die Therapie des Reizdarm-Syndroms

 

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Nun behauptet eine Organisation, sie könnten das Reizdarm-Syndrom heilen. Sie bieten ein Medikament an, das Bifidus-Milchsäure-Bakterien enthält.

Es ist sicher eine gute Option für viele Personen, solche Keime über Kapseln aufzunehmen, oder einen Bifidus-Joghurt zu genießen. Das sollte den gleichen Effekt haben.

Ich kann aber nicht so recht daran glauben, dass diese Bifidus-Milchsäure-Bakterien das Reizdarm-Syndrom heilen.

Das wäre zu einfach!

Aus meiner Sicht ist die Bakterien-Flora der Reizdarm-Patienten nachhaltig gestört. Normalerweise besteht das Mikrobiom im Darm eines gesunden Menschen aus mindestens 400 bis 1000 unterschiedlichen Arten von Keimen. Diese kann man nicht ersetzen, indem man nur eine einzige gute Variante zuführt.

Warum das Reizdarm-Syndrom entsteht, ist nicht ausreichend aufgeklärt. Einerseits führt eine Lebensmittel-Unverträglichkeit zum Reizdarm-Syndrom, andererseits kann eine Darminfektion durch Bakterien dieses Krankheitsbild auslösen. In der Folge von Salmonellen-, Coli Bakterien-, EHEC-, Clostridien-Infektion tritt das Reizdarm-Syndrom häufig auf.

Auch durch eine Antibiotika Behandlung kann das Mikrobiom im Darm nachhaltig beschädigt werden.

Mein Rat an die Patienten – die an der „Schnellen Katharina“ leiden:

Probieren Sie im Selbstversuch aus, welche Lebensmittel Sie nicht so gut vertragen. Das sind in vielen Fällen diverse Zucker-Arten und Zucker-Alkohole – Fructose (Malabsorption), Sorbit, frisches Hefebrot,…). Das können auch Fette und fette Öle sein, das ist nicht bei allen Patienten gleich.

Wenn Diätmaßnahmen keine Wirkung zeigen, gehen Sie zum Hausarzt oder Internisten. Der kann die nötigen Maßnahmen treffen.

Das letzte und wirksamste Mittel ist die Stuhl-Transplantation von einer völlig gesunden Person. Allerdings haben manche derart behandelte Patienten eine erhebliche Gewichts-Zunahme hinnehmen müssen, weil der Darm so gut funktioniert, dass wirklich jeder Rest der Nahrung bestens verwertet wird.

Die Probiotika – gute Darmkeime – bringen nur kurzfristig einen Vorteil, weil sich diese Bakterien im Darm nicht auf Dauer halten. Da müsste man das Zeug ständig schlucken – gutes Geld für die Pharma-Industrie.

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