der Befehl des Psychologen

Ein Patient erscheint zur Sitzung beim Psychologen – er leidet an Depression.

Der Psychologe: „Sie werden Ihre Aktivitäten ausweiten, so wie Sie das früher getan haben. Sie werden jeden Tag eine Runde spazieren gehen; Sie werden unter die Leute gehen und sich gut mit ihnen unterhalten; Sie werden Ihre Zimmerpflanzen pflegen, die Wohnung putzen und die Zimmer aufräumen!

Der Patient: „Meister – was Sie da sagen, interessiert mich überhaupt nicht mehr! Ich habe mit dem Leben abgeschlossen und warte nur mehr darauf, zu sterben!“

Natürlich wird der Patient die Befehle des Psychologen in seiner misslichen Lage nicht befolgen, aber es könnte sein, dass sich sein Zustand eines Tages bessert. Dann erinnert er sich an die Anweisungen des Psychologen, befolgt den einen oder anderen Ratschlag. Nun sieht er, dass das Leben (derzeit) nicht so übel ist; jedenfalls ist es wieder lebenswert.

Klar läuft das nicht so – das ist auf wenige Punkte heruntergebrochen – es beschreibt den Kern der Sache. Warum es dem Patienten wieder besser geht, ist hier nicht beantwortet.

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