Beim Lungenfacharzt

Vor etwa 10 Jahren war ich das letzte mal beim Lungenfacharzt wegen Kurzatmigkeit bei leichter sportlicher Tätigkeit.

Er fragte: „Haben Sie Atemnot?“

Ich: „Jein – ich bin kurzatmig.“

Er begutachtete meine Lunge im Röntgen, aber er sagte nicht, was er da gesehen hatte. Na ja, nicht optimal, aber auch nicht so schlimm! Hilus beiderseits induriert 😉 – ist der Standardsatz in das Diktiergerät.

Der Arzt war durchaus gründlich, was man nicht allen Ärzten nachsagen kann.

Zuerst wurde ein Allergietest durchgeführt (Hausstaub, Katzenhaare, Gräserpollen,..) alles negativ.

Eine Lungenfunktionskontrolle wurde durchgeführt. Der Arzt war mit dem Luftvolumen meiner Lunge nicht zufrieden, es betrug etwa 90 % von dem Wert, den ein gleichaltriger Mann im Normalfall hat. Ich musste den Test 3 mal wiederholen. Erst dann glaubte er mir, dass ich es nicht schaffe.

Anschließend machte er einen Belastungstest mit einem Spray, der offensichtlich Histamin enthielt. Ich musste den Nebel einatmen, daraufhin bekam ich heftige, krampfartige Hustenanfälle, sodass ich im Warteraum beinahe die anderen Patienten vertrieben hätte. Nun bekam ich ein Gegenmittel, möglicherweise Cortison, das die Hustenattacke abschwächte.

Nun war er sicher, dass ich eine Verengung der Bronchien habe, ein asthma-ähnlicher Zustand. So verordnete er mir Kapseln, die ich mit einem Pulverinhalator einnehmen musste. Er glaubte, durch dieses Mittel würde das Abhusten von Schleim erleichtert, und mein Leiden würde sich bessern. Dieses Medikament änderte an meinem Zustand kaum etwas.

Der Doktor hat nicht gesehen, dass ich eine Sarkoidose habe. Nach meinem heutigen Informationsstand ist das der Fall. Bereits 1973 hat ein Lungenfacharzt die Diagnose auf Sarkoidose gestellt, diese konnte aber nicht verifiziert werden.

(Die Lungenfachärzte stellen nicht gerne die Diagnose Sarkoidose. Bei leichteren Fällen wird das nicht behandelt, es heilt speziell bei jüngeren Personen innerhalb von einem halben Jahr von selber wieder aus. Bei schweren Fällen wird Cortison verabreicht, das hat schwere Nebenwirkungen und es dauert sehr lange, bis der Patient wieder in den „Grünen Bereich“ kommt – oder er kann nicht mehr geheilt werden – das wird chronisch).

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