Trump und der Handelskrieg

Der Trump war einige Monate mit anderen Änderungsforderungen beschäftigt. Nun hat er auch den Handelskrieg gegen jene Länder eröffnet, die in die USA exportieren.

Ende April hat er Schutzzölle von 22,9 % auf Stahlerzeugnisse per Dekret in Kraft gesetzt. Dieses Dekret stützt sich auf die Nationale Sicherheit, welche Trump gefährdet sieht, wenn etwa Grobblech importiert wird, das zum Bau von Kriegsschiffen verwendet wird. Es wird nicht nur der Import von Grobblech abgestraft, es betrifft alle Stahlerzeugnisse.

Den Deutschen Stahlproduzenten wird Dumping vorgeworfen, dabei resultiert deren Wettbewerbsvorteil aus dem zu niedrig bewerteten Euro-Kurs gegenüber dem Dollar.

Ein Sprecher der Deutschen Stahl-Firma Salzgitter sagte, sein Unternehmen exportiere Grobblech in die USA, das beträgt 6 % vom Umsatz. Sie würden es in der Bilanz verschmerzen, wenn sie diese 6 % nicht mehr haben. Und sie haben den Export von Grobblech in die USA beendet.

Es wird aber nicht die veraltete US-Stahlindustrie dieses Grobblech produzieren, sondern die Asiatischen Stahlfirmen, welche trotz Anti-Dumping-Zoll noch immer billiger in die USA liefern, als der Preis der US-Stahlwerke ist. Das Grobblech ist ein Billig-Produkt, das in fast allen Stahl-Hütten erzeugt wird, auch in den USA, daraus werden etwa Rohre für Erdöl und Erdgas gefertigt.

Die Österreichische Voestalpine generiert etwas unter 10 % vom Umsatz in den USA. Davon wird 90 % in Fabriken in den USA erzeugt, 10 % vom US-Umsatz wird aus Europa importiert, weil diese Produkte in den USA nicht zu bekommen sind. Die Voestalpine wird den Zoll auf den Verkaufspreis in den USA draufschlagen. Somit zahlen die Kunden in den USA den Zoll. Ein Ersatz durch US-Erzeugnisse ist kurzfristig nicht möglich. Die Neigung zu weiteren Investitionen in den USA ist gedämpft, weil die Rahmenbedingungen nicht vorhersehbar sind. Man weiß nicht, was dem Trump noch einfällt. Es könnten andere Staaten, die vom Handelskrieg betroffen sind, ebenfalls hohe Zölle einheben, wodurch sich Erzeugnisse aus den USA nicht mehr kostendeckend exportieren lassen.

http://www.cinemaxxbg.tk/focus/finanzen/news/salzgitter-und-dillinger-huette-us-regierung-sieht-preis-dumping-bei-stahl-und-droht-konzernen_id_6862046.html

http://www.haz.de/Nachrichten/Wirtschaft/Niedersachsen/Salzgitter-AG-zahlt-als-erstes-deutsches-Unternehmen-Trumps-Strafzoll

Zu diesem Thema findet man kaum Links, anscheinend wollen die Main-Stream-Medien diesen Konflikt „gedämpft darstellen“, sie berichten kaum darüber. Sollten weitere Berichte veröffentlicht werden, füge ich das hier ein.

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