Uneheliche Kriegskinder – Ende WK2

Symbolbild: Luftwaffe Offizier

Der Einfachheit halber rechne ich auch die außerehelichen Kinder dazu. 1945 wurden viele solcher Kinder geboren, weil es die Leute mit dem Sex nicht so genau genommen haben.

Ein Österreicher und ehemaliger Offizier der Luftwaffe flüchtete bei Kriegsende zu Fuß aus dem Raum Berlin über Passau nach Oberösterreich. Als er nach Hause kam, war seine Frau abweisend, und sie freute sich nicht. Am Abend legten sie sich ins Bett und die Frau gestand: „Du – mir ist etwas passiert, ich bin schwanger!“ Es war auch äußerlich schon erkennbar und fühlbar. Der Mann rührte sie nicht mehr an und ließ sich unverzüglich von ihr scheiden, obwohl er zusammen mit ihr bereits 2 Kinder hatte, die während dem Krieg geboren sind. Die Frau hatte eine Affäre mit einem deutschen Soldaten, der in dieser Gemeinde stationiert war – so wurde sie schwanger.

Ich sagte zu ihm: „Das kommt vor, wenn die Leute so lange alleine sind und sexuelle Gelüste haben. Hast du nicht auch im Krieg andere Frauen gehabt und bist zu den Nutten gegangen?“ Er lachte und entgegnete: „Ja – aber dafür haben wir unseren Kopf hingehalten!“ Damit meinte er, unter diesen Umständen sei der außereheliche Sex „gestattet“.

Andere Fälle: Eine Bäuerin konnte selber keine Kinder kriegen und hat einen Jungen und ein Mädchen von je einer Flüchtlingsfrau adoptiert. So hatte sie auch 2 Kinder – sie sind wohlgeraten, und die Bäuerin hatte Freude mit ihren Adoptivkindern.

In unserem Dorf hat eine Bauernmagd im Dezember 1944 einen Sohn geboren. Sie suchte verzweifelt nach einem Platz für die Niederkunft. Fast alle Bauern hatten ihr das verweigert, weil sie Kosten und Belastungen fürchteten. Sie gab ihren Sohn bei einer Nachbarin in Pflege. Es wurde nicht bekannt, von wem sie das Kind hatte. Aber es wird wahrscheinlich ein Ausländer gewesen sein; der Sohn hatte ein „exotisches“ Aussehen. Er war später auch Bauernknecht.

Es gab noch weitere derartige Fälle aber die sind nicht so lustig. Es ist unpassend, das zu veröffentlichen.

Ich habe über derartige Geschichten in den Foren schon geschrieben. Es kam ein Kommentar: „Können Sie das belegen?“ Damit wollte der Forist sagen: „Du bist ein Dampfplauderer und ich weise jetzt nach, dass du die Geschichte erfunden hast, weil du es nicht belegen kannst!“ Natürlich kann man das nicht belegen, damals gab es noch kein Internet und keine Links, in denen diese Geschichten nachzulesen sind. Nur ganz gravierende Vorfälle sind heute in der Gemeinde-Chronik nachzulesen, wenn etwa ein Mord passiert oder eine Hinrichtung erfolgt ist.

 

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