die Tollkirsche

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Die Tollkirsche ist eine Staude – einen Meter hoch – sie trägt im Spätsommer blauschwarze Beeren, die Tollkirschen genannt werden.

Die Tollkirschen sind giftig und enthalten einen Mix von Alkaloiden.

Das Hyoscyamin ist ein Spasmolytikum.

Das Atropin ist das Raccemat der beiden Formen von Hyoscyamin. Normalerweise entsteht das Raccemat bei der industriellen Produktion eines Organischen Stoffes mit asymmetrischen C-Atom.

Das Atropin wird vom Augenarzt verwendet, es weitet die Pupillen. Belladonna war eine Komponente von Tabletten geben Magenschmerzen.

Die Tollkirschen-Staude wächst im Gebirge, etwa im Ennstal auf etwa 1.000 Metern Seehöhe, auf Lichtungen im Wald. Das war eine Hexen-Plantage 😉 Wahrscheinlich würde sie anderswo auch gedeihen, aber die Menschen lassen das nicht zu und rotten alles aus, was keinen Nutzen bringt.

Vor vielen Jahren war ich auf einer Bergwanderung im Ennstal und habe eine Tollkirsche gegessen, um die Wirkung zu testen. Ich bekam einen trockenen Mund und ein taubes Gefühl im Mund. Weiters war ich ein wenig benommen. Eine Stunde später bekam ich Kopfschmerzen, das muss aber nicht mit der Tollkirsche im Zusammenhang gewesen sein. Eine Tollkirsche ist nicht viel, bei 20 Tollkirschen wird es kritisch, es soll bei dieser Menge schon Todesfälle gegeben haben.

Anwendungen:

In alten Zeiten wurden die Tollkirschen zusammen mit Bilsenkraut und Stechapfel zur Zubereitung der Hexensalbe verwendet. (*)

Die Hexen bestrichen damit den Besen und fuhren von hinnen. Das ist aber eine vornehme Umschreibung.

Tatsächlich schmierten sie sich das Zeug auf die Pussy, setzten sich auf den Besen und fuhren von hinnen.

Anna Belova 26

Das ist die Hexe Анна Белова

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Heutige Anwendung dieser Alkaloide:

  • Scopolamin: das ist der wirksame Bestandteil von Buscopan, ein Spasmolytikum;
    es ist sehr gut wirksam bei Krämpfen im Verdauungstrakt und im Urogenitaltrakt; Magenkrämpfe, Darmkrämpfe, Gallenbeschwerden (Verkrampfung, Abfluss in den Zwölffingerdarm gestört).Verkrampfung des Harnleiters bei Nierensteinen,
    Menstruations-Schmerzen, gegen Reisekrankheit.Es war in den 70-er Jahren ein beliebtes Medikament gegen diese Beschwerden. Die Ärzte haben das nicht mehr verordnet, weil der Wirkstoff angeblich eine Sucht auslösen kann. So ist das Mittel in Vergessenheit geraten. Aber heute bekommt man es wieder rezeptfrei in der Internet-Apotheke.

*) http://www.physiologus.de/h/hexens.htm

Der Okkultist Carl Kiesewetter hat das Hyoscyamin als Droge erforscht, selber Hexensalben hergestellt und ausprobiert. Er konnte die haluzinogene Wirkung bestätigen, ebenso die Imagination des Fliegens. Er schrieb einige Bücher über den Okkultismus.

Er starb 1895 bei einem Selbstversuch mit einem Bilsenkraut-Extrakt an Alkaloid-Vergiftung.

 

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die Tollkirsche

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