die Psychologin und der Patient

http://pin.it/f0QLVOt

(das ist eine Hexe und keine Psychologin)

Carl Gustav Jung – Psychologe – Begründer der Analytischen Psychologie

————————————————————–

Ein Patient bekommt einen Termin bei der Psychologin und erscheint zur Therapie.

Mit gestrenger Mine mustert die Psychologin den Patienten von oben bis unten, und ihr gefällt nicht, was sie da sieht.

Was ist der Grund, warum Sie heute zu mir kommen?

Ich habe Eheprobleme.

Meine Arbeitsweise basiert auf den Erkenntnissen von Carl Gustav Jung (+). Das ist der Zugang zu diesem Thema aus christlicher Sicht.

Das sagt mir nichts. Und ich habe mit der Christlichen Religion nichts am Hut.

Aha – und warum kommen Sie ausgerechnet zu mir – wer hat das empfohlen?

Niemand – ich habe das Telefonbuch aufgeschlagen und die Liste der Ärzte und Psychologen durchsucht. Es ist ein Zufallstreffer, warum ich ausgerechnet zu Ihnen gekommen bin.

Gut – wir wollen es miteinander versuchen – ich habe aber große Bedenken, ob wir dabei Ihr Problem lösen können.

———————————————————-

Nächster Termin:

Sie haben Eheprobleme – da sollten wir eine Paartherapie beginnen. Wir können die Rechnung nicht ohne den Wirt machen 😉

Na ja – ich möchte Kosten sparen und das vorerst einmal alleine mit Ihnen besprechen.

Gut – wie Sie wollen. Haben Sie einen Anhaltspunkt, wo der Schuh drückt?

Es geht um den Sex. Was halten Sie von der ehelichen Treue?

Unbedingt ist die Treue in der Ehe einzuhalten. Das gehört zum Christlichen Weltbild!

Gilt das immer?

Selbstverständlich!

Sie werden es auch so sehen, dass die Eheleute bei der Heirat auch eine Sexualpartnerschaft eingegangen sind. Ist das so?

Im Prinzip schon. Es gibt allerdings Umstände, bei denen ein Ehepartner dieser Verpflichtung – wenn Sie so wollen – nicht mehr nachkommen kann oder will.

Und die wären?

Es könnte einer der Partner krank sein, sodass er/sie keinen Sex haben kann, weil das Schmerzen bereitet, oder etwa wenn der Mann impotent ist.

Das würde ich respektieren, das sind hinreichende Gründe, keinen Sex zu haben. Was ist aber, wenn die Ehefrau in den Ehestreik tritt, weil es ihr so beliebt?

Das kommt darauf an, welches Motiv sie dafür hat.

Sagen wir – sie tritt in den Ehestreik, um eine ihrer „finanziellen“ Forderungen durchzusetzen. Oder sie tut das, um ihren Mann für sein Fehlverhalten zu bestrafen.

Hm – möglicherweise sieht die Frau das als Erziehungsmaßnahme. In diesem Fall könnten wir das hier in der Paartherapie besprechen und eine Lösung für dies Problem finden.

„Ich sehe das als Dominanz-Problem. Die Ehefrau verweigert den Sex auf Dauer und streicht damit ihre Dominanz in der Ehe heraus. Gleichzeitig beharrt sie auf der Treue. Beides zusammen führt dazu, dass dem Mann der Sex nicht mehr gestattet ist. Sie verurteilt ihn zur sexuellen Enthaltsamkeit. Das ist das Verhalten einer Mistress!“

Bei euch ist die Situation verfahren – das wird schwierig!

„Was bleibt dem Mann anderes übrig?

Er kann sich scheiden lassen, wenn er wieder mit irgendeiner Frau Sex haben will.

Oder er geht fremd, und holt sich den Sex anderswo, etwa bei einer Nutte oder er nimmt sich eine Geliebte!“

Das reicht – die Sitzung ist beendet! Unverbesserliche Männer – ein Irrtum der Evolution!

Der Patient: „Nächstes mal gehe ich zu einer Hexe, vielleicht hat die mehr Verständnis für mein Anliegen! ………. 😉

—————————————————————

Diese Geschichte ist frei erfunden. Vielleicht ist an dem einen oder anderen Aspekt etwas dran 😉


+) oder war es doch der Viktor Frankl 😉

Advertisements
die Psychologin und der Patient

3 Gedanken zu “die Psychologin und der Patient

  1. GiTo schreibt:

    Sagen wir – sie tritt in den Ehestreik, um eine ihrer „finanziellen“ Forderungen durchzusetzen…. wo wir beim „eigentlichen“ Thema angelangt wären!!!!
    LG

    Gefällt mir

  2. In Wirklichkeit läuft eine Psychotherapie anders ab, als es es oben beschrieben ist.

    Da gibt es keine unverblümten Aussagen, direkte Fragen und schlagfertige Antworten in dieser Dichte. Vielmehr wird das Umfeld des Patienten genau ausgeleuchtet und in vielen Sitzungen erarbeitet (Eltern, Kinder, Ehepartner, Liebhaber, Nachbarn, Arbeitskollegen,…).

    Und man sollte sich keine Wunder von der Psychotherapie erwarten. Die Ursachen von psychischen Störungen sind häufig außerhalb vom Einflussbereich des Psychotherapeuten. Daher kann dieser meist die Ursachen nicht ausschalten. Es ist schon viel gewonnen, wenn der Therapeut die Ursachen aufdeckt – und da habe ich meine Zweifel, ob ihm das gelingt!

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s