Shortseller und Leerverkäufe

 

Bei dieser Art Spekulation wetten die Spekulanten auf fallende Kurse. Sie bieten über die Option eine hohe Zahl von Aktien eines Unternehmens zum Verkauf an, die sie gar nicht besitzen.

So weit ich das verstanden habe, borgen sie sich die Aktien bei anderen Aktionären aus, welche diese Aktien halten.

Wenn ihre Spekulation aufgeht und der Kurs dieser Aktie wie erwartet stark fällt, beenden sie das Geschäft mit einem hohen Gewinn nach Abzug der Gebühren, die da anfallen.

Derartige Geschäfte sind für die Wirtschaft so notwendig wie ein Kropf und sollten unverzüglich weltweit verboten werden. In einigen Ländern ist das bereits verboten, das kratzt aber die Hedgefunds nicht, sie tätigen diese Geschäfte in anderen Ländern, wo sie noch nicht verboten sind.

Es versuchen auch Kleinaktionäre, mit diversen Optionen, das schnelle Geld zu verdienen. Aber ein Teil dieser Optionen geht in die Hose, sodass viele Klein-Spekulanten keinen Gewinn machen, vielmehr verlieren manche das gesamte eingesetzte Kapital, im Extremfall mit Nachschusspflicht.

Die Hedgefonds gewinnen fast immer bei Optionen, weil sie erst mal einen Informationsvorsprung haben, weiters sprechen sie sich untereinander ab (intime Geschäftskontakte). Sie starten eine „konzertierte“ Aktion, die einfach gelingen muss. Natürlich beherrschen diese Herrn virtuos die Instrumente dieser Geschäftspraxis – das Timing ist perfekt abgestimmt.

Auf diese Weise haben manche Herrn mit besten Geschäftskontakten Milliarden verdient. Mit einer Million Dollars ausgeborgtem Geld angefangen, jetzt besitzen sie 1000 mal so viel – am Ende ihres erfolgreichen Geschäftslebens.

Was diese Herren verdient haben, hat jemand anderer verloren. Sie sind auch Weltmeister bei der Steuervermeidung. Sie haben Firmenkonstruktionen, wobei ein Teil „offshore“ in der Karibik geparkt ist, das kann eine Briefkastenfirma sein. Über diese Niederlassung haben sie Zugriff auf ihre Beteiligungen in den Industriestaaten.

Normalerweise müsste man diesen „Superreichen“ jährlich 1 Prozent des Vermögens an Vermögenssteuer auferlegen, damit sie auch einen Beitrag am Steueraufkommen leisten, aber sie verstecken das Geld vor der Finanz. Ihrer sozialen Verpflichtung kommen sie nach, indem sie caritative Projekte in den USA und Israel unterstützen – die noblen Spender!

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Aktuell wird gegen die Aktien der Lufthansa mit Leerverkäufen spekuliert. Da haben sie gewiss viele Millionen verdient.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/lufthansa-hedgefonds-wetten-auf-kurssturz-a-1107395.html

Die Lufthansa hat erhebliche Probleme, unter anderem, weil der Flugverkehr wegen Terrorgefahr nicht so stark zunimmt. Sie müssen auch sehr hohe Gehälter an langjährige Mitarbeiter zahlen und leiden unter den Streiks. Es herrscht starker Wettbewerb, manche Mitbewerber haben niedrige Kosten, deren Verträge mit den Piloten sind an die Einsatzfähigkeit und nicht nur an das Dienstalter geknüpft.

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