Mehrere Einwanderungswellen in Altsteinzeit und Mesolithikum

 

Vor etwa 45.000 Jahren sind die ersten Vertreter der Gattung Homo Sapiens Sapiens in Europa angekommen. Sie haben sich auch mit dem Neandertaler vermischt. Jedoch ist diese Gruppe im Verlauf von etwa 10.000 Jahren ausgestorben. Jedenfalls fand man nachher keine solchen Skelette mehr, die exakt gleiche Merkmale hatten. Diese Menschen hatten etwa 10 % Neandertaler-Gene – Oase-Menschen.

Die nächste Einwanderungswelle war so zahlreich an Immigranten, das der Einfluss der Neandertaler-Gene auf 2 bis 4 % zurückgedrängt wurde. Die Interpretation in dem ORF-Artikel würde ich nicht teilen, wonach die erste Gruppe genetisch benachteiligt war (minderwertig). Die Anthropologen glauben derzeit, dass die Neandertaler-Gene von selber durch den Selektionsdruck ausgestorben sind – ohne wesentliche Zuwanderung – eine Hypothese!

Vor etwa 20.000 bis 12.000 Jahren war die vorerst letzte Phase der Eiszeit. Damals waren weite Teile von Europa für den Menschen unbewohnbar; Skandinavien, Schottland und die Alpen waren vergletschert, die Gletscher reichten weit in das Alpenvorland.

Dort war eine Grassteppe, eine Tundra oder überhaupt der nackte Boden ohne Vegetation – lange Winter, kurze Sommer. Südlich der Alpen gab es die Refugien, die von Menschen besiedelt waren – Rückzugsräume.

Nach dem Ende der Eiszeit sind die Menschen ausgehend von Spanien entlang der Atlantikküste nach Norden vorgedrungen. Wahrscheinlich haben sie die Westhälfte von Europa neu besiedelt. Sie sind bis Skandinavien gekommen. Das war leicht möglich, weil die Ostsee damals noch ein Binnensee war. Heute noch sind die Skandinavier Nachfahren dieser ersten Siedler, die aus der Region von Spanien gekommen sind. Die genetische Verwandtschaft lässt sich heute noch nachweisen.

Das waren die Menschen von der Magdalenien-Kultur.

Ein Künstler hat eine Jägersfrau von Skandinavien nachgebildet (vor 8.000 Jahren gelebt). Er hat diese Frau bereits mit blonden Haaren gezeichnet. Wenn das der Wahrheit entspricht, waren die Skandinavier damals schon blond. Demnach hätten nicht die Indogermanen das Merkmal – Blond – nach Nordeuropa mitgebracht.

Im ORF-Artikel wird ausgesagt, dass auch eine Gruppe vom Balkan aus (in die Osthälfte von Europa) nach Norden vorgedrungen ist. Möglicherweise sind diese Leute von Kleinasien gekommen. Hier wird ein Zusammenhang mit den Natufiern hergestellt. Diese seien schon sesshaft gewesen, hätten runde Hütten gebaut und hätten Grassamen gegessen = Getreidearten.

Aus früheren Publikationen weiß ich, dass die Jäger und Sammler des Mesolithikums in Mitteleuropa, Osteuropa und Südosteuropa schwarze Haare und eine ziemlich dunkle Hautfarbe gehabt hätten. Wahrscheinlich sind viele dieser Leute von Asien eingewandert und haben die Alteuropäer (vor der letzten Eiszeit) in dieser Region weitgehend verdrängt.

Auch hier gibt es eine künstlerische Abbildung eines Jägers und Sammlers (Südosteuropa + Umgebung)

http://science.orf.at/stories/2772067

 

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