die Partnerbörse

Heute – im Internet-Zeitalter gibt es die ganze Bandbreite von diesen Portalen. Das geht von der seriösen Partnervermittlung über ein Institut, die kostenpflichtig ist und ganz schön ins Geld geht. Das geht über unverbindliche Kontaktbörsen, die gratis sind oder zumindest nicht viel kosten; und weiter zu Tinder – das ist schon ein „Bums-Portal“.

Gestern habe ich folgende Geschichte gelesen:

Eine Frau hat sich bei so einer Single-Börse angemeldet und ein Profil erstellt. Es haben sich viele Männer gemeldet, die meisten davon wurden aussortiert (wegen Mängel in Deutsch oder sonstigen Gründen).

5 davon kamen in die engere Auswahl. Einer wollte rasch ein Treffen mit ihr. Als sie keine Zusage erteilte, erklärte er den Kontakt-Versuch als beendet, das wäre für ihn Zeitverschwendung. 2 weitere Männer waren auch nicht mehr interessiert oder doch verheiratet und haben nicht mehr geantwortet.

So blieben noch 2 Kandidaten übrig. Sie traf sich mit einem Mann, die Konversation verlief holprig, sie hatten einander nicht viel zu sagen. Es war für beide klar, dass kein Interesse an einem weiteren Treffen besteht.

Der letzte Mann war interessant und unterhaltsam. Er sah gut aus und war aufmerksam. Sie trafen einander öfter für Kultur-Ereignisse, zum Sport und zum Schifahren. Es verlief „scheinbar“ alles bestens. So planten sie bereits einen gemeinsamen Urlaub.

Kurz nachher meldete er sich nicht mehr und reagierte nicht mehr auf email und sms. Seine Sekretärin sagte, er sei bei einer Besprechung und unabkömmlich.

Die Frau war ratlos, was hatte sie falsch gemacht? Ihre Freundinnen trösteten sie und meinten, das käme bei den Single-Börsen eben vor. Sie solle eben auf den nächsten Kandidaten warten. So öffnete sie die Plattform und siehe da, ihr guter Freund hatte die letzten 4 Monate, die er mit ihr zusammen war, fleissig weiter gesucht.

Anmerkung 1: ich lese keine Bücher mehr. Gestern habe ich doch das Buch: „Tatort Trennung“ von der Psychologin Adelheid Kastner gelesen. Von dort stammt die Geschichte, die ich hier verkürzt wiedergegeben habe. Die Frau Kastner möge mir das verzeihen, ich hoffe, dass ich damit nicht das Copyright verletzt habe.

Quelle: Tatort Trennung ………..Autorin: Dr. Adelheid Kastner (Heidi Kastner)

Anmerkung 2: Unter den heutigen Umständen ist es für viele Personen beliebig, eine Affäre, Freundschaft (inklusive Sex) oder Beziehung unverbindlich zu beginnen. Ebenso unverbindlich und spontan werden solche Beziehungen wieder beendet. Auf irgendwelche Befindlichkeiten der anderen Person wird keine Rücksicht genommen. Man ist sich selber den maximalen Vorteil schuldig. Das ist man sich wert (anderswo abgekupfert) 😉

https://www.morawa-buch.at/home/event/eventDetail/info_161103_MO-artcEvent

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die Partnerbörse

7 Gedanken zu “die Partnerbörse

  1. Genau – es ist leichter geworden. Aber besser geworden ist es nicht.

    Nachher meckern sie, weil sie die „eierlegende Wollmilchsau“ nicht bekommen haben. Oder der Märchenprinz ist ihr entfleucht, weil er noch andere Eisen im Feuer hatte.

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  2. Das war schon Normalität, als es das Netz noch nicht gab. Nur damals machten das nur Frauen. Heute aber lernen Männer Dank Internet soviele Frauen kennen, daß sie schnell merken, wie das bei den Frauen läuft und sehen gar nicht ein, daß sie es nicht genauso machen sollten.

    Herlichen Glückwunsch: Die bisherige Welt hat nur funktioniert, weil wie Männer uns wie Frauen benahmen, Nun, da wir gleichgestellt sind mit den Frauen und dasselbe dürfen und machen wie die Frauen, bricht sie zusammen.

    Aber gerecht muß das sein … weil gleich … und so. 😉

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    1. Die Welt bricht deswegen nicht zusammen, es glingt leichter, einen Sexpartner für „short-time“ zu finden; jedoch wird es immer schwieriger, einen Partner für eine längerdauernde Partnerschaft zu gewinnen. Speziell gilt das für Personen über 40 Jahre.

      Diese Problematik und die damit verbundenen Umstände kann man nicht mit 10 Sätzen beschreiben, da müsste man ein Buch darüber schreiben. Wir wollen aber nicht mit der Frau Kastner in den Wettbewerb treten 😉

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      1. Die Frage ist, warum man einen lebenslangen Partner finden sollte. Von dieser Optionen profitiert nur der, der vom anderen versorgt wird und das sind in der Regel die Frauen.

        Ich denke, es ist normal, das, wer nicht überzeugt und sich nicht darum kümmert, täglich neu zu überzeugen, am Ende verlassen wird. Und da auch Frauen erwachsene Menschen sind, braucht man ihnen das auch nicht ständig vorzubeten.

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  3. Ich habe noch etwas anderes als die Frau Kastner aus dieser Schilderung herausgelesen: Die Frau hat sich unter den ~10 Kandidaten den besten ausgesucht. Das ist angeborenes weibliches Verhalten und ist nicht zu kritisieren. Im Grunde genommen wollen die Frauen nur einen Mann der Kategorie A. Bei diesem Angebot war nur einer dabei (die anderen waren Kategorie B und C).

    Männer der Kategorie A sind selten auf der Suche nach einer neuen Partnerin, weil sie schon eine oder mehrere davon haben, sie sind verheiratet oder in fester Partnerschaft lebend. Sie bekommen meist mehr Angebote von Frauen, als sie brauchen können; sie nehmen sich häufiger eine neue Partnerin, weil es so leicht ankommt.

    Das ist die Herausforderung für die Frauen: einen Mann der Kategorie A für sich zu gewinnen und ihn festzuhalten. Sie möchte diesen Mann auch nicht mit einer Zweitfrau teilen. Gelingt nicht immer!

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  4. Die Frage stellt sich dann, wenn jemand eine Familie gründen will, um Kinder zu haben. Auch wenn sie gemeinsam ein Haus bauen wollen. Über 40 fällt bei Frauen der Kinderwunsch weg. Gemeinsames Immobilien Eigentum ist in diesem Alter bei neuen Paaren schon riskant.

    Es finden sich auch über 40 noch Paare, die länger zusammen bleiben. Übereinstimmung im Freizeit-Verhalten (Kultur-Partner, Urlaubs-Partner). Voraussetzung ist, dass die beiderseitigen Erwartungen einigermaßen erfüllt sind. Ich gehe hier nicht auf die einzelnen Erwartungen ein. Das kann jeder für sich selber beantworten, welche Erwartungen er/sie an seinen Partner hat.

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