das Begrüßungsritual

Wenn sich 2 Menschen begegnen, die sich kennen, begrüßen sie sich. Das bedeutet, ich habe dich gesehen; ich habe registriert, dass du da bist, und ich bin dir freundlich gesinnt.

Da fällt oft die Frage: „Wie geht’s?“ Das ist nur eine Floskel. Es könnte bedeuten: „Ich bin an deinem Befinden interessiert!“ Tatsächlich soll es ein Gespräch anknüpfen, die Antwort lautet meistens – Gut – ob es wahr ist oder nicht. Das ist auch nicht so wichtig. Der Angesprochene sollte auch nicht sagen: „Mir geht es ziemlich schlecht, ich habe Leberkrebs im vorletzten Stadium; oder ich bin schwer depressiv, sodass es mit mir nicht mehr lang dauern wird“

Die ungeschminkte Wahrheit ist hier unpassend!

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Szenenwechsel:

In einem Industriebetrieb haben die Schichtarbeiter einander bei der Ablöse mit Handschlag begrüßt. Vor vielen Jahren fand ich das unpassend und überflüssig. Heute denke ich anders darüber. Es bedeutet: „Ich bin jetzt da und löse dich ab! Ich übernehme somit den Arbeitsplatz und die Verantwortung. Der „abgelöste“ Arbeiter informiert noch den „angekommenen“ Mann über Fakten, die er für die Arbeit erfahren muss.

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Die Begrüßungsrituale sind nicht auf den Menschen beschränkt.

Als Beispiel – die Katzen: Wenn eine Wohnungskatze den Menschen als Mitbewohner trifft, streicht sie an seinen Füßen entlang. Wenn sie mit ihm sehr vertraut ist, leckt sie ihn an den Füßen oder Händen ab. Desgleichen begrüßen sich Katzen, die einander freundlich gesinnt sind, mit der Nase, oder sie lecken das Fell der anderen Katze.

Im Vergleich dazu, wird eine fremde Katze angefaucht, angeknurrt. Beide Katzen gehen in Angriffs- oder Abwehrstellung.

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Wir sehen also – die Begrüßungsrituale haben eine tiefere Bedeutung. Und es bedeutet nicht, dass wir dabei gleich das Innerste nach Außen kehren müssen.

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das Begrüßungsritual

Ein Gedanke zu “das Begrüßungsritual

  1. In der Stadt begrüßen sich fremde Leute nicht, sie gehen aneinander vorbei. Die Leute werden nur mit dem Blick gestreift. Es ist unhöflich, jemand genau anzusehen. Wenn ein Mann eine Prinzessin genau anschaut, denkt sie sich: „Was starrrt dieser A* mich so an!“

    Es bedeutet meist nichts Gutes, wenn man in der Stadt doch angesprochen wird.

    „Ey Alda – was guggs du !“ Dieser Mann ist dir nicht freundlich gesinnt. Du hast sein Revier betreten.

    An einer U-Bahn-Haltestelle in Wien forderte ein Junge aus Südosteuropa (Zigeuner?) eine Spende von mir. Ich gab ihm nichts, dafür spuckte er mich an!

    Gefällt 1 Person

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