verlieren.

Ergänzung am 27.04.2016

Wer sind denn die Männer als Kunden der Sobini/Nutten in Thailand?

Da würde ich 3 Gruppen ausmachen.

  • Die größte Gruppe sind die Männer, die bei den europäischen Frauen nicht gut ankommen – von der Statur, dem Aussehen, unsicherem Auftreten, ungeschickt im Umgang mit anderen Leuten. In Thailand gelingt es, eine Frau zu bekommen; nicht jede, aber es findet sich schon eine, die über die Mängel hinwegsieht.
  • Männer, welche die Nutten und die Abwechslung lieben. Diese Männer praktizieren das in Europa auch, aber dort kostet es mehr. Das Anbaggern ohne finanziellen Anreiz ist zu aufwändig.
  • Macho-Typen. Diese Männer sind oft großgewachsen, gutaussehend, sehr maskuline Ausstrahlung; oft Bodybuilder oder Kampfsportler. Solche Männer sind bei europäischen Frauen auch sehr begehrt. Allerdings ergibt sich selten eine stabile Beziehung, weil die Frauen das Macho-Gehabe nicht auf Dauer aushalten. Die Thai-Frauen sind da großzügig, die sind die Machos gewöhnt, zumindest geht es einige Jahre bis zur Scheidung.

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Diese Prinzessin lebt eher nicht in Thailand sondern weiter südlich – Malayid

malay-princess25

Ergänzung am 31.05.2017

Aus unterschiedlichen Quellen weiß ich, dass sich Studentinnen und Schülerinnen in Thailand prostituieren. Als Motiv vermute ich den Geldmangel, sie kommen aus einer armen Familie, möchten aber auch schöne Kleider, ein teures Handy, Goldschmuck und Kosmetika. So prostituieren sie sich bei Gelegenheit als Hobbynutte. Deren Sex-Partner sind meist Thai-Männer, die sich ein Mädchen leisten können. Ein Tourist kommt kaum in die Gelegenheit zum Kontakt mit einer Schülerin. Eine Möglichkeit sind Diskotheken, dort können Männer und Frauen unverbindlich tanzen, da kann man ins Gespräch kommen, wenn es gewollt ist. Ein älterer Tourist wird selten in eine Disco gehen, das wäre unpassend. Sehr erfahrene Ausländer mit wenig Hemmungen beauftragen eine Kuppel-Mutter oder eine andere Person, den Kontakt zu einer willigen Studentin herzustellen. Das kommt vor, man hört aber nur selten davon, wenn es Zwischenfälle gibt (Ansteckung mit HIV = Aids); dann liest man in der Zeitung, dass ein Aids-Kranker in Thailand herumgebumst hat und so und so viele Mädchen infiziert hat.

https://www.news.at/a/deutscher-hiv-sextourist-thailand-nach-sex-frauen-126883

 

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Die Prostitution in Thailand

Ein Gedanke zu “Die Prostitution in Thailand

  1. Es ist ein Irrtum zu glauben, die Prostitution in Südostasien sei auf Thailand beschränkt. Es gibt dort die höchste Zahl an Nutten, weil der Tourismus davon profitiert. Sogar die Muslim-Staaten in der Region sind mit Prostitution versehen. Geht auch gar nicht anders. Es besteht der Bedarf an käuflichem Sex, also findet sich eine Frau, um dieses Geld einzusammeln.

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