Indien – die Schattenwirtschaft und die Währungsreform

In Indien hat die Regierung über Nacht einen Teil der Banknoten für ungültig erklärt. Diese werden von den Geschäften nicht mehr als Zahlungsmittel angenommen.

Es werden neue Geldscheine ausgegeben, bisher nicht in ausreichender Zahl. Die Bankomaten geben kein Geld aus, sie sind teilweise nicht auf die neuen Banknoten umgestellt.

Die Regierung will damit die Schattenwirtschaft bekämpfen, weil viele Geschäfte in Indien mit Bargeld abgewickelt werden, wobei jede Steuer hinterzogen wird.

Die Regierung verlangt von den Bürgern, dass die Geschäfte (ab einem bestimmten Wert?) über eine Banktransaktion abgewickelt werden müssen. Dabei hat die Hälfte der Bürger überhaupt kein Bankkonto.

Die Bürger sind zornig, weil sie sich in langen Schlangen bei den Banken anstellen müssen, um die neuen Geldscheine zu bekommen. Die alten Geldscheine können nur begrenzt in neue Scheine umgetauscht werden. Sie verfallen, wenn der Besitzer dieser Geldscheine die Bedingungen nicht erfüllt.

Manche Bürger haben Verständnis für die Währungsreform, sie sehen aber eine nicht professionelle Durchführung.

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Was bedeutet das aus Prepper-Sicht?

Es kann sein, dass es über Nacht zu einer Währungsreform kommt und die Banknoten für ungültig erklärt werden. Dann haben die Bürger Geldscheine in der Hand, die im Augenblick nichts mehr wert sind.

Es nützt also in diesem Fall nichts, Bargeld in Form von Geldscheinen zu besitzen, die man in der Wohnung oder im Bankschließfach deponiert hat.

Eine Option wäre, Bargeld in Form von Fremdwährungen zu haben, weil wahrscheinlich nicht alle Währungen gleichzeitig verfallen. Ob die Geschäfte Banknoten in Fremdwährung annehmen, ist fraglich.

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Ergänzung am 13.11.2016

In Südindien hat eine Bäuerin Selbstmord begangen. Sie hatte ein Stück Land verkauft, und den Erlös hatte sie als größeren Bargeld-Betrag zu Hause aufbewahrt. Mit dem Geld wollte sie den Krankenhausaufenthalt ihres Mannes bezahlen. Jetzt wird das Krankenhaus den Mann ohne Operation nach Hause schicken und die Erben können die Geldscheine im Ofen verheizen.

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