der Franz R.

Er war etwa 10 Jahre älter als ich, und er war ein Weiberheld. Wie viele dieser Männer, ließ er seine Kumpane gerne an seinen Abenteuern teilhaben und erzählte freizügige Geschichten aus dem Fundus seiner Erlebnisse. Er war mittelmäßig von der Statur und sah auch nicht besonders gut aus. Aber er hatte immer einen lockeren Spruch drauf, sein Humor kam bei den Leuten gut an.

Die Marie war eine Bauerntochter, und sie pflegte schon damals um 1970 die Polyamorie. Mit ihr war der Franz auf einer ländlichen Tanzveranstaltung. Er brachte sie nach Hause, und die Beiden hatten noch Sex im Auto. Er beklagte sich über die Marie, weil sie mit dem Stöckelschuh in der „Extase“ die Verkleidung unter dem Autodach zertreten hatte.

Die Marie wurde schwanger, aber der Vater ihres Kindes konnte nicht ermittelt werden. Sie hatte Sex mit mehreren Männern in der fraglichen Zeit. Der Franz hat natürlich die mögliche Vaterschaft entschieden vor dem Richter bestritten. Seine Argumente, warum er es nicht gewesen ist, kann ich hier nicht wiedergeben.

Etwas später hatte er zwei Geliebte gleichzeitig. Die Beiden waren beste Freundinnen und arbeiteten als Verkäuferinnen im gleichen Modegeschäft. Beide hielten ihre große Liebe voreinander verborgen und machten ein großes Geheimnis daraus.

Beide Mädels waren blond, die Jüngere war ziemlich groß, so um die 180 cm. Die Andere war zierlich, ich kannte sie gut, weil sie eine Klassenkameradin von mir war. Einige Monate später flog die Sache auf, für die Mädels war das peinlich, für den Franz war das lustig.

So wie ich den Franz in Erinnerung habe, wird er bald wieder einen Ersatz für die Mädels gefunden haben.

Diese Geschichte ist mir eingefallen, weil heute viele Single Frauen die Promiskuität pflegen, und ein kleiner Teil der Männer damit beschäftigt ist, die willigen Frauen zu beschlafen. Das ist heute so, und vor 45 Jahren war es auch nicht anders. Vielleicht war es damals nicht so häufig, weil die Gelegenheit gefehlt hat, so etwas wie Tinder gab es noch nicht.

Wir machten Witze über das Problem und sagten, eigentlich sollten sich die Mädels einen Zettel anstecken, auf dem zu lesen ist: „Ich bin willig!“

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der Franz R.

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